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Qoute1 (Weiß) Ich flehe Euch an: Lasst sie [die Saowon-Kinder] nicht unserer Vergehen wegen leiden. Bitte, Avatar, verhandelt ein weiteres Mal für uns mit den Geistern! Wir werden das Ergebnis ehren, Euch ehren, bis in alle Ewigkeit. Qoute2 (Weiß)
— Zolian, niedergekniet und mit auf den Boden gepresster Stirn, zu Yangchen. (Quelle)

Zolian war um 17 ÄY ein Herzog und Oberhaupt des Saowon-Klans.[3]

Geschichte[]

Zolian wurde vor 17 ÄY als Mitglied in den Saowon-Klan hineingeboren und erhielt entsprechend der traditionellen Nomenklatur des Klans das traditionelle Schriftzeichen zo, was „Vorfahr“ bedeutete.[2]

Yangchens erster Besuch[]

Die Saowon baten den jungen Avatar Yangchen zu einem unbekannten Zeitpunkt um Hilfe im Umgang mit unsichtbaren Kräften, die am Rande ihrer Dörfer auf Ma'inka Leid verursachten, und Yangchen gewährte sie ihnen: Sie deutete den Willen der Geister und informierte anschließend ihre menschlichen Nachbarn darüber, dass sie, wollten sie den Schwierigkeiten ein Ende setzen, Abstand zu den mit Süßwasser gefüllten grottenartigen Senklöchern wahren mussten, die über die Insel[Anm. 2] verteilt lagen, und augenscheinlich durchaus urbares Land unberührt lassen. Es wurden Siedlungen zurückgesetzt und die Zerstörung der Höhlenbecken unterbunden. Kein Mensch sollte sich den Rändern der Höhle weiter als bis auf drei Li nähern. Um sicherzustellen, dass die Vereinbarungen bekannt waren, stellten Yangchen und die Klanführung Grenzwarnungen auf und teilten vor der Abreise des Avatars den versammelten Familienoberhäuptern die Bedingungen mit.[4] Bei jener Ratssitzung allerdings drucksten die Familienoberhäupter während Yangchens Ausführungen zu den Forderungen der Geister herum, statt zu nicken, und als Zolian verkündete, dass sie sich fügen würden, wechselten viele der Anwesenden Blicke miteinander, statt den Klanführer anzuschauen.[5]

Yangchens zweiter Besuch[]

Es gelang dem Herzog allerdings nicht, einige der unteren Häuser davon abzuhalten, sich dem Vertrag zu widersetzen.[5] Sie machten aus der verbotenen Zone ein Abbaugebiet mit Brandrodung und Bohrvorrichtungen. Irgendwo entlang der Kommunikationskette, die von den unfolgsamen Zweigen der Familie in Richtung Zolian und Lohi (und später darüber hinaus) begann, wurde daraus vermeintlich lediglich ein reines Ackerland, da in mageren Zeiten jeder Meter benötigt würde.[6][7]

Als Antwort belegten die Phönixaal-Geister Saowon-Kinder auf der ganzen Insel mit einem Fluch, sodass sie nicht mehr aus dem Schlaf aufwachten und dahinzusiechen drohten. Konsultierte Heiler bestätigten der Klanführung, dass die Ursache der Krankheit in der Seele lag und nicht im Leib.[8] Die Klanführung versuchte zunächst andere Maßnahmen, etwa das Darbieten der Familienschätze auf dem Scheiterhaufen, was aber vergeblich war – und der Rest musste verkauft werden, um die Vasallen zu ernähren –, doch schließlich sah sie keine andere Möglichkeit als wieder mit Yangchen Kontakt aufzunehmen.[7] Zolian verfasste auf einer kleinen Schriftrolle eine Botschaft für den Avatar. Er schrieb, dass sich die Lage in Ma'inka seit ihrem letzten Besuch verschlechtert hätte, und er erwähnte die leidenden Kinder. Der Zongdu von Jonduri, Chaisee, verschaffte sich Besitz über die Nachricht, las sie und erzählte Yangchen anschließend mit gespieltem Mitleid davon. Chaisee übte mentalen Druck auf Yangchen aus, damit sich jene unverzüglich auf den Weg nach Ma'inka machte.[9]

Yangchen erreichte Ma'inka und die Diener setzten den Herzog unverzüglich in Kenntnis über ihr Kommen, aber er musste erst noch einige Angelegenheiten mit den Klanältesten zum Abschluss bringen, sodass Yangchen in Zolians privatem Studierzimmer im Anwesen der Saowon wartete. Schließlich öffnete sich die Tür und Zolian ging ins Zimmer hinein. Sein Cousin und Erbe Lohi folgte ihm mit einer großen geschnitzten Kiste in den Armen. Beide Männer verbeugten sich tief und Zolian sprach mit vor Erleichterung gebrochener Stimme den Avatar an. Er stellte fest, dass sie die Nachricht erhalten hatte, und dankte den Geistern, wurde aber von Yangchen aufgefordert, die „Klappe“ zu halten. Unausgesprochen befahl Yangchen damit, dass die beiden zu schweigen hätten, bis sie es ihnen erlaubte. Zolian und Lohi warteten pflichtbewusst und mit hängendem Kopf, voller Scham, Verzweiflung und Bedürfnis nach weiterer Hilfe des Avatars. Womöglich hatten die beiden den Eindruck, dass Yangchen den Moment in die Länge zog, um ihrer Macht Ausdruck zu verleihen, doch in Wahrheit suchte sie nur nach den richtigen Worten. Schließlich formulierte sie, dass die Saowon nur eine Sache hätten tun müssen, um die funktionierende Abmachung einzuhalten, und dies „komplett vergeigt“ hätten. Die beiden schwiegen, bis sie es ihnen erlaubte. Lohi wollte die Situation „erklären“, doch für Yangchen gab es da nichts zu „erklären“. Die unkomplizierte Vorschrift, sich den Rändern der Höhle nicht weiter als bis auf drei Li zu nähern, wäre von den Saowon trotz allerlei ergriffener Vorsichtsmaßnahmen absichtlich nicht eingehalten worden. Zolians Kinn bebte und er brachte es nicht fertig zu sprechen; eine begrenze Auswahl an Antworten hätte ihm ohnehin nur zur Verfügung gestanden, nämlich dass sie nicht gewusst hätten, dass diese Regel wirklich für „jeden“ galt, oder dass sie die Regel versehentlich gebrochen hätten, ohne dass etwas Schlimmes passiert wäre, und es somit für in Ordnung hielten, oder dass sie nicht von Yangchens Ernsthaftigkeit ausgegangen wären, angenommen hätten, das Problem hätte sich schließlich von selbst gelöst oder dass sie rückblickend betrachtet nichts anderes gekümmert hätte als das, was sie in jenem Moment wollten. Zolian wählte keine Antwort und Yangchen erklärte, einen Grund hören zu wollen dafür, dass sie ihnen noch einmal helfen sollte. Zumindest dafür hatte Zolian eine Antwort parat: es wäre, wie er es ihr geschrieben hatte: Die Phönixaale hätten eine Art Fluch auf die Kinder gesetzt und auf der ganzen Insel würden junge Saowon nicht mehr aus dem Schlaf aufwachen und ohne weiteres Zutun dahinsiechen. Lohi unterstrich die Ausweglosigkeit der Situation und bot an, Yangchen die Auswirkungen im Krankenhaus zu zeigen, was sie vehement ablehnte. Ihre heftige Zurückweisung verblüffte Zolian und Yangchen, hatte der Avatar doch den Ruf, weltweit Kranke mit eigenen Händen zu heilen. Yangchen erklärte jedoch, dass sie ihnen glaubte und es nichts zu beweisen gäbe. Zolian kniete nieder, presste die Stirn auf den Boden und flehte sie an, die Kinder nicht für die Vergehen der Saowon leiden zu lassen und ein weiteres Mal für den Klan mit den Geistern zu verhandeln. Zolian versprach, dafür das Ergebnis und Yangchen selbst bis in alle Ewigkeit zu ehren. Lohi trat mit seinem Kästchen hervor und offenbarte, dass sie von ihren Klanmitgliedern Bußopfer gesammelt hatten zum Zeigen ihrer Aufrichtigkeit: Die komplette Führungsriege des Saowon-Klans hatte das Ritual des Ehrverlusts durchlaufen und ihre Haarknoten in dem Kästchen gesammelt. Yangchen schauderte bei diesem Anblick, was Zolian und Lohi als Anerkennung ihrer Geste deuteten. Zolian und Lohi knieten nieder und setzten mit einem Messer an, um die letzten zwei Ergänzungen zur Sammlung vorzunehmen.[10]

Anders als Lohi, der sich nach einer Minute wieder fasste, war der Verlust seines Haarknotens für Zolian eine derart große Belastung, dass er nun nicht mehr in der Lage war, weiter mit Yangchen und Lohi zu sprechen. Jene ließen den Herzog in einem Sessel zurück, wo er sich mit einem feuchten Tuch über den Augen und in der Obhut seiner Diener erholen konnte.[7]

Aussehen[]

Zolian verlor zwischen dem ersten und dem zweiten Besuch Yangchens an Gewicht und sein Bart wurde grauer.[1] Durch das Ritual des Ehrverlusts verlor Zolian schließlich auch seinen Haarknoten.[7] Gemäß der finalen Bedingungen der Geister durfte er sich sein Haar fünfzig Jahre beziehungsweise konkret 500 Monde lang nicht nachwachsen lassen.[11]

Persönlichkeit[]

Zolian war ein respektvoller Mann, wie in der Auseinandersetzung mit Yangchen zu sehen, was aber auch von seiner Scham her rühren könnte. Er wollte die Kinder des Klans nicht für die Taten anderer, worin er sich mit einschloss, auch wenn er nicht persönlich beteiligt war, leiden lassen.[12] Die Zurschaustellung seiner Schande belastete Zolian allerdings sehr.[7]

Fähigkeiten[]

Feuerbändigen[]

Zolian war offenbar ein Feuerbändiger, allerdings auf einem Niveau, mit dem Yangchen ihrer Einschätzung nach leicht in einem Agni Kai zurechtgekommen wäre.[Anm. 1][1]

Führungsqualitäten[]

Es gelang Zolian nach den ersten Bedingungen der Geister nicht, die Abweichler in seinem Klan auf Linie zu bringen, denn jene richteten ihren Blick im Moment der Verkündung nicht auf ihr Oberhaupt, sondern wechselten miteinander Blicke, und schließlich verstießen sie eigenständig gegen die Vereinbarung.[5][13]

Beziehungen[]

Saowon[]

Qoute1 (Weiß) Meinem Herzog ist es nicht gelungen, einige der unteren Häuser davon abzuhalten, sich dem Vertrag zu widersetzen. Qoute2 (Weiß)
— Lohi über Zolians Beziehung zu seiner Familie. (Quelle)

Die unteren Familienoberhäupter schauten Zolian nicht an, als er versprach, dass der Klan sich den Forderungen der Geister fügen würde, sondern brachen auf eigene Initiative hin die Vereinbarung, ohne dass Zolian sie davon abhalten konnte. Lohi beschrieb Zolian als „gelegentlich zu weich“, wenn es um seine Familie ging.[5][13]

Lohi[]

Qoute1 (Weiß) Er ist ein guter Mann, allerdings gelegentlich zu weich, wenn es um seine Familie geht. Wenn ich an der Reihe bin, die Saowon zu führen, werde ich Eintracht in meinem Clan durchsetzen. Qoute2 (Weiß)
— Lohi über Zolian. (Quelle)

Lohi meinte, Herzog Zolian wäre „ein guter Mann“, aber fand ihn auch „zu weich“ im Umgang mit der Familie. Er als sein Erbe wollte, sobald er an der Reihe wäre, „Eintracht“ im Klan durchsetzen. Zolians Erbe war neben dem Herzog im Umgang mit dem Avatar anwesend und mehrfach zutiefst involviert, sogar mehr als Zolian.[3] Bei Yangchens Rückkehr mit den Bedingungen der zweiten Runde empfing Lohi den Avatar sogar allein, auch um die Botschaft an den Klan kontrollieren zu können.[14]

Yangchen[]

Qoute1 (Weiß) Klappe. Klappe. Klappe. KLAPPE! [...] Ihr ... Ihr musstet nur eine Sache tun. Es hat funktioniert. Es hat funktioniert, und Ihr ... Ihr musstet nichts weiter tun, als Euren Teil der Abmachung einzuhalten. Ihr musstet nur eine Sache machen und ihr habt's komplett vergeigt! Qoute2 (Weiß)
— Yangchens Standpauke, welche Zolian, ihrem Befehl folgend, still über sich ergehen ließ. (Quelle)

Zolian war sich mit Yangchen beim ersten Mal bereits einig und gemeinsam ergriffen sie Maßnahmen, die die Einhaltung gewährleisten sollten.[4] Nachdem allerdings seine Familie die Vereinbarung gebrochen hatte,[5][13] wandte sich Zolian verzweifelt erneut an den Avatar.[9] Er ließ sie zwar ein wenig warten, aber Zolian war erleichtert, dass Yangchen tatsächlich gekommen war, und er war beschämt und unterwürfig ihr gegenüber, als sie ihm eine Standpauke hielt und er anschließend zusammengekauert vor ihr auf die Knie fiel[15] und das Ritual des Ehrverlusts darbot. Anschließend war er allerdings nicht mehr in der Lage zu kommunizieren und Yangchen musste die weiteren Angelegenheiten mit Lohi besprechen.[3]

Chaisee[]

Qoute1 (Weiß) Von Herzog Zolian vom Saowon-Clan. Es tut mir leid, dass ich Eure Korrespondenz gelesen habe, aber ich wusste nicht, dass die Nachricht ausschließlich für die Augen des Avatars bestimmt war. Es klingt, als hätte sich die Lage in Ma'inka seit Eurem letzten Besuch verschlechtert. Derart verzweifelte Worte habe ich vom Herzog noch nie gehört. Qoute2 (Weiß)
— Chaisee über Zolians Botschaft zu Yangchen. (Quelle)

Chaisee hatte keinerlei Respekt für die Privatkorrespondenz zwischen Zolian und Yangchen und fing die Nachricht ab.[16] Sie teilte Yangchen den Inhalt mit und merkte an, „derart verzweifelte Worte [...] vom Herzog noch nie gehört“ zu haben, was suggeriert, dass sie ihn näher kannte.[9]

Phönixaale von Ma'inka[]

Qoute1 (Weiß) Unsere Kinder. [...] Die Phönixaal-Geister haben ... Sie haben etwas mit unseren Kindern gemacht. Ein Fluch. Auf der ganzen Insel wachen junge Saowon nicht mehr aus dem Schlaf auf. Sie werden dahinsiechen, wenn wir nichts tun. Qoute2 (Weiß)
— Zolian über die Tat der Phönixaale. (Quelle)

Die Phönixaale waren eigentlich im Rahmen der Vermittlung des Avatars kompromissfähig gewesen, doch weil sich einige Mitglieder von Zolians Familie nicht an die Bedingungen hielten, verspürten sie fortan nur noch den Wunsch nach Rache.[17]

Anmerkungen[]

  1. 1,0 1,1 Bei ihrem zweiten Besuch fragte sich Yangchen kurz, wie kommende Generationen wohl auf einen Luft-Avatar zurückblicken würden, der einen Adligen der Feuernation – Zolian – zu einem Agni Kai herausgefordert hatte, was darauf hindeutet, dass er ein Feuerbändiger war (wenn auch kein besonders fähiger, da Yangchen sicher war, dass sie gewonnen hätte).
  2. Die deutsche Übersetzung spricht an der Stelle fälschlicherweise von „Inseln“ im Plural.

Quellen[]

Einzelnachweise[]

  1. 1,0 1,1 1,2 Legitime Geschäfte, Der Aufstieg von Yangchen (Seite 207)
  2. 2,0 2,1 Die Gefährtin, Der Schatten von Kyoshi (Seite 264 f.)
  3. 3,0 3,1 3,2 Legitime Geschäfte, Der Aufstieg von Yangchen (Seite 207–213)
  4. 4,0 4,1 Legitime Geschäfte, Der Aufstieg von Yangchen (Seite 208 f.)
  5. 5,0 5,1 5,2 5,3 5,4 Legitime Geschäfte, Der Aufstieg von Yangchen (Seite 213)
  6. Der Disput, Der Aufstieg von Yangchen (Seite 216 f.)
  7. 7,0 7,1 7,2 7,3 7,4 Legitime Geschäfte, Der Aufstieg von Yangchen (Seite 212)
  8. Legitime Geschäfte, Der Aufstieg von Yangchen (Seite 210)
  9. 9,0 9,1 9,2 Gedankenaustausch, Der Aufstieg von Yangchen (Seite 192 f.)
  10. Legitime Geschäfte, Der Aufstieg von Yangchen (Seite 206–211)
  11. Der Disput, Der Aufstieg von Yangchen (Seite 224)
  12. Legitime Geschäfte, Der Aufstieg von Yangchen (Seite 208–211)
  13. 13,0 13,1 13,2 Der Disput, Der Aufstieg von Yangchen (Seite 217)
  14. Der Disput, Der Aufstieg von Yangchen (Seite 223–226)
  15. Der Disput, Der Aufstieg von Yangchen (Seite 222)
  16. Legitime Geschäfte, Der Aufstieg von Yangchen (Seite 206)
  17. Der Disput, Der Aufstieg von Yangchen (Seite 219)

Weiterführende Links[]

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