Avatar-Wiki
Advertisement
Avatar-Wiki
Certificate30px-exz
Certificate Diese Seite wurde zum Artikel des Monats Dezember 2021 gewählt.
Qoute1 (Weiß) Der Krieg ist vorbei! Es ist eine neue Ära angebrochen! Qoute2 (Weiß)
— Sokka über den Plan für den Süden. (Quelle)

Der Wiederaufbau des Südens[1], auch Umstrukturierung des Südens[2][3], war ein Projekt des Nördlichen Wasserstamms, um den Südlichen Wasserstamm nach dem Hundertjährigen Krieg wieder aufzubauen.[4][2]

Vorgeschichte[]

Zerstörung durch den Krieg[]

Angriff auf den Südlichen Wasserstamm

Angriff auf den Südlichen Wasserstamm im Hundertjährigen Krieg.

Beginnend um 40 NG wurde der Südliche Wasserstamm von einer Reihe von Angriffen, ausgeführt von den Südlichen Räubern, erfasst und wurde damit zu großen Teilen zerstört, wobei Wasserbändiger des Stammes systematisch aus dem Verkehr gezogen worden, in der Regel durch Gefangennahme.[5][6] Die Verbindung zum Schwesterstamm im Norden – und damit zur Zentralregierung – ging durch den Krieg verloren.[7] Als schließlich 97 NG einige Männer des Stammes unter Leitung von Hakoda aufbrachen, um gegen die Feuernation zu kämpfen,[8] war der Süden ohne wirkliche Führung und die einzelnen kleinen Reststämme voneinander isoliert.[9][10] Abgesehen von den Luftnomaden traf der Hundertjährige Krieg den Südlichen Wasserstamm wohl am schlimmsten.[11]

Pakkus Initiative[]

Qoute1 (Weiß) Ich habe beschlossen, schon bald zum Südpol zu gehen. Ein paar Wasserbändiger und Heiler wollen sich anschließen. Es wird Zeit, dass wir helfen, unseren Schwesterstamm wiederaufzubauen. Qoute2 (Weiß)
— Pakku nach der Belagerung des Nordens zu Katara. (Quelle)

Nach der Belagerung des Nordens in 100 NG ergriff Meister Pakku mit einer Gruppe nördlicher Wasserbändiger und Heiler die Initiative und machte sich in Richtung Südpol auf, um den Südlichen Wasserstamm wiederaufzubauen.[4][12]

Verlauf[]

Urbanisierung[]

Der Hundertjährige Krieg wurde im gleichen Jahr beendet, was Raum schuf für die Durchführung von Wiederaufbauprojekten sowie internationaler Zusammenarbeit, und Zuko zum neuen Feuerlord gekrönt.[13] Hakoda, einstweilen lokaler Häuptling seines Dorfes,[14] wurde zum Stammesführer des Südlichen Wasserstamms gewählt, dem Oberhaupt der autonomen Region des Südlichen Wasserstamms innerhalb des Staates der Wasserstämme.[7][15]

Hakoda arbeitete mit den Kräften aus dem Norden zusammen. Er holte sich Unterstützung von Malina und Maliq, die vom Nördlichen Wasserstamm stammten, aber mehr Zeit ihres Lebens im Erdkönigreich verbracht hatten,[1] wodurch sie über ein Bauarbeiter-Team verfügten, die neben den Wasserbändigern Noa und Kam mit Soonjei auch einen Erdbändiger beinhaltete.[16] Die Technologie und das Stadtbild des Nördlichen Wasserstamms sowie auch des Erdkönigreichs beeinflussten in der Folge das Dorf des Südlichen Wasserstamms und transformierten es in eine Metropole.[17] Dazu wurden die alten Igluhütten abgerissen und durch Häuser ersetzt.[18] Nur Kanna verweigerte eine neue Behausung für sich, sodass ihr Iglu bestehen blieb.[19] Zudem wurden die Erdigen Feuerbetriebe zum Partner des Projekts. Malina und Maliq nutzten ihr Fachwissen im Bau und liehen sich das gesamte Equipment von ihnen, darunter Gabelstapler.[20]

Maliq, welcher schon als junger Student an der Ba Sing Se Universität vermutet hatte, dass hinter dem Südpol mehr stecken würde, als auf dem ersten Blick zu sehen sein würde, und Malina hatten ein riesiges Ölvorkommen beim Südpol entdeckt und entwickelten einen Plan, um es anzuzapfen. Sie sahen darin den „Schlüssel zum Aufstieg des Südens“. Als größtes Ölvorkommen der Welt könnte es als Maschinentreibstoff für allerlei Maschinen jeden Lebensbereichs verwendet werden. Besonders Maliq sah darin eine Chance für Nichtbändiger, um im Konflikt zwischen Bändigern und Nichtbändigern „gleichwertig“ zu werden.[21] Zudem gab es einen geheimen Plan, der die Ölförderung und -verschiffung unter die Kontrolle des Nördlichen Wasserstamms stellen würde, wodurch der Südliche Wasserstamm faktisch zu einer „Kolonie“ des Nordstamms geworden wäre. Maliq betrachtete diese Vorgehensweise als notwendig, da der „Schlüssel für eine Zukunft der Gleichstellung“ keiner Kultur anvertraut werden könnte, die seiner Ansicht nach „in der Vergangenheit lebt[e]“.[22] Während Malina und Hakoda zusammen arbeiteten, begannen sie eines Liebesbeziehung.[23] Malina erkannte, dass es ein Fehler gewesen wäre, die Pläne der „Kolonie“, wenn auch nie so genannt, voranzutreiben und dass der Süden sehr wohl mit der Modernisierung und dem wichtigen Rohstoff umzugehen wusste. Maliq jedoch zerstörte die Dokumente nie und sagte die Pläne nie ab.[22]

Qoute1 (Weiß) [...] Der Südliche Wasserstamm wird öfter mit anderen Nationen zusammenarbeiten müssen. Wir müssen ihnen zeigen, dass wir gleichwertige Partner sind. Qoute2 (Weiß)
— Stammesführer Hakoda über den Palast des Südlichen Wasserstamms. (Quelle)
Malinas Konzept des Palastes des Südlichen Wasserstamms

Konzept des Palastes.

Auch Regierungsgebäude wurden gebaut, darunter ein Rathaus für die lokale Stadtregierung der neuen Metropole. Für Hakoda wurde als Staatsoberhaupt (der autonomen Region des Südlichen Wasserstamms) ein Palast entworfen, welches „das großartigste Gebäude in der Geschichte des Südens“ werden sollte, einem Oberhaupt wie Hakoda angemessen. Während der Bauarbeiten arbeitete Hakoda vom Gebäude für die lokale Stadtregierung aus, die so freundlich waren, Hakoda dort vorübergehend aufzunehmen.[24] Es entstanden neue kulinarische Unternehmen wie ein Wagen mit Ashunas Robbenfleisch[25], aber neben der lokalen, südlichen, von der insbesondere Maliq angetan war, auch ein Restaurant für Nördliche Küche, was Malina sehr zu schätzen wusste.[26] Des Weiteren wurde von Pakku Meister Pakkus Wasserbändiger-Schule errichtet, nachdem Kanna und er Siku und Sura in einem Dorf im Inland, östlich der Hauptstadt, gefunden hatten.[27][28]

Opposition[]

Qoute1 (Weiß) Euer Vater ist zu idealistisch, um zu erkennen, dass andere Nationen nur an Macht denken. Wahre Zusammenarbeit ist unmöglich. Damit der Süden wieder stark wird, muss jegliche fremde Präsenz beseitigt werden. Besonders die nördliche. Und das wird ziemlich sicher zu Krieg führen. Also haben wir uns hier versammelt, um uns vorzubereiten. Qoute2 (Weiß)
— Gilak erläutert seinen Nationalismus. (Quelle)

Gegen diese Modernisierungsbestrebungen formierte sich Widerstand. Die selbsternannten „Patrioten des Südlichen Wasserstamms“ begannen unter der Führung von Gilak, einem Soldaten des Südlichen Wasserstamms zu Kriegszeiten, sich im Untergrund unter dem Schiffswrack zu versammeln und sich alte Volksgeschichten zu erzählen. Sie lehnten jede Art von „ausländischem“ Einfluss ab, denn jener würde ihnen „ihre Art von Zivilisation aufzwingen“, womit sie zu einem „billigen Abklatsch des Nördlichen Wasserstamms“ und Machtsubjekt anderer Nationen würden. Genau genommen bereiteten sie sich im Untergrund auf einen Krieg vor, um „jegliche fremde Präsenz [...][,] besonders die nördliche“, zu beseitigen, damit der Süden ihrem Verständnis nach „wieder stark“ würde.[29]

Als Sokka und Katara das erste Mal seit dem Krieg ihre Heimat besuchten, stellten sie bereits am Dock eine Meile von ihrem Zuhause die Veränderungen fest. Sie schwelgten mit Pinguinschlittenfahren in der Nostalgie, als sie in die Baustelle für den Palast hineinfuhren. Maliq hatte zuvor auf die Vorschriften verwiesen und bestand auf die Errichtung eines Zauns[30], aber die Bauarbeitercrew pfuschte und verzichtete darauf, sodass kleine Kinder dort spielen konnten. Erst die Konfrontation mit Sokka und insbesondere Katara unter Demonstrierung ihrer Bändigungsfähigkeiten brachte die Arbeiter, die den Wiederholungstäter-Kindern „eine Lektion erteilen“ wollten, zur Einsicht.[31]

Die Geschwister trafen ihren Vater wieder, lernten Malina und Maliq kennen und erfuhren bei der Gelegenheit von dem Wiederaufbauprojekt. Katara war äußerst skeptisch, doch Sokka zeigte sich sehr beeindruckt. Er schlug sogar vor, den Palast mit einer Rutsche in der Mitte zu versehen. Malina lobte ihm für seinen Humor, doch Sokka meinte es ernst, woraufhin Malina Gefallen an seinem „Innovationsgeist“ fand. Sie bot ihm an, ihr Team während seines Aufenthalts zu beraten, was er annahm, denn schließlich liebte Sokka es, anderen zu sagen, was sie tun sollten.[32]

Bei einem Essen im Restaurant „Zwei Fische – Nördliche Küche“ stahlen zwei Kinder aus Gilaks Dunstkreis Maliqs Aktentasche.[33] Die Verfolgungsjagd führte Sokka und Katara direkt in deren Versteck unter dem Schiffswrack.[34] Sie trafen Gilak und erhielten einen Einblick in deren „Versammlung der Patrioten“. Gilak versuchte, sie zum Bleiben zu überreden, doch die beiden wollten sich seiner Bewegung nicht anschließen. Ohne die Aktentasche entkamen sie knapp. Katara resümierte, dass der „Fortschritt“ des Wiederaufbaus des Südens nicht ihrem Wunsch entsprach, fühlte sich an die Gegend um die Erdige Feuerraffinerie erinnert und vermisste Aang. Sie wollten ihrem Vater bezüglich Gilak Bericht erstatten, wodurch sie allerdings zu einem Kuss Hakodas mit Malina hereinplatzten.[35][36][37]

Qoute1 (Weiß) Schon bald wirst du die Wahrheit erkennen, Stammesführer. Qoute2 (Weiß)
— Nachricht unter dem Schiffswrack. (Quelle)

Letztlich bekam Hakoda die Meldung, doch als er an einem neuen Tag das Schiffswrack auskundschaftete, war es verlassen. Ihm wurde nur eine Nachricht hinterlassen, die darauf hindeutete, er würde „schon bald“ „die Wahrheit erkennen“.[38]

Malina und Maliq führen Sokka und Katara zur Ölraffinerie

Malinas und Maliqs Führung bei der Ölraffinerie.

Maliq führte Sokka und Katara durch die Anlage beim Ölvorkommen. Sokka empfand es als hilfreich, um seiner herumkommandierenden Beraterrolle bestmöglich gerecht werden zu können. Der junge Krieger teilte Maliqs Vision bezüglich der Chancen von Maschinen für die Gleichwertigkeit von Nichtbändigern euphorisch. Toph Beifong, eine Vertreterin der Erdigen Feuerbetriebe, die lieber als „leitender Firmenpartner“ bezeichnet werden will, traf ein. Zu Ehren der Partnerschaft wurde ein Fest ausgetragen.[39] Dort verkündete Malina einen glorreich klingenden Plan für „eine neue Ära“ für den Südpol. Das Fest wurde allerdings von Gilak und seinen Leuten infiltriert. Er war im Besitz der Dokumente aus Maliqs Aktentasche, welche die gesamte Natur der Pläne von Malina und Maliq bewiesen, einschließlich der Betrachtung als „Kolonie“. Malina gestand, dass dies ihr Plan gewesen wäre, allerdings distanzierte sie sich nun davon. Maliq allerdings enthüllte ihr, er hätte diesen Vorhaben nie abgeschworen. Es kam zur Auseinandersetzung zwischen den beiden Geschwistern und Malina bat die Bevölkerung um Verzeihung. Sie bot an, ihre „Arbeit zur Umstrukturierung des Südens umgehend ein[zu]stellen“. Gilak jedoch war der Auffassung, man dürfte sie wegen ihrer Taten nicht einfach gehen lassen, und befahl seinen Männern den Angriff.[40]

Malina:„Mein Bruder wusste nicht, was er gesagt hat! Vergebt ihm, Gilak! Vergebt uns beiden!“
Gilak:„Vergebung in der Familie ist einfach. Aber ihr gehört nicht zur Familie, oder? Ihr seht aus,[sic] wie wir, zieht euch an,[sic] wie wir, aber ihr wart nie Teil unseres Stammes. Nun wird der Stamm an euch beiden ein Exempel statuieren.“
— Malina und Gilak. (Quelle)

Gilak konnte die beiden Geschwister schließlich fangen. Malina flehte ihn um Vergebung an, für ihren Bruder, der nicht gewusst hätte, was er sagte, und für sie beide. Gilak erwiderte, dass Vergebung in der Familie einfach wäre. Die beiden jedoch, die aussehen und sich anziehen würden wie sie, wären nie Teil ihres Stammes gewesen. Jener würde an ihnen beiden nun ein Exempel statuieren als „Warnung für alle fremden Mächte“, die glaubten, sie könnten auf ihrem „Volk herumtrampeln“.[41] Gilak wandte sich jedoch Hakoda zu, der darlegte, dass Menschen sich ändern könnten. Als Beispiel dafür nannte er Feuerlord Zuko – einst ihr eingeschworener Feind, fortan einer ihrer wichtigsten Verbündeten. Gilak verlor dadurch seinen Glauben, Hakoda wäre von seinem „Idealismus geblendet“, und stufte ihn stattdessen als „Verräter“ ein. Er rammte seine Waffe in den Stammesführer und verletzte ihn lebensgefährlich, dank Katara nicht tödlich. Gilak wurde gefangen genommen.[42]

Sokka und Katara behielten, ungeachtet vom wahren Plan der Nordstamm-Geschwister und auch von Gilaks Extremismus, ihre Meinungsverschiedenheit über den Wiederaufbau. Malina versicherte Katara noch einmal, ihre Absichten geändert zu haben, aber Katara wollte sich nicht darauf einlassen. Sie, Maliq und ihre Männer waren unter der Bedingung freigelassen worden, den Süden am Folgetag zu verlassen. Hakoda jedoch intervenierte bezüglich Malina, während sich für Gilak dank der Hilfe einer Wache, Lirin, die Gelegenheit auftat, aus dem Gefängnis zu entkommen.[43]

Unterstützung von der Feuernation und dem Erdkönigreich[]

Qoute1 (Weiß) Jemand aus dem Norden, dem Süden und eine[sic] Luftnomade arbeiten zusammen, um eine fast verlorene Tradition wieder aufleben zu lassen. Diese Zusammenarbeit brauchen wir hier. Qoute2 (Weiß)
— Hakoda zu Aang und Katara. (Quelle)

Unter schwierigen politischen Bedingungen, also unter Abwesenheit aller potentiellen Bändiger-Arbeiter vom Nördlichen Wasserstamm mit Ausnahme von Malina – und jene musste sich bedeckt halten –, wurde das Projekt jedoch zunächst fortgesetzt. Dafür sprang das metallbändigende Team Beifong ein. Hakoda hat fast alle Bewohner des Südlichen Wasserstammes vom Projekt überzeugen können, obgleich einige öffentlich dagegen protestierten.[44] Der Stammesführer wurde durch die Erfahrung, wie das Team Avatar Gilak geschlagen hatte, mehr denn je davon überzeugt, dass „der Südliche Wasserstamm mit den anderen Nationen zusammenarbeiten“ müsste, „um voranzukommen“, genau wie es Menschen aus allen vier Nationen waren, die gemeinsam den Hundertjährigen Krieg entschieden hatten. Katara fand diese Sichtweise „naiv“ und kreierte einen Unterschied zwischen Vertrauen unter Freunden einerseits und Menschen mit schlechten Intentionen — namentlich Maliq — andererseits. Sie befürchtete, würden solche Personen am Südpol bleiben, würde der Süden zu einer „billigen Kopie ihrer Selbst ... oder schlimmer“ werden. Aang pflichtete seiner Freundin bei, und Hakoda räumte durchaus das Risiko ein, aber er führte ihnen vor Augen, was sie vor diesem Gespräch zusammen in Meister Pakkus Wasserbändiger-Schule getan hatten: Pakku, Katara und Aang kamen aus unterschiedlichen Teilen der Welt zusammen, um zu versuchen, Siku und Sura Wasserbändigerfähigkeiten des Südstammes beizubringen. Er wollte diese Art der Zusammenarbeit fördern und lud daher die Oberhäupter der Feuernation und des Erdkönigreiches zu einer Besprechung an dem Abend ein.[45]

Konferenz zum Wiederaufbau des Südens

Konferenz mit hochrangigen Gästen.

Unter einigen „Ausländer raus!“-Protesten wurden Feuerlord Zuko und Erdkönig Kuei empfangen.[46] Während der Konferenz unter Anwesenheit von Malina, Toph, Aang, Zuko, Sokka, Katara und Kuei schilderte Hakoda seine „Vision der Zukunft für den Südlichen Wasserstamm“. Darunter befand sich auch ein modernisierter Hafen sowie das Vorhaben, Botschaften in beiden Ländern zu errichten, verbunden mit der Einladung an die Feuernation und das Erdkönigreich, ihrerseits das Gleiche zu tun. Aufgrund der Tatsache jedoch, dass der Hundertjährige Krieg die Wirtschaft des Südlichen Wasserstammes ruiniert hatte – nach dem Krieg ging es einigen wirtschaftlich sogar so schlecht, dass sie ins Ausland abwandern mussten, um Arbeit zu finden, damit sie überleben konnten, darunter auch Niyok und Nutha[47], schlug er eine Partnerschaft vor, um die ungenügenden finanziellen Mittel auszugleichen. Die Feuernation sicherte durch den Feuerlord ihre Unterstützung zu und zeigte sich dankbar dafür, nach der von ihnen angerichteten Zerstörung beim Wiederaufbau helfen zu dürfen. Das Erdkönigreich konnte ihre Zustimmung jedoch nicht ohne Weiteres zusagen aufgrund der zahlreichen Probleme im eigenen Land. Der Erdkönig zeigte sich jedoch optimistisch, sollte er seinen Beratern darstellen können, „dass der Südliche Wasserstamm merklichen, handfesten Fortschritt Richtung Zivilisation“ machen würde, womit er die Erreichung einer höheren als die zu dem Zeitpunkt bestehende meinte, dem Südlichen Wasserstamm dabei helfen zu können, „ein sauberer und sicherer Ort zu werden“. Die Beratungen wurden allerdings durch das Eintreffen Gilaks und seiner Armee unterbrochen.[48]

Qoute1 (Weiß) Ja, Bosco, du hast absolut Recht. Die Wärme und Fürsorge der Leute hier? Das ist die höchste Form der Zivilisation, die es gibt! Qoute2 (Weiß)
— Erdkönig Kuei erkennt den Wert, dem Südlichen Wasserstamm die Zukunft zu ermöglichen. (Quelle)

Das Projekt geriet durch die Entführung des Erdkönigs in den Hintergrund.[49] Gilak hatte damit ein Druckmittel, um vorgeblich Hakoda für ihn einzutauschen. Das Erdkönigreich würde, wie er wusste, erneut in den Krieg ziehen, sollte dem Erdkönig etwas zustoßen. Sie ließen sich daher auf einen Geiselaustausch mit Gilak ein und hatten auch einen geheimen Plan vorbereitet.[50] Die Ereignisse gerieten außer Kontrolle, doch am Ende konnten sie mit vereinten Kräften alle Leben außer das des sturen Gilaks retten. Katara rettete dabei Malina das Leben, als sie erkannte, wie viel jener an ihrem Vater lag.[51] Katara konnte fortan besser mit der durch den Wiederaufbau des Südens eingetretenen Veränderung umgehen, wofür sie die Kraft aus dem Mut ihrer verstorbenen Mutter Kya schöpfte. Sie konnte Malina und Hakoda jedoch nicht davon überzeugen, die Ölraffinerie nicht zu bauen. Auch Proteste gab es noch immer.[52] Einen Wandel gab es allerdings beim Erdkönig, der begriff, dass „die Wärme und Fürsorge der Leute“ vom Südlichen Wasserstamm „die höchste Form der Zivilisation“ wäre, die es gäbe. Damit unterstütze auch das Erdkönigreich dieses Projekt und es konnte großflächig fortgesetzt werden.[53]

Nachwirkungen[]

Maliqs Philosophie über notwendige „Gleichwertigkeit“ und die Chance der Technologie als Ausgleichsfaktor zwischen Nichtbändigern und Bändigern stellte den Anfang der Equalistenbewegung dar, welche ihren Höhepunkt in der Anti-Bändiger-Revolution 170 NG fand.[54][55]

Unalaq:„Dort, wo ich herkomme, sind die Geister friedlich und erhellen den Nachthimmel.“
Korra:„Ihr meint das Nordlicht?“
Unalaq:„Ja. Früher gab es auch im Süden solch ein Licht. Während des Hundertjährigen Krieges ging dort die Harmonie verloren und das Licht ist verschwunden. Als der Krieg endete, half der Norden dabei, den Süden wiederaufzubauen – aber nur materiell, spirituell nicht. Jetzt tanzen die Geister nicht mehr an eurem Himmel. Es ist dunkel, und die Geister toben im Ewigsturm.“
— Unalaq und Korra. (Quelle)

Anders als um den Nordpol herum gab es im Süden in den Jahrzehnten nach Kriegsende Konflikte mit wild gewordenen Geistern. Der Wiederaufbau geschah zwar materiell, nicht jedoch spirituell, und die durch den Krieg verloren gegangene Harmonie wurde lange nicht wiederhergestellt. Das Südlicht verschwand und die Geister tobten im Ewigsturm. Erst in 170 NG zur Wintersonnenwende wurde das Problem durch Unalaq und Avatar Korra korrigiert.[56]

Aufgebauter Südlicher Wasserstamm

Metropole vom Südlichen Wasserstamm zur Lebzeit Avatar Korras.

Trotz des zweifelsfreien materiellen Erfolgs des Projekts verschärfte der große Einfluss des Nordens über die Angelegenheiten des Südens den Konflikt zwischen den beiden Schwesterstämmen, was schließlich zum Ausbruch des Wasserstamm-Bürgerkriegs im Jahr 171 NG führte.[57][58]

Konflikt[]

Beim Wiederaufbau des Südens ging es um die Frage, ob eine wirtschaftlich stärkere Gruppe einer schwächeren und kriegsgeschädigten bei der Wiederherstellung ihrer gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Funktionsweisen helfen sollte, auch wenn beides dann auch kulturell mehr von der stärkeren Gruppe geprägt wird.

Die Modernisierer um Hakoda oder Malina wollten ein Wiederaufbauprogramm mitsamt moderner Architektur, Infrastruktur, Fertigkeiten und wirtschaftlicher Prosperität. Dabei gab es Unterstützung aus dem Ausland. Sie waren uneins darüber, wie viel Kontrolle der Süden dabei selbst erhalten sollte.

Die Kritiker um Gilak warfen dabei den Modernisierern vor, ihre Heimat würde dadurch zu einer „billigen Kopie“ der Mächtigeren werden und sich dabei in eine politische, wirtschaftliche und ggfs. auch kulturelle Abhängigkeit begeben. Sie waren dabei durchaus bereit, einen globalen Konflikt zu riskieren, um ihre Interessen in ihrer Heimat durchsetzen zu können.

Hinter den Kulissen[]

Produktionsnotizen[]

  • Der Wiederaufbau des Südens handelt, wie weitere Stellen in den Comics von Gene Luen Yang, vom Motiv der Modernisierung. Die Frage nach den „Konsequenzen von gesellschaftlicher und technologischer Entwicklung – sowohl die Guten als auch die Schlechten“ begleitet diese Ära in der Avatar-Welt. In der realen Welt könne Modernisierung laut Yang oft mit Westernisierung gleichgesetzt werden, einer Ausbreitung westlicher Kultur. Auch wenn es im Avatar-Universum keinen richtigen „Westen“ gibt, wollten sie beim Wiederaufbau des Südens ähnliche Dynamiken zeigen. Sowohl die Technologie des Nördlichen Wasserstamms als auch die des Erdkönigreichs beeinflusste das Dorf, wie Sokka und Katara es aus Kriegszeiten kannten, und führte zu großem Wachstum.[17]

Trivia[]

  • Der „Westen“, insbesondere die Vereinigten Staaten, bauten nach dem Zweiten Weltkrieg das zerstörte Westeuropa wieder auf (vgl. u.a. Marshallplan), aber banden es auch nah an sich im Sinne einer Westernisierung. Ebenso wie der Südliche Wasserstamm profitierte auch Westeuropa massiv von dem Wiederaufbauprogramm, materiell, wirtschaftlich, politisch und ggfs. auch kulturell. Kritiker dieser Wandlungen könnten einen ähnlichen Anknüpfungspunkt für Kritik wählen, wie es Gilak und seine Anhänger getan haben, also man sei dadurch eine bloße „Kolonie“ geworden und seiner nationalen Identität beraubt.

Quellen[]

Einzelnachweise[]

  1. 1,0 1,1 Nord und Süd Band 1 (Seite 28)
  2. 2,0 2,1 Nord und Süd Band 2 (Seite 33)
  3. Nord und Süd Band 2 (Seite 43)
  4. 4,0 4,1 Die Belagerung des Nordens, Teil 2
  5. Drama um Hama
  6. Schatten der Vergangenheit
  7. 7,0 7,1 Konietzko, Bryan. Tumblr, 28.09.2013. The Legend of Korra is coming to New York Comic Con! (Abgerufen: 11.03.2021)
  8. Der Junge im Eisberg (Intro)
  9. Der Junge im Eisberg
  10. Der Avatar kehrt zurück
  11. Nord und Süd Band 3 (Seite 15)
  12. Zosins Komet, Teil 2: Die alten Meister
  13. Zosins Komet, Teil 4: Avatar Aang
  14. Nord und Süd Band 2 (Seite 28)
  15. Nord und Süd Band 1 (Seite 26)
  16. Nord und Süd (Seite 16) (Premium)
  17. 17,0 17,1 Nord und Süd (Seite 22) (Premium)
  18. Nord und Süd Band 1 (Seite 20 ff.)
  19. Nord und Süd Band 1 (Seite 71)
  20. Nord und Süd Band 2 (Seite 13)
  21. Nord und Süd Band 2 (Seite 9–12)
  22. 22,0 22,1 Nord und Süd Band 2 (Seite 40–43)
  23. Nord und Süd Band 1 (Seite 76)
  24. Nord und Süd Band 1 (Seite 30 ff.)
  25. Nord und Süd Band 1 (Seite 22)
  26. Nord und Süd Band 1 (Seite 35 f.)
  27. Nord und Süd Band 3 (Seite 10–13)
  28. Nord und Süd Band 2 (Seite 20)
  29. Nord und Süd Band 1 (Seite 56–60)
  30. Nord und Süd Band 1 (Seite 30)
  31. Nord und Süd Band 1 (Seite 10–19)
  32. Nord und Süd Band 1 (Seite 27–33)
  33. Nord und Süd Band 1 (Seite 37)
  34. Nord und Süd Band 1 (Seite 50)
  35. Nord und Süd Band 1 (Seite 54–61)
  36. Nord und Süd Band 1 (Seite 70 ff.)
  37. Nord und Süd Band 1 (Seite 75 f.)
  38. Nord und Süd Band 2 (Seite 5–8)
  39. Nord und Süd Band 2 (Seite 9–15)
  40. Nord und Süd Band 2 (Seite 33–44)
  41. Nord und Süd Band 2 (Seite 60 f.)
  42. Nord und Süd Band 2 (Seite 62–69)
  43. Nord und Süd Band 2 (Seite 70–76)
  44. Nord und Süd Band 3 (Seite 8 f.)
  45. Nord und Süd Band 3 (Seite 10–15)
  46. Nord und Süd Band 3 (Seite 16 ff.)
  47. Der Spalt Band 2 (Seite 48 f.)
  48. Nord und Süd Band 3 (Seite 22 f.)
  49. Nord und Süd Band 3 (Seite 40)
  50. Nord und Süd Band 3 (Seite 44 ff.)
  51. Nord und Süd Band 3 (Seite 59–69)
  52. Nord und Süd Band 3 (Seite 71)
  53. Nord und Süd Band 3 (Seite 74)
  54. Nord und Süd (Seite 88) (Premium)
  55. Die Offenbarung
  56. Das Südlicht
  57. Bürgerkrieg, Teil 1
  58. Bürgerkrieg, Teil 2
Advertisement