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Der Sumpfwasserstamm ist einer der drei Wasserstämme der Welt. Die Stammesmitglieder sind Nachfahren von früheren Mitgliedern des Südlichen Wasserstammes, die vom Südpol zum Erdkönigreich ausgewandert sind, wo sie einen weiteren Stamm gründeten, der im Laufe der Zeit seine eigene Kultur und Bändigungsart entwickelte.[2]

Geschichte

Ursprung

Tausende Jahre vor dem Hundertjährigen Krieg kamen Auswanderer vom Südlichen Wasserstamm in den Nebligen Sumpf im südwestlichen Erdkönigreich. Aufgrund des großen Wasservorkommens im Sumpf fühlten sie sich wohl und blieben.[2]

Erstes Treffen auf Team Avatar

Tho und Due, zwei Mitglieder des Sumpfwasserstammes, kämpfen bei der Invasion der Hauptstadt der Feuernation

Im letzten Jahr des Krieges stieß Team Avatar nach einer Bruchlandung im Sumpf auf ein paar der Stammesmitglieder und erfuhr so von der Existenz des Sumpfwasserstammes. Während Aang, Katara und Sokka die wässrigen Gebiete auf der Suche nach Appa und Momo durchzogen, trafen sie auf Huu, der sie sofort attackierte, um den Sumpf zu beschützen. Nachdem er allerdings von der Gruppe besiegt wurde, gab er ihnen eine Einführung in die Philosophie seines Stammes und über den Sumpf, was Aang erlaubte, die Verbindung des Sumpfes zur Welt zu nutzen, um Appa und Momo zu finden, die auf der Flucht vor ein paar Stammesmitgliedern waren, woraufhin die Gruppe den beiden zur Hilfe eilte. Tho und Due wurden in einen kurzen Kampf mit Aang und Katara verwickelt, allerdings stellten sie weitere Angriffe ein, als sie erkannten, dass letztere ebenfalls Wasserbändigen konnte, woraus sie beschlossen, Cousins zu sein. Wenig später kam Huu dazu und klärte das Missverständnis auf, bevor er Team Avatar zum Lagerplatz des Stammes brachte, wo sie sich an ein Lagerfeuer setzten und riesengroße, gebratene Fliegen aßen.[3]

Beteiligung am Hundertjährigen Krieg

Monate später reisten Hakoda und die Männer seines Stammes unter Sokkas Anweisung in den Sumpf, um dort den Sumpfwasserstamm aufzusuchen und rekrutierten deren Mitglieder für die anstehende Invasion in die Feuernation am Tag der Schwarzen Sonne, um Verstärkung zu holen.[1]

Sie bildeten vor den Großen Toren von Azulon gemeinsam mit Katara schützenden Nebel und lenkten bei der Invasion die Unterseeboote. Huu griff wieder als Sumpfmonster an. An Land kämpften sie mit Wasserattacken gegen die Feuernation. Nachdem die Invasion scheiterte, wurden die Stammesmitglieder zusammen mit dem Rest der älteren Beteiligten gefangengenommen.[4]

Nach dem Ende des Hundertjährigen Krieges, wurden sie wieder freigelassen und repräsentierten während Zukos Krönung zum Feuerlord ihren Stamm.[5]

Nach dem Krieg

Trotz ihres relativ kurzen Kontaktes mit der Außenwelt ist nicht bekannt, ob einige Mitglieder ab dem Zeitpunkt außerhalb des Sumpfes lebten. Sie trafen schließlich auf Toph Beifong, die nach ihrer Pensionierung und ihrer Weltreise beschlossen hatte, im Sumpf zu leben. Sie wurden oft von ihr zu einem Kampf herausgefordert, allerdings waren die Stammesmitglieder ihr immer unterlegen.[6]

Kultur

Ein Stammesmitglied bei der Zubereitung des Abendessens für den Stamm und Team Avatar

Der Sumpfwasserstamm ist eine Wasserstammniederlassung, die sich der gegebenen Situation eines Feuchtgebietes des Nebeligen Sumpfes, der sich im südwestlichen Erdkönigreich befindet, angepasst hat. Der Stamm ist relativ isoliert von den anderen beiden polaren Wasserstämmen geblieben und dem Rest der Welt, bis auf die Beteiligung an der Invasion der Hauptstadt der Feuernation im Jahr 100 NG. Ungeachtet der Beteiligung am Hundertjährigen Krieg ist der Sumpfwasserstamm komplett unabhängig von seinen beiden Schwesterstämmen.[3]

Er ist nicht von der Weltgemeinschaft formell als eine separate politische Einheit anerkannt worden und deshalb hat der Stamm zu keinem Zeitpunkt einen Repräsentanten im Großen Rat von Republica.[7]

Obgleich der Stamm technologisch nicht sonderlich weit entwickelt ist, besitzt dieser fähige Wasserbändiger, welche ihren Stil an ihre Heimat, den Sumpf, angepasst haben. Zu ihren Nahrungsquellen zählen kleines Wild sowie größere Insekten, allerdings scheuen sie sich vor dem Verzehr von Katzgatoren, welche sie domestizieren und als Haustiere halten.[3]

Der Banyanmangrovenbaum, das spirituelle Zentrum des Sumpfes

Die Mitglieder des Sumpfwasserstammes wissen um die Wichtigkeit des Banyangrovenbaums, da die Flora und Fauna des Sumpfes durch ihn verbunden ist. Er auch ein Platz voll von gewaltiger spiritueller Energie. Man kann dort die Erleuchtung erlangen, wenn die Person bereit dazu ist vom Sumpf zu lernen.[3]

Sie haben sich an ihre Umgebung angepasst und hegen tiefen Respekt für ihre Umwelt. Sie glauben, dass alle lebenden Wesen miteinander verbunden und aufeinander angewiesen sind. Dies rührt von ihrem Verständnis des heiligen Banyanmangrovenbaumes, wo manche Stammesmitglieder und einige wenige Außenstehende zur Erleuchtung gefunden haben.[3]

Mitglieder des Stammes teilen kaum kulturelle Eigenschaften mit ihren Vettern vom Nördlichen oder Südlichen Wasserstamm. Ihre Sprache weißt andere Merkmale auf: Sie ist weniger hoch entwickelt oder anspruchsvoll als man es von anderen Kulturen in der Welt gewohnt ist.[3]

Klare Geschlechterrollen scheint es nicht zu geben, da sowohl Männer als auch Frauen des Stammes beim Angriff auf die Feuernation beteiligt sind.[4] Hier gibt es allerdings mehr Überschneidungen mit dem Südlichen Wasserstamm als mit dem Nördlichen, aufgrund dessen, dass weniger patriarchale Strukturen vorhanden sind. Obwohl sie von ihren Schwesterstämmen isoliert sind, betrachtet der Sumpfwasserstamm sie dennoch als „Verwandte“.[3]

Sie halten sich außerdem einen Katzenalligator namens Slim als Haustier.[3]

Bändigungsstil

Im Vergleich mit den Wasserbändigern im Norden und im Süden benutzen die Sumpfbändiger einen völlig anderen Stil. Der Stil der Wasserbändiger im Nebligen Sumpf ist durch gerade und starre Bewegungen geprägt. So können die Sumpfbändiger sich leicht mit dem Schiff fortbewegen. Außerdem bändigen sie oft Pflanzen, die es im Sumpf im großen Ausmaß gibt.[3]

Kleidung

Die Stammesmitglieder des Sumpfwasserstammes verwenden grüne Kleidung in Kombination mit Elementen aus dem Sumpf, sodass sie wie eine gut getarnte lebende Pflanze wirken. Die männlichen Stammesmitglieder tragen große Blatthüte, Lendenschürze und Unterarm- und Schienenbeinschoner aus Blättern, während die Frauen längere Röcke und Bänder um die Brust tragen.[4]

Die Stammesmitglieder benutzen keine Schuhe und laufen am liebsten barfuß. Sie stellen aus den umliegenden Pflanzen des Sumpfes ihre Kleidung her und verwenden sie ebenfalls zur Tarnung, die im Gegensatz zu den Tarnfarben der einheimischen Fauna stehen.[3]

Sumpfschiffe

Sumpfschiff in Aktion

Sumpfschiffe sind kleine, kanuähnliche vom Sumpfwasserstamm entwickelte Schiffe. Die kleinen Boote werden umfassend von den Stammmitgliedern verwendet, um durch das Feuchtgebiet zu reisen. Die Schiffe werden durch den Gebrauch von Wasserbändigen angetrieben und von langen Ruderpinnen geführt, die die Kanus um die Hindernisse in den Wasserstraßen des Sumpfs ablenkt. Sumpfbändiger verwenden in erster Linie diese Boote, um zu jagen und zu angeln.[8]

Körperliche Erscheinung

Weibliche Sumpfwasserstammmitglieder bei der Invasion der Hauptstadt der Feuernation

Wie ihre polaren Cousins, haben die Stammesmitglieder dunklere Haare, die in der Regel dunklere Schattierungen von Braun bis Schwarz aufweisen. Die Augen, die anstelle von blau grün sind, ähneln denen vieler Erdkönigreichsbürger.[3]

Dorf

Das Dorf des Wasserstamms

Das Dorf, in dem die Bewohner des Sumpfwasserstamms wohnen, ähnelt dem Südlichen Wasserstamm gegen Ende des Hundertjährigen Krieges. Die Sumpfbändiger wohnen in einem relativ kleinen Dorf aus Hütten, die durch mittelange Stäbe erhöht werden, um vor Überschwemmungen geschützt zu sein. Nahe dem Zentrum der Siedlung gibt es eine Feuerstelle, an der die Bewohner essen.[3]

Trivia

  • In der englischen Fassung der Serie haben die Menschen aus dem Sumpfwasserstamm eine Redensart, die der am Mississippi-Delta ähnelt.
  • Sumpfwasserstammmitglieder kamen in dem kurzen Chibi-Clip Swamp Skiin' Throwdown vor.[9]
  • Außer Hama, Niyok, Nutha, Rafa und Misu sind sie die einzigen bekannten Mitglieder eines Wasserstammes, die vor der Gründung von Republica außerhalb der Pole in einer anderen Nation lebten.

Quellen

Einzelnachweise

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