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Qoute1 (Weiß) Wenn mein Vater etwas gut kann, dann ist es Krieg führen. Qoute2 (Weiß)
— Zuko über Ozai. (Quelle)

Das Kriegskabinett des Feuerlords[1], zuvor Kriegsrat des Feuerlords[2], war ein Gremium, in welchem hochrangige Führungspersonen versammelt wurden, um kriegswichtige Entscheidungen zu treffen. Sie tagten immer im Thronsaal des Feuerlords im Palast der Feuernation, welcher als Kriegsplanungsraum fungierte.[3][1] Auch in Friedenszeiten kam das Gremium zusammen, um über Fragen einer Kriegserklärung zu fungieren.[2][4]

Geschichte[]

Attentat in Zoryus Palast[]

Während des Szeto-Fests 295 VG verschaffte sich der Attentäter Yun Zugang zum Palast. Er demütigte unter anderem den gesamten Hofstaat im Palastgarten, zerstörte kulturelles Erbe in Form der Avatargemälde in der Königlichen Galerie, ermordete Lu Beifong, einen ausländischen Würdenträger, während er bei Feuerlord Zoryu zu Gast war, tötete Kanzler Dairin und versuchte auch, die Rektorin der Königlichen Akademie ebenfalls umzubringen.[5]

Das Volk der Feuernation wurde durch diese Vorkommnisse entsetzlich entehrt und der Kriegsrat kam zusammen. Einige verlangten bereits nach Vergeltung gegen das Erdkönigreich, dessen Bürger Yun war und dem vorgeworfen wurde, ihn geschickt zu haben, um der Feuernation Schaden zuzufügen. Zudem hatte das Erdkönigreich der Feuernation offenbar nicht erwähnt, dass Yun überhaupt noch am Leben war. Der Bruder des Feuerlords, Chaejin, der offiziell als Vertreter der Feuerweisen an dem Treffen teilnahm, aber sich selbst erhöhte und den Platz neben Zoryu auf der Thronplattform eingenommen hatte, ohne in der Thronfolge zu stehen und die Einladung des Feuerlords bekommen zu haben, verbrachte während des Treffens etwa zwanzig Minuten damit, dem Rest der Anwesenden zu versichern, dass ihre „Freunde jenseits des Meeres keine Schuld daran“ trügen. Es kostete ihn laut eigener Aussage „einiges an Anstrengung“, aber er konnte sie schließlich überzeugen. Dabei hätte Zoryu dies übernehmen müssen, doch er verhielt sich während des Treffens apathisch und ließ Chaejin an seiner statt das Ruder an sich reißen. Die Sitzung endete und die Teilnehmer mit Ausnahme der Halbbrüder verließen den Saal. Insbesondere die Mitglieder des Keohso-Klans murrten und waren sehr unbefriedigt über den Verlauf der Sitzung, den sie als demütigend empfanden, und betrachteten den Sohn ihres Klans, „das Kind“, als „eine Schande für die Krone“. Ein Minister schob sich als Nachzügler in dem Moment durch den Eingang, als Avatar Kyoshi den Thronsaal betrat.[6]

Hundertjähriger Krieg[]

Zukos Respektlosigkeit[]

Im Jahre 97 NG hielt das Kriegskabinett eine Kriegskonferenz ab. Kronprinz Zuko wollte sie betreten, wurde zunächst aber nicht hereingelassen. Iroh war der Ansicht, er würde dort nichts verpassen und die Besprechungen wären „furchtbar langweilig“. Zuko wollte als zukünftiger Regent jedoch möglichst viel lernen. Iroh zeigte sich schließlich einverstanden, mit ihm zusammen hineinzugehen, aber Zuko musste versprechen, nichts zu sagen, da „die älteren Leute“ dort „ein bisschen empfindlich“ wären.[1]

Verschiebung der 41

Verschiebung der 41. Division auf der Karte.

In der Konferenz hielt General Bujing einen Vortrag darüber, wo die Verteidigungsanlagen des Erdkönigreichs konzentriert waren: ein gefährliches Bataillon ihrer stärksten Erdbändiger und erfahrensten Krieger. Er empfahl deshalb den Einsatz der 41. Division des Militärs der Feuernation. Währenddessen schob er auf der Karte am Boden mit einem zweizackigen Metallstab eine Feuernation-Figur von der Chamäleonbucht nach Ba Sing Se, in dessen Nähe eine Handvoll Erdkönigreich-Figuren standen. Ein anderes Mitglied des Kriegskabinetts wandte ein, dass diese Division vollständig aus neuen Rekruten bestand, und fragte, wie Bujing denn von ihr erwarten könnte, eine so mächtiges Bataillon des Erdkönigreichs zu besiegen. Bujing erläuterte, dass er dies überhaupt nicht täte. Er wollte sie zur Ablenkung einsetzen, während andere Truppen von hinten den Angriff starten sollten. Er untermauerte dies mit der rhetorischen Frage, was ein besserer „Köder“ sein könnte als „junges Gemüse“. In diesem Moment schaltete sich ein aufgebrachter Zuko ein, der fassungslos darüber war, dass Bujing eine ganze Division opfern wollte. Diese Soldaten würden ihr Land lieben, doch der General würde sie mit der Aktion einfach verraten. Die gesamte Runde starrte daraufhin den Prinzen an. Zuko hatte den General öffentlich in Frage gestellt, wofür es nur eine Auflösung gab: ein Agni Kai. Zuko sah den General an und sagte, er würde sich vor nichts fürchten. Doch obwohl er sich gegen den Plan des Generals ausgesprochen hatte, geschah dies im Kriegskabinett des Feuerlords, sodass diese Respektlosigkeit als gegenüber seinem eigenen Vater gewertet wurde, sodass er sich mit jenem duellieren musste.[1]

Ozais Vernichtungsplan[]

Am Tag vor der Invasion in die Feuernation wurde eine Kriegskonferenz abgehalten. Prinzessin Azula hatte eine Einladung dafür erhalten, aber Zuko nicht, weshalb er annahm, sie wollten ihn wohl nicht dabei haben. Azula riet ihm zwar, einfach hinzugehen, da es selbstverständlich wäre, dass er eingeladen war, aber Zuko protestierte und schlug eine Teilnahme aus. Erst als er erfuhr, dass die höchsten Generäle, die Kriegsminister und auch die Prinzessin bereits eingetroffen waren, aber Feuerlord Ozai erst anfangen wollte, wenn Zuko auch dort war, ging er zur Konferenz hin.[7]

Er wurde dort von seinem Vater willkommen geheißen, während die Generäle Shinu und Bujing skeptische Blicke austauschten. Er verneigte sich vor seinem Vater und nahm rechts neben ihm Platz.[8] Er war dort drin also buchstäblich die rechte Hand seines Vaters.[7] Ozai bat Shinu um dessen Bericht. Dieser war gerne bereit, diesen zu schildern, und stand dafür auf. Er berichtete, dass sich Ba Sing Se noch immer in der Gewalt des Militärs der Feuernation befand, aber einzelne Erdbändiger-Rebellionen verhinderten, den endgültigen Sieg über das Erdkönigreich davonzutragen. Ozai fragte Shinu nach dessen Empfehlung, woraufhin dieser aufgrund der zahlenmäßigen Unterlegenheit ihrer Armee vorschlug, im Anschluss an die Sonnenfinsternis weitere inländische Truppen ins Erdkönigreich zu verlegen.[8]

Ozai verkündet seinen Vernichtungsplan

Euphorische Verkündung des Vernichtungsplans.

Ozai wollte dazu allerdings Rat von seinen Kindern einholen. Er fragte Zuko, welcher sich dort zuvor „unter die Bevölkerung gemischt“ hätte, ob er glaubte, dass weitere Truppen diese Rebellionen stoppen könnten. Zuko berichtete davon, dass die Menschen des Erdkönigreichs „stark und unglaublich stolz“ wären und „alles ertragen“ könnten, so lange sie noch Hoffnung hatten. Ozai wertete dies als einen guten Hinweis und schlussfolgerte, man müsste sie einfach „ihrer Hoffnung berauben“. Azula stimmte diesem Ansatz ebenfalls zu und regte an, das Ozai im Anschluss „den Rest des Landes möglichst hurtig in Schutt und Asche legen“ sollte. Ozai gab ihr Recht und schilderte seinen Plan, Zosins Kometen zu nutzen, um „das Erdkönigreich auszulöschen [...], und zwar für immer“, in Anlehnung an seinen Großvater Zosin, welcher einhundert Jahre zuvor die Macht des Kometen nutzte, „um die lästigen Luftnomaden auszulöschen“. Ozai betrat die Karte weiter Teile des Erdkönigreichs, die sich in der Mitte befand, und schwärmte davon, über die Luftschiffe Feuer über das Land regnen zu lassen, „ein Feuer, das alles zerstören wird“. Aus der Asche würde sich dann „eine neue Welt erheben [...], in der alle Länder zur Feuernation“ gehörten und über die er als oberster Herrscher, der Phönix-König, herrschen wollte. Die Anwesenden Generäle und Kriegsminister sowie Azula applaudierten. Zuko wollte gegen den Plan etwas einwenden,[8] präsentierte sich aber letztlich wie der perfekte Prinz, der Sohn, den sich sein Vater immer gewünscht hätte, aber letztlich zeigte er dem Kriegskabinett des Feuerlords lediglich eine Farce seiner Selbst.[7] Er bereute später, den Plan aus der Kriegskonferenz ohne Einwand passieren lassen zu haben.[8]

Mitglieder[]

Zu Zoryus Zeit[]

  • Zoryu: Feuerlord.[2]
  • Chaejin: Vertreter der Feuerweisen (welche vor dem Hundertjährigen Krieg einen Platz im Kriegsrat hatten).[5]

Zu Ozais Zeit[]

Shinu und Bujing

Shinu, Zuko und Bujing.

  • Ozai: Feuerlord.[1][8]
  • Zuko und Azula: Thronfolger des Feuerlords.[8]
  • Iroh: General.[1]
  • Bujing: General.[1][8]
  • Shinu: General. (ab 100 NG)[8]

Ausstattung[]

Das Kriegskabinett tagte für ihre Kriegskonferenzen im Thronsaal des Feuerlords im Palast der Feuernation. Dazu wurden mittig eine Karte und Sitzgelegenheiten platziert. Bujing war zudem mit einem zweizackigen Metallstab ausgerüstet, um Militäreinheits-Figuren auf der Karte zu verschieben.[1]

Vorgehensweise[]

Der Feuerlord nahm auf seinem Thron Platz, rechts und links daneben die Thronfolger, sofern die besondere Einladung seitens des Feuerlords dafür ausgesprochen wurde (ansonsten nahmen sie neben den Generälen Platz[1]).[8] Die Generäle und Kriegsminister nahmen an dem länglichen Tisch, dem der Feuerlord und die Thronfolger zugewandt waren, an den Seiten Platz.[1] Vor dem Krieg und der Politisierung des Amtes[9] entsandten auch die Feuerweisen einen Vertreter in den Kriegsrat.[5]

Es galt die Devise, dass das, was im Kriegskabinett passierte, im Kriegskabinett blieb (was anscheinend zu Zoryus Regentschaft nicht gegenüber dem Avatar galt[4]). Die Gesprächsinhalte waren also nicht für Außenstehende bestimmt. Genau so wichtig war es, dass dem Feuerlord nicht der Respekt verweigert werden durfte. Dies hätte ernste Konsequenzen zur Folge.[3] Dies galt auch, wenn beispielsweise ein General von jemandem, der dazu nicht autorisiert war, öffentlich in Frage gestellt wurde, da dies im Kriegskabinett des Feuerlords geschah, sodass es automatisch als Respektlosigkeit gegenüber dem Feuerlord selbst aufgefasst wurde.[1]

Beziehungen[]

Zuko[]

In der Zeit, in der Zuko nicht Teil des Kriegskabinetts war beziehungsweise nicht in Kenntnis darüber war, dass er wieder dazu gehörte, belastete ihn das Gefühl, dort nicht erwünscht zu sein. Dies verging, als er offiziell darüber informiert wurde, dass man nur auf ihn wartete, und er willkommen geheißen wurde.[7]

Hinter den Kulissen[]

Trivia[]

  • Die Devise, dass das, was im Kriegskabinett passierte, im Kriegskabinett zu bleiben hatte, erinnert an die erste (und zweite) Regel im Fight Club.
  • Zuko ist technisch gesehen die einzige bekannte Person, die gegen beide bekannten Regeln des Kriegskabinett verstoßen hat, indem er einerseits Team Avatar von Ozais Plan zu Zosins Kometen erzählte und andererseits Bujing (und somit den Feuerlord) öffentlich in Frage gestellt hatte.
  • Obwohl er im Jahre 100 NG Kriegsminister war, nahm Qin nicht an der Sitzung vor der Sonnenfinsternis teil.
  • In der originalen Sprachfassung von Durch den Wind wurden auch Admiräle zum Kriegskabinett gezählt, aber dies fiel der deutschen Synchronisation zum Opfer.

Quellen[]

Einzelnachweise[]

  1. 1,00 1,01 1,02 1,03 1,04 1,05 1,06 1,07 1,08 1,09 1,10 Der Sturm
  2. 2,0 2,1 2,2 Das Nachspiel, Der Schatten von Kyoshi (Seite 147)
  3. 3,0 3,1 The Lost Lore of Avatar Aang (Archiv von nick.com). Fire Nation War Chamber (Abgerufen: 12.08.2020)
  4. 4,0 4,1 Das Nachspiel, Der Schatten von Kyoshi (Seite 150)
  5. 5,0 5,1 5,2 Das Nachspiel, Der Schatten von Kyoshi (Seite 149)
  6. Das Nachspiel, Der Schatten von Kyoshi (Seite 147–150)
  7. 7,0 7,1 7,2 7,3 Durch den Wind
  8. 8,0 8,1 8,2 8,3 8,4 8,5 8,6 8,7 8,8 Zosins Komet, Teil 1: Der Phönix-König
  9. Avatar Roku (Wintersonnenwende, Teil 2)
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