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Qoute1 (Weiß) Ich bin derjenige, der unsere gigantische, wackelige Nation davon abhält, zu Staub zu verfallen. Weil wir so lange ohne Avatar auskommen mussten, fiel mir diese Pflicht zu. Und da ich meine Machtposition nicht mit einer adligen Abstammung rechtfertigen kann, bleibt mir nichts anderes übrig, als irgendwie dafür zu sorgen, dass die Leute mir gegenüber auf persönlicher Ebene loyal sind. Qoute2 (Weiß)
— Ein trauriger, wenig stolzer Jianzhu zu Kyoshi. (Quelle)

Jianzhu war ein Erdweiser aus dem Erdkönigreich[15], Ganjinese[16], Meister des Erdbändigens[17] sowie Freund und Lehrmeister Avatar Kuruks.[18] Trotz seiner nicht-adligen Abstammung war er zudem einer der einflussreichsten Politiker der Welt um die Jahrhundertwende vom 4. zum 3. Jahrhundert VG und in der Zeit auch der faktische Regent der meisten Teile des Erdkönigreichs.[19]

Geschichte[]

Frühes Leben[]

Jianzhu wurde im Jahre 345 VG[7][Anm. 1] im Stamm der Gan Jin geboren[16] und war nicht adliger, sondern vielmehr bescheidener Abstammung.[20][21] Schon früh in seinem Leben weitete er seinen Einfluss unter den Bürokraten von Ba Sing Se aus.[2] Er trainierte Erdbändigen bei Lu Beifong[13] und respektierte dessen Gemahlin Wumei sehr.[22]

Leben mit Kuruk[]

Bei einem Festmahl in einer Eishalle in Agna Qel'a war der junge Jianzhu Teil der Erdkönigreichsdelegation. Gefeiert wurde der neu bekannt gegebene Avatar, Kuruk. Mit seinen Bändigungslehrern hatte Kuruk eine Auseinandersetzung über seinen Erdbändigungsstil, welcher sehr von seinem Wasserbändigerstil beeinflusst war anstatt von der typischen Haltung eines Erdbändigers. Kuruk wollte alles in einem Geist vereinen, statt seinen Geist in vier Teile aufzuspalten. Überraschenderweise stimmte ihm nur eine einzige Person zu: Jianzhu. Trotz ihrer unterschiedlichen Persönlichkeiten verbrachten Kuruk und Jianzhu immer mehr Zeit zusammen. Sie bedurften beide eines wahren Freundes und fanden einander. Nachdem sie nach verblüffend langer Zeit schließlich eine Partie Pai Sho gespielt hatten, waren die Bande zwischen den beiden unzerstörbar und vollkommen. Die beiden Jungen setzten sprichwörtlich ihre Masken auf und erduldeten höflich die Lehrstunden ihrer Ältesten, bis Kuruk – dem Verständnis der traditionellen Lehrmeister nach – Feuer- und Luftbändigen gemeistert hatte, denn am Ende erwartete ihn als Geschenk ein Himmelsbison. So kam es, dass einer der Novizen des Südlichen Lufttempels Jianzhu und Kuruk dabei erwischte, wie sie sich in den Pferch schlichen, um eine Spritztour zu starten. Der Mönch drückte sie mit einem Luftstoß, welcher ihnen minutenlang die Lippen flattern ließ, an die Wand. Später knieten sie vor dem Abt des Tempels und Kuruks Älteren, um ihre Strafe bangend, wobei Jianzhu die Haare zu Berge standen wie Kaktusstacheln. Sie durften bis auf Weiteres nur noch mit einem Aufpasser reisen. Für jene Begleiterrolle wurde ihnen der gleiche Mönch zugewiesen, der ihnen so übel zugesetzt hatte: Kelsang. Schockiert stellten sie fest, dass er in ihrem Alter war.[23]

Ihre Gruppe wurde durch ein junges Mädchen aus dem Sei'naka-Klan namens Hei-Ran komplettiert, welches krankheitsbedingt für einen älteren Verwandten einsprang. Kuruk verliebte sich auf den ersten Blick in sie und jene erklärte unverzüglich und kühl, dass sie kein Interesse an einer Beziehung mit dem Avatar hätte. Dabei teilten Jianzhu und Kelsang zum ersten Mal so etwas wie einen Moment gemeinsamer Verbundenheit, als sie das Elend und Scheitern ihres Freundes mit ansahen: Sie schlugen sich gegenseitig auf den Rücken und lachten darüber, wie brutal Hei-Ran Kuruk hatte abblitzen lassen. Dabei entging ihnen, dass sich Hei-Rans Verbot von Romanzen lediglich auf ihre Arbeitszeit beschränkte. Doch in dieser Gruppenkonstellation durften sie endlich die Welt auf einem Himmelsbison bereisen. Während eines Fluges überraschte Kuruk seine drei Begleiter mit der Bitte um mehr Bändigungstraining. Sie waren zwar jung und keine etablierten Experten ihrer jeweiligen Disziplin, und außerdem war Kuruk bereits Meister aller vier Elemente, doch der Avatar war davon überzeugt, dass man nie aufhören sollte zu lernen und dass sich beispielsweise Pai-Sho-Großmeister, die Genies, einzig durch mehr gespielte Partien von mittelmäßigen Gesellen unterschieden. Jianzhu, Kelsang und Hei-Ran könnten den Avatar und sie alle sich gegenseitig besser machen.[24] Trotz seiner Abstammung[20] erwarb Jianzhu also das Recht, dem Avatar Kuruk das Erdbändigen zu lehren.[25] Und so übten sie, wann immer sie auf ihren Reisen Halt machten. Die vier Bändiger trainierten miteinander, wobei sie gegenseitig ihre Angewohnheiten identifizierten, korrigierten und ausmerzten, und dabei quasi kommunizierten, ohne zu sprechen, als wäre ihr Geist zu einer Einheit verschmolzen.[26] Hei-Ran, Kelsang und Jianzhu wurden zu den berühmten Begleitern des Avatars.[27] Unter Jianzhu wurde Kuruk zu einem meisterhaften und vielseitigen Erdbändiger, der Steine sehr präzise bändigen konnte oder sich häufig mit anderen starken Erdbändigern in Wettbewerben maß, in denen es darum ging, wer länger einen großen Felsen hochheben konnte.[28][29]

Nachdem Kuruk die Elemente erlernt hatte, reisten Jianzhu und weitere Begleiter mit Kuruk zu einem kleinen, unbewohnten Atoll, damit er den Avatar-Zustand zum ersten Mal auslösen konnte, ohne dabei jemanden zu verletzen. Trotz dieser Sicherheitsvorkehrungen zerstörte Kuruk dabei die Insel und tötete die anderen der Gruppe beinahe.[30]

Sie erlebten gemeinsame Abenteuer; beispielsweise reisten sie zu einer grünen Aue in der Nähe der Stadt Yaoping im Erdkönigreich, wo Kelsang den Avatar in die Geisterwelt führen wollte. Jianzhus und Hei-Rans Blicke hinter Kuruks Rücken waren voller Wärme.[31] Der Übergang in die Geisterwelt gelang Kuruk und Kelsang. Als Kuruk jedoch allein mit einem Keuchen wieder in der materiellen Welt erwachte und aufsprang, erntete er die überraschten Gesichter von Hei-Ran und Jianzhu, welche er ignorierte. Kuruk stahl Kelsangs Gleiter und flog davon, ohne seine Freunde einzuweihen. Am nächsten Morgen fanden die drei Freunde den Avatar, wie er blindlings durch die Straßen Yaopings kroch, mit Schaum vor dem Mund. Erst nach einigen Tagen konnte Kuruk wieder sprechen. Er versuchte, Kelsang, Jianzhu und Hei-Ran zu erzählen, was geschehen war, und konnte es nicht, weil die Worte ihm jedes Mal in der Kehle stecken blieben. Also erfand er stattdessen eine Geschichte über einen boshaften Geist, der ihn ausgetrickst und eine Zeit lang seiner geistigen Fähigkeiten beraubt hätte. Seine Freunde ließen ihn im Bett eines Gasthauses zurück und suchten nach einem Arzt. Jener kam vorbei, stellte keine körperlichen Mängel bei Kuruk fest und verordnete ihm Ruhe.[32]

Daraufhin waren die drei Freunde eines Tages unterwegs. Als sie zu Kuruk zurückkehrten, fanden sie ihn im Bett unter der Decke mit einem Dienstmädchen. Ringsum auf dem Boden lagen zerbrochene Flaschen verstreut. Während Kelsang ihn nicht verurteilte, war es Jianzhu egal: er war der Ansicht, der Avatar sollte sein Verlangen stillen, wenn es ihn überkam. Kuruk würde erst sehr viel später in seinem Leben den Unterschied zwischen den Reaktionen seiner beiden Freunde verstehen. Trotz alledem ließ sich die Gruppe nicht unterkriegen und ihre Abenteuer gingen weiter. Kuruk liebte seine bemerkenswerten Freunde sehr und deshalb wollte er sie in Unwissenheit über die Geisterangriffe lassen: er wollte Jianzhu, Kelsang und Hei-Ran vor den seelischen Schäden beschützen, die er selbst dabei erlitt.[33]

Nach außen stellte sich nur Kuruks wilder Lebensstil dar.[34][35] Jianzhu und Hei–Ran mussten oftmals bei Versammlungen hochrangiger Beamter den schönen Schein wahren, während Kuruk einen Rausch ausschlief oder den weiblichen Abgesandten schöne Augen machte.[36] Wenn der Avatar aufwachte, hatte Jianzhu zwangsläufig eine Lösung mit den Diplomaten, Ministern und Botschaftern ausgehandelt.[37]

Etwa im Jahre 316 VG, obwohl sich Kuruks Gefährten noch immer nahe standen, wandte sich jeder zunehmend seinem eigenen Leben zu, da es keine wirklichen Herausforderungen gab. Jianzhu fing an, auf dem Hof seiner Familie zu arbeiten.[38] Dass seine kostbare Freundesgruppe zerbrach, weil Jianzhu, Kelsang und Hei-Ran sich mehr von eigenen Wegen versprachen, bemerkte Kuruk kaum. Sie stoppten mit ihrer täglichen Partie Pai Sho und eines Tages bekam Kuruk von Jianzhu einen vorwurfsvollen Brief, weil er nicht zu Hei-Rans Hochzeit erschienen war.[37] Fünf Monate später wurde Jianzhus Vater krank.[34]

Jianzhu, der Kuruk am besten kannte, sah Kuruk zu Lebzeiten unfähig, seine persönlichen Talente für eine effektive Führung auf globaler Ebene einzusetzen,[39] wofür er sich selbst die Schuld gab.[25]

Als Kuruk im Jahre 312 VG[35] im Alter von nur dreiunddreißig Jahren starb, war Jianzhu unter den Personen, die von Kuruk in die Pflicht genommen wurden, den neuen Avatar aufzuspüren und sich seiner anzunehmen.[18]

Suche nach Avatar Kuruks Nachfolger[]

Erfolglose Methode[]

Trotz dieser Anordnung und seiner Freundschaft zu Kuruk hatten gemäß der Traditionen zunächst andere Erdweise das Recht, die traditionelle Methode der Richtungsgeomantie anzuwenden, wobei Jianzhu an mehreren Expeditionen teilnahm. Diese führten ihn in die leeren Kristallkatakomben unterhalb von Ba Sing Se, in eine abgelegene Gegend der Wüste Si Wong, die so trocken war, dass sich selbst die Sandbändiger nicht dorthin verirrten, oder auf einen Eisberg am Nordpol, wo nur Schildkrötenseehunde lebten.[17] Er erlangte nach Kuruks Tod auch den Besitz an dessen privaten Tagebüchern. In diesen befand sich auch die Information, dass der Geist Großvater Glühwurm menschliches Blut benötigte.[Anm. 2][40]

Folgen durch Daofei-Probleme[]

Zu Jianzhus Leidwesen erwies sich die Suche über einen sehr langen Zeitraum als erfolglos. Jianzhu und die anderen Meister hatten alles darangesetzt, um das Fehlen des Avatars geheim zu halten, doch vergebens, denn machthungrige und gesetzlose Daofei, die unter normalen Umständen großen Grund gehabt hätten, den Avatar zu fürchten, rochen den Braten und begannen, ihre Grenzen auszutesten und sich vorzuwagen.[18] Im tiefen Erdkönigreich brach der verheerende Gelbnacken-Aufstand aus,[41] während in den Gewässern die Fünfte Nation sich mehr und mehr ausbreitete. Bei einem Treffen mit Tulok, dem Anführer und Herrn der Piraten der Fünften Nation, saß er an einem Verhandlungstisch aus purem Eis. Jianzhu forderte ihn auf, das Versprechen seines Großvaters zu ehren und die südlichen Küstenlinien des Kontinents in Frieden zu lassen, doch der alte Seeräuber lachte nur schwindsüchtig. Blut und Schleim spritzten auf die einst von Avatar Yangchen ausgehandelten Verträge, während Leutnant Tagaka, Tuloks Tochter, Jianzhu ansah, als wäre er ihre Beute. Jianzhu musste sich auch dem Gelbnacken-Aufstand ohne Hilfe stellen. In der Mitte eines Dorfs im Herzen des Erdkönigreichs, welches gerade von Xu Ping An und die Gelbnacken „befreit“ worden war, stand er, seine Kleider nach verrottendem Fleisch riechend und die Schreie der Überlebenden vom Wind zu ihm herüber tragend, und musste sich von einem offiziellen Botschafter des Erdkönigs, welcher in einer Sänfte dorthin getragen wurde, minutenlang die Ehrentitel des Monarchen vorlesen lassen, nur um schließlich zu erfahren, dass er keine Verstärkung des Militär des Erdkönigreichs bekam. Mit beiden Daofei-Gruppierungen musste er sich alleine herumschlagen, also ohne die Anwesenheit eines Avatars.[42] Nach dem Tod Tuloks versuchte Jianzhu jahrelang vergeblich, mit dessen Tochter Tagaka eine diplomatische Lösung zu finden.[12]

Die Avatar-Relikte[]

Jianzhu begann, in Bezug auf die Suche nach dem neuen Avatar ein offenes Ohr für radikalere Vorschläge zu haben. Bei einem Besäufnis mit seinem Freund Kelsang, welches eigentlich dem Ertränken ihres Frustes dienen sollte, entstand eine vielversprechende neue Idee: wenn die Methoden des Erdkönigreichs das gewünschte Ergebnis nicht herbeiführen konnten, sollten sie sich der Methoden der anderen Weltreiche bedienen. Somit versuchten sie, trotz der Tradition, den Avatar mit den Avatar-Relikten der Luftnomaden zu identifizieren. Einen Probelauf dazu wagten sie im abgelegenen und ruhigen Yokoya.[43] Jianzhu ritt in die Stadt und war vom Anblick der mageren Felder erschüttert. Er entschied, dass diese trostlose Gegend der perfekte Ort für das frevlerische Experiment von Kelsang und ihm wäre. Lu Beifongs Einverständnis für die Aktion holte Jianzhu genauso wenig ein wie Kelsang Abt Dorje davon überzeugte, ihm die Reliquien zu überlassen. Sie verabredeten sich in der Versammlungshalle von Yokoya.[44]

In der Hafenstadt angekommen fragte Jianzhu sich, ob es die Ortsansässigen überhaupt kümmerte, dass direkt vor ihren Nasen mit Reichtümern beladene Schiffe vorbeisegelten.[45] Er stapfte durch den Schnee den Berg hinauf. Als er an der Holzsäule vorbeikam, passierte er sie, ohne sie eines Blickes zu würdigen. Am Ende der Straße mit verwitterten Häusern befand sich sein Ziel, die Versammlungshalle, in welcher Kelsang sich am Vortag eingerichtet hatte, um den Test der beiden vorzubereiten. Jianzhu schickte vor dem Betreten ein schnelles Gebet zum Wächter des Göttlichen Baumstamms. Er zog die Schneeschuhe aus und erblickte Kelsang hinter einem Türvorhang. Er sah die Spielzeuge und sagte zu seinem Freund, dass er nicht wusste, dass es so viel von dem Spielzeug gab, wonach Kelsang, sich nicht von seiner detailgetreuen Tätigkeit abbringend, entgegnete, dass er Jianzhu um Hilfe gebeten hätte, wenn er nicht gewusst hätte, dass jener es „ohnehin nicht richtig machen“ würde, was Jianzhu Kopfschmerzen bereitete, da sie den Punkt schon lange überschritten hätten, indem der Avatar sieben Jahre nach Kuruks Tod noch immer nicht gefunden war. Jianzhu fand, dass sie lange genug gewartet hätten, und war bereit, den Test in Angriff zu nehmen, nachdem Kelsang mittags seine Arbeit beendete und sich eine Schlange an durcheinanderredenden Kindern gebildet hatte.[46]

Qoute1 (Weiß) Tut mir leid, meine Gute[.] Wir können nicht alle etwas Besonderes sein. Qoute2 (Weiß)
— Jianzhu in Gedanken zu Aomas Mutter. (Quelle)

Jianzhu hatte allerdings nicht daran gedacht, was passieren würde, wenn ein Kind beim Test durchfiel und man ihm sagte, es sollte seine ausgewählten Spielzeuge zurücklegen und Platz für den nächsten Kandidaten machen. Er musste sich mit dem Geschrei der Kandidatenkinder wie auch mit den Blutsbanden der Eltern auseinandersetzen, wenn sie erfuhren, dass ihr Kind nicht das bedeutendste Kind auf der Welt war. Nicht wenige entgegneten beharrlich, dass sie bei ihrem Nachwuchs Ausprägungen eines Avatars bemerkt hätten.[47]

Jianzhu:„Okay. Fünfzig Silberstücke im Jahr, wenn sie der Avatar ist.“
Bauer:„Sechzig Silber im Jahr, wenn sie der Avatar ist, und zehn, wenn sie's nicht ist.“
Jianzhu:(brüllend) „WARUM SOLLTE ICH DICH BEZAHLEN, WENN SIE NICHT DER AVATAR IST?“
Jianzhu:(nach dem zweiten richtigen Spielzeug des Kindes) „[…] Ich meine natürlich, kein Problem. Abgemacht.“
— Jianzhu und ein Bauer aus Yokoya, nachdem dessen Tochter ein positives Anfangsergebnis erzielte. (Quelle)
Jianzhu und Kelsang mit den Avatar-Relikten

Jianzhu und Kelsang mit den Avatar-Relikten.

Ein Bauer wollte sogar ein Gehalt für sein Kind Suzu kassieren, was Jianzhu zunächst zurückwies, da ein Avatar zu sein kein bezahlter Posten wäre, doch nachdem das Mädchen ein positives Ergebnis herbeiführte, indem er gleich beim ersten Gegenstand einen richtigen wählte, korrigierte sich der Erdweise und bot fünfzig Silberstücke pro Jahr aus seiner eigenen Tasche, sofern das Kind der Avatar sein sollte. Der Bauer wollte feilschen, erhöhte auf sechzig Silber und forderte sogar zehn Silber, sofern Suzu nicht der Avatar wäre, was Jianzhu auf die Palme brachte. Doch nachdem die Tochter das zweite richtige Spielzeug auswählte, änderte Jianzhu seine Meinung und nahm das Angebot des Bauern an. Auch dem dritten Spielzeug näherte sie sich, was in Jianzhu ein Schwindelgefühl und pulsierende Hoffnung auslöste, doch anstatt es aufzuheben, zertrampele das Mädchen es. Der Bauer forderte seine zehn Silber ein, doch Jianzhu verwies ihn aus der Halle. Der Bauer und Suzu waren gerade im Begriff zu gehen, als Jianzhu darauf aufmerksam machte, dass sie ihre „andere Tochter vergessen“ hätten. Der Bauer entgegnete, dass das nicht seine und generell niemandes Tochter wäre. Es handelte sich also um eine Waise, die Jianzhu in den Tagen zuvor wahrscheinlich nicht in der Stadt gesehen hätte. Er ging zu ihr hinaus und sah, wie das Mädchen zitterte. Er erinnerte sich an hunderte von Kindern in den inneren Provinzen des Erdkönigreichs, welche unbeaufsichtigt auf den Straßen herumtrieben, nachdem ihre Eltern von Daofei erschlagen worden waren. Kelsang bot dem Mädchen im Rahmen des Tests ein Spielzeug an, doch Jianzhu wandte ein, dass sie wohl zu alt wäre, da sie größer war als manche Jugendliche. Kelsang jedoch ließ sich von der Idee nicht abbringen. Das Mädchen, welches sich als „Kyoshi“ vorgestellt hatte, griff schnell nach der Tonschildkröte, eines der wahren Avatar-Relikte. Nachdem Kelsang ihr anbot, sich noch drei weitere Spielzeuge zu nehmen, bemerkte Jianzhu deutlich, wie sich die Haltung Kyoshis veränderte, ähnlich wie bei einem Beben. Doch anstatt sich ein weiteres Spielzeug zu nehmen, rannte sie aus der Halle und floh durch die Stadt.[48]

Jianzhu schloss seine Augen gegen die Sonne und spürte seinen eigenen Pulsschlag. Er erinnerte sich an die Dilemmata bezüglich der Fünften Nation und des Gelbnacken-Aufstands sowie an das Fehlen eines Avatars, an dessen Seite er zu dieser und zu vielen anderen Zeiten hätte stehen sollen, bevor Kelsang ihn mit einem kräftigen Schlag auf den Rücken zurück in die Gegenwart holte. Kelsang versuchte ihn aufzumuntern, indem er mit guter Mine zum Ausdruck brachte, dass er statt dem Erdweisen das wichtigste kulturelle Artefakt seiner Nation verloren hatte, doch Jianzhu könnte Kelsangs Versuch, Trost zu spenden, in dem Moment nichts abgewinnen. Er bemühte jedoch, es sich nicht anmerken zu lassen, dass der Kelsang für diesen Kommentar am liebsten eine reingehauen hätte. Jianzhu wies darauf hin, dass sie dem Mädchen folgen müssten, doch Kelsang wollte dem Waisenkind nicht auch noch ein Spielzeug wegnehmen. Jianzhu fragte ungläubig nach, ob Kelsang wirklich den Luftnomadentest ruinieren würde, um ein Kind glücklich zu machen, doch jener zeigte sich zuversichtlich und entgegnete ihm, dass es irgendwann wieder am richtigen Platz landen würde, doch diese Zuversicht schwand aber im Zuge der Konfrontation mit der Realität, sodass er sich gegenüber Jianzhu vorsichtig korrigierte.[49]

Es entwickelten sich Gerüchte, dass Kuruk der letzte im Avatar-Zyklus gewesen wäre und die Vier Nationen einer Zeit der Zwietracht entgegenblicken würden, während die Stunde der Daofei und Kriegsherren gekommen wäre. Jianzhu und Kelsang waren jedoch noch nicht vollständig bereit aufzugeben und setzten ihre Reise fort.[50]

Sieg über die Gelbnacken[]

Jianzhu weigerte sich zuzulassen, dass die Welt mangels eines Avatars in Chaos verfiel. Er und Kelsang unternahmen einiges, um Leben zu retten und die Balance aufrechtzuerhalten, auch wenn es bedeutete, eine kompromisslose Vorgehensweise gegenüber Daofei-Verbrechern an den Tag zu legen.[51] Jianzhu erweiterte sein internationales Netzwerk an Verbündeten.[52] Da er seine Machtposition nicht mit einer adligen Abstammung rechtfertigen konnte, blieb ihm nichts anderes übrig, als irgendwie dafür zu sorgen, dass die Leute ihm gegenüber auf persönlicher Ebene loyal waren. Er wurde auf der Grundlage dieses Systems zum faktischen Regenten über das Erdkönigreich.[20] Neben Ba Sing Se konnte er vor allem auch in Gaoling und Omashu massiven Einfluss und Unterstützung gewinnen.[53][54] Zu seinen engen Verbündeten gehörte neben Statthalter Deng aus der Chamäleonbucht[55] auch Statthalter Te Sihung bei Zigan. Ursprünglich war er dagegen, einen solch jungen Statthalter einzusetzen, und dann noch einen, der aus einer Familie stammte, in der es einiges an Korruption gegeben hatte, was Jianzhu bekämpfen wollte, aber da Te insofern nützlich für ihn war, als dass er beispielsweise Informationen, die die Sicherheit des Erdkönigreichs betrafen, zuerst ihm und dann erst allen anderen Erdweisen mitteilte, ließ er diese Einsetzung zu.[52]

Auch die Daofei-Verfolgung musste er alleine in die Hand nehmen. So folgte er in jungen Jahren der Skorpionbande, einer kleinen Daofei-Gruppierung mit nicht mehr als zwölf Personen, am Rand der Wüste Si Wong entlang von Wasserstelle zu Wasserstelle. Als er sie einholte fand er heraus, warum sie so langsam vorwärts gekommen waren: zwei ihrer Mitglieder hatten sich die Fußfäule eingefangen und konnten nicht laufen. Die anderen hatten Tragen gebaut und sie die ganze Zeit durch die Wüste geschleppt. Hätten sie die Kranken zurückgelassen, wären sie entkommen, aber sie entschieden sich für ihre Bruderschaft. Dieses ehrenvolle Verhalten der Gruppe schindete Eindruck bei Jianzhu.[56]

Jianzhu begann auch damit, die Gelbnacken aktiv zu verfolgen, um sie zur Rechenschaft zu ziehen. Im Jahre 304 VG konnte er sie beim Zhulu-Pass schnappen und besiegen.[57][4][58] Zuerst statuierte er ein Exempel an den wenigen Erdbändigern unter ihnen, womit er sich Zeit ließ. Anschließend sagte er dem Rest, dass wer auch immer bis zum Sonnenuntergang die tiefste Grube ausheben und sich darin verstecken würde, verschont bleiben würde. Nur diejenigen, die nicht mithalten konnten, würden sterben. Sie buddelten mit ihren bloßen Händen und einige brachten sich gegenseitig wegen einer Schaufel um, wonach sie von selbst in ihre Löcher sprangen und selbstzufrieden zu Jianzhu hochsahen, da jeder von sich dachte, die überlebende Person zu sein. Danach brauchte der Erdweise nur noch Erde darüber schütten, um fünftausend Gelbnacken darunter zu begraben.[59] Die Überbleibsel der Daofei, die ihm entkommen waren, zerstreuten sich über das ganze Land, da sie die Konsequenzen begriffen, die der Pfad der Gesetzlosigkeit für sie unter Jianzhus Administration bedeutete.[60] Die Untergrundorganisationen mit diesen Personen hassten Jianzhu bis auf den Tod.[57]

Der Zhulu-Pass war lediglich ein Name auf einer langen Liste von Schlachten und Schauplätzen, die in Verbindung mit Jianzhus Namen standen. Er wurde zu einem Nationalhelden für das Erdkönigreich aufgrund seiner Erfolge gegen Daofei-Verbrecher.[4] Jianzhu schickte persönlich Berichte an den Erdkönig, in denen die Opfer des Zhulu-Passes aufgeführt wurden. Darunter befand sich auch der Anführer der Gelbnacken, Xu Ping An, sodass öffentlich davon ausgegangen wurde, dass er dort ums Leben gekommen war.[61] Dabei wurde er trotz Jianzhus großem Widerwillen von ihm am Leben gelassen, was eine Gefälligkeit gegenüber seinen Verbündeten in der Feuernation darstellte, welche die obskure Fähigkeit des Blitzbändigens an Xu untersuchen wollten. Jener wurde in Te Sihungs Gefängnis in Zigan, eines der sichersten der Region, gesperrt.[52]

Ausbildung Yuns[]

Entdeckung in Makapu[]

Bei einer Reise in 298 VG hatten Jianzhu und Kelsang im Dorf Makapu den dortigen Vulkan ausgekundschaftet. Sie beide hatten die Hoffnung, den Avatar zu finden, bereits aufgegeben, doch am letzten Tag ihres Ausfluges entdeckten sie Yun, welcher am Marktplatz Touristen bei einem Pai-Sho-Spiel mit dem Blindbeutelmanöver besiegte. Jianzhu fiel auf, dass der Junge jedes Mal die passenden Steine für Kuruks Lieblingsstrategien zog und ausspielte. Dabei handelte es sich um Tricks und Fallen, die Kuruk nur ihm und Kelsang anvertraut hatte. Jianzhus Zweifel lösten sich auf, sobald er Yun Erdbändigen sah. Folglich nahm er den jungen Erdbändiger unter seine Fittiche auf und identifizierte ihn als den nächsten Avatar, ohne dass es dafür einen Präzedenzfall gegeben hatte. Jianzhu verbot Yun, je jemandem von den Ereignissen zu erzählen, um seine Legitimität zu bewahren.[62]

Beginn der Ausbildung[]

Gleich nachdem sie Yun in Makapu gefunden hatten, hatte Jianzhu begonnen, sich Sorgen zu machen. Weil Daofei und korrupte Politiker von Kuruks frühem Tod profitiert hatten und der Todesfall eines Avatars zum falschen Zeitpunkt auch fortdauernd verheerende Konsequenzen befürchten ließ, musste Yun in die Lage versetzt werden, sich gegen Anschläge auf sein Leben zu verteidigen. Außerdem sorgte sich Jianzhu darum, dass die Legitimität des neuen Avatars mit hinterhältigen Tricks angefochten werden könnte. Er befürchtete, dass Yuns Feinde ihm Attentäter und Spione auf den Hals hetzen könnten, und wollte den Avatar zu seinem Schutz in den gleichen Fähigkeiten ausbilden. Zu diesem Zweck stellte er den geheimnisvollen Wasserbändiger Amak ein und ließ ihn Yun beibringen, wie er Gift widerstand – ein Training, welches sich Jianzhu auch selbst von Amak geben ließ[14]–, aber auch, wie er Feinde mit dem Messer und mit bloßer Hand eliminieren könnte. Der Unterricht war auf die Theorie beschränkt gewesen, aber Jianzhu arbeitete wohl geduldig daran, Yun vom abstrakten Wissen zur Praxis zu führen, damit aus ihm womöglich ein zweiter „Totengräber“ werden könnte.[63]

Schließlich erwarb Jianzhu ein eigenes Grundstück in Yokoya und sah es als den idealen Ort an, um den Avatar auszubilden, da der Ort fernab von Gesetzlosen verwüsteten Lande im Inneren des Erdkönigreiches und zugleich in ausreichender Nähe des Südlichen Lufttempels und des Südlichen Wasserstammes lag. Es war einfach, das Grundstück zu kaufen, doch nach der Errichtung des Herrenhauses – während dieses Prozesses lernte Jianzhu nebenbei einiges über den Aufbau der Häuser reicher Leute[64] – kritisierten die Dorfbewohner es und bezeichneten es als einen „Schandfleck“, wie ein „Fremdkörper, der über Nacht aus der heimischen Erde geschossen war.“ Dennoch blieb das Anwesen weiterhin bestehen und diente als neues Zuhause und Ausbildungsplatz des Avatars, wo er ihn unter anderem im Erdbändigen unterrichtete und seine Fortschritte im Auge behielt. Zur Bewachung des Anwesens stellte Jianzhu zwei Veteranen aus der Armee des Erdkönigreiches ein und sah zu, diese besser als der Erdkönig selber zu bezahlen. Auch hatte er auf Bitten Kelsangs hin ein Mädchen namens Kyoshi in seine Dienste aufgenommen. Jianzhu stellte seinem Freund das Geld bereit, damit er sich um Kyoshi kümmern konnte.[65] Nach Kyoshis Einstellung bekamen sie und eine Gruppe anderer junger Dienstmädchen mal ein paar Tage bezahlten Ausgang, um Qinchao zu besuchen. Jianzhu warnte eindringlich, nicht mit dem Gesetz dort in Konflikt zu geraten, damit nichts Schlimmes geschah, bevor sie gerettet werden konnten. Abgesehen von harmlosem Schabernack passierte dabei aber nichts Außergewöhnliches und alle kehrten sicher nach Hause zurück.[66]

Seitdem Jianzhu seine Flagge in Yokoya aufgestellt hatte, war der Ort ausschließlich am Wachsen und Gedeihen; er kümmerte sich um das Wohlergehen Yokoyas und der Bevölkerung.[67]

Als Jianzhu und Yun sich anfangs kennenlernten, spielten sie häufig Pai Sho miteinander, doch später verbot Jianzhu ihm das Pai-Sho-Spielen, um sicherzustellen, dass er von seiner Avatar-Ausbildung nicht abgelenkt werden würde. Zwischen den Trainingseinheiten unternahmen sie auf Pengpeng regelmäßig Reisen um die Welt, um wichtige Leute aus den Vier Nationen zu treffen, um Yun Weltoffenheit zu vermitteln.[68]

So führten einige Reisen Meister und Schüler in die Feuernation zu Feuerlord Zoryu.[69] Auf einer davon gaben sie jenem den Rat, das Programm zum Aufspüren und Listen von Doppelgängern neu zu starten. Sie plädierten dafür, ein Double für Yun parat zu haben, um Reden zu halten und Attentätern einen Strich durch die Rechnung zu machen.[70]

Auf einer ihrer Reisen untersuchten sie in den Küsten südöstlich des Erdkönigreiches das Ausmaß der Schaden, den ein Piratenangriff hinterlassen hatte, und fanden verlassene Häuser als Folge von den Verschleppungen der Dorfbewohner durch die Piraten vor. In jener Nacht nach ihrem Fund erklärte Jianzhu ihm, dass der Erdkönig seinen Untertanen keinen Schutz gewähren würde und dass sie damit auf sich allein gestellt wären.[71]

Es gelang Jianzhu und Yun, allmählich, nach der langen Zeit der Ungewissheit und des Chaos, ein labiles Gleichgewicht aufzubauen. „Avatar Yun“ gab den Menschen das Vertrauen, die Welt könnte doch noch gerettet werden.[72] Zudem hatte Jianzhu Yun erklärt, dass viele mächtige Menschen auf der Welt den Ruf des Avatars zu ihrem eigenen Vorteil ausnutzen wollten, insbesondere Erdweise aus dem Erdkönigreich. Einer der Gründe, warum Jianzhu und Yun so hart arbeiten, so viel Gutes für die Vier Nationen tun wollten, lag darin, dass dies die Chance verringerte, dass ein anderer Weiser versuchte, Jianzhu den Avatar wegzunehmen.[73]

Maßnahmen[]

Zwei Jahre nach Yuns Entdeckung fand Jianzhu seinen Schüler eines Tages bei einem Streit mit Hei-Ran, welche sich dazu bereit erklärt hatte, jenen im Feuerbändigen zu unterrichten, vor. Er berief ihn für eine gemeinsame Teepause in einem der Lagerbereiche des Anwesens und zeichnete ein Pai-Sho-Brett in den Boden. Er berichtete Yun von den Neuigkeiten, die ihm die Abgesandten überbracht hatten, welche beinhalteten, dass Tagaka sich dazu bereit erklärt hätte, eine neue Version des Vertrages ihres Urgroßvaters zu unterzeichnen. Jianzhu sagte Yun, dass ihr Sinneswandel seinetwegen wäre, und klärte ihn über die Einzelheiten auf. Als er jenen fragte, wie sie vorzugehen hätten, zeigte er sich beeindruckt und stolz auf ihn, lobte ihn für sein Vorausdenken und beichtete ihm, dass er Kuruk in diesen Belangen überträfe. Als Yun ihm darauf sagte, dass Hei-Ran fände, er wäre zu sehr wie Kuruk, gab Jianzhu ihm zu verstehen, dass sie genauso wie fast alle anderen Menschen, die er getroffen hatte, ihn lieben würde. Jianzhu deduzierte, dass die Erde selbst ihn lieben würde, und kam zu dem Ergebnis, diese Bindung aufzuheben, damit Yun in den angemessenen Geisteszustand zur Meisterung der anderen drei Elemente gelangen könne. Um dies zu erreichen, leitete er Yun dazu an, die erste Form des Sonnenlichtsammelns durchzuführen, und wartete geduldig mit Hei-Ran an seiner Seite.[74] Jianzhu hatte Kelsang zudem vom Trainingsgelände verbannt, damit Yun nicht vorzeitig vom Luftbändigen träumte und sich so nur auf ein bestimmtes Element konzentrieren konnte.[75]

Treffen mit Tagaka[]

Vor dem Aufbruch ins Ostmeer nahe des Südpols hatte Jianzhu Kyoshi, welche sich auf Yuns Bitte hin dazu bereit erklärt hatte, ihn zu begleiten,[76] noch Kleider gegeben, um für die Situation passend gekleidet zu sein. Jianzhu begleitete mit weiteren Gefährten Yun zur Vertragsunterzeichnung mit Tagaka und reiste auf einem Schiff dorthin. Als Yun ihn darum gebeten hatte, die Reise getrennt anzutreten, um Zeit für sich zu haben, zeigte sich Jianzhu unglücklich darüber, gestattete es ihm aber dennoch. Nach einer dreistündigen Reise Richtung Süden erreichten sie den Treffpunkt, welcher auf einem Eisberg war. Da sein Schiff zu groß war, um anlegen zu können, legten er und die anderen den restlichen Weg in Beibooten zurück. Jianzhu erreichte das Ziel vor den anderen Booten und hielt, während er seine Felle glatt strich, Ausschau nach Gefahr, als er jenes verließ. Als Tagaka mit ihrer Mannschaft eintraf, musste sich Jianzhu der Tatsache gegenüber stellen, dass Kyoshis Anwesenheit für Aufmerksamkeit sorgte, aber kommentierte dies nicht und zeigte sich stattdessen dankbar für Tagakas Gastfreundschaft, als diese sie zu einem gemeinsamen Essen und Getränke einlud.[77]

Beim Abendessen saß Jianzhu als Teil von Yuns innerem Zirkel bei Tisch und schaute ihm beim Pai-Sho-Spielen zu. Nachdem die heitere Stimmung schlagartig kippte, beobachtete er seinen Schüler ruhig, als dieser sich mit Tagaka unterhielt. Als Tagaka infolgedessen Jianzhu mit seinen vergangenen Taten am Zhulu-Pass konfrontierte, zeigte jener sich ruhig und antwortete ihr, dass es sich bei vielen Erzählungen über seine Großtaten um reine Übertreibungen handelte. Nachdem Tagaka und ihre Gefährten das Zelt verließen, musste sich Jianzhu dem Zorn Yuns stellen, welcher von ihm die Wahrheit über seine Taten verlangte. Daraufhin erklärte ihm der Erdweise, dass er stets lediglich im Namen von Gerechtigkeit gehandelt hatte. Kurz danach ordnete er die anderen dazu an, das Zelt zu verlassen, um alleine mit Yun zu reden. Ihr Gespräch eskalierte, als einer von ihnen einen Teller zerschellen ließ und dadurch die Aufmerksamkeit der anderen erregte, worauf Kelsang zu ihnen ins Zelt eilte, was beide Erdbändiger verstummen ließ.[78]

In der Nacht besprachen Jianzhu und der Avatar die Strategie.[79] Teil davon war, dass Yun die Freilassung eines gewissen Prozentsatzes der Gefangenen in der Verhandlung mit Tagaka einfordern sollte.[80]

Am nächsten Morgen frühstückte Jianzhu gemeinsam mit Yun und seinen Gefährten am Fuße des Eisbergs, ohne dass es weitere Probleme zwischen ihnen gab. Als es Zeit für die Vertragsunterzeichnung wurde, signalisierte Jianzhu allen zum Aufbruch und richtete ein paar Worte an seine Gefährten. Als einer der entscheidenden Vertreter von Yuns Delegation stand Jianzhu gegenüber von Tagakas Seite und beobachtete leise das Geschehen zwischen Yun und der Piratenkönigin, als sie gegenseitig einen neuen Vertrag aushandelten. Doch Jianzhus Gemüt wandelte sich, als sein Schüler entgegen ihrer vorherigen Abmachung die Freilassung aller Gefangenen der Piraten forderte anstatt nur einen bestimmten Prozentanteil. Dieser zeigte ihm daraufhin nur den Handrücken, worauf Jianzhu verstummte und weiter zuhörte. Yun blieb beharrlich, was Jianzhu, Hei-Ran und Amak für den naiven Trotzanfall eines bockigen Kindes hielten.[81]

Als Tagaka jedoch wenig später ihre Maske fallen ließ, wurde der Erdweise gemeinsam mit Hei-Ran und Rangi von Tagakas Männern von unterhalb der Eisfläche an den Fußgelenken gepackt und hinuntergezogen.[82]

Es gelang ihnen, sich aus dem Eisberg zu befreien. Auf Pengpeng flog Jianzhu die zwei Feuerbändigerinnen durch die Luft und wich jeglichen Angriffen aus, während Hei-Ran und ihre Tochter die Piraten aus der Luft bekämpften. Nachdem die beiden vom Bison hinuntersprangen, um auf der Eisoberfläche weiterzukämpfen, nahm sich Jianzhu den Schiffen an, doch nicht ohne vorher einen Blick auf die Steinmonolithen vom Meeresboden, die Kyoshi zuvor erhoben hatte, zu werfen, und in der Hitze des Gefechts durchdringenden Augenkontakt zur Erdbändigern aufzunehmen, der erst unterbrochen wurde, als Hei-Ran Jianzhus Namen rief. Er zog Pengpeng wieder nach oben und sie flogen zur nächstgelegenen Steinformation, bevor er sich fallen ließ. Während seines Falls begann er, durch Kyoshi zur Genüge mit seinem Element ausgestattet, damit, flache Tafeln aus Stein von den Felsen unter ihm zu schälen und diese zu sich hochfliegen zu lassen. Er baute schnell eine steile Rampe unter sich, auf der er landete, ohne an Schwung zu verlieren. Er sprintete auf die sich entfernenden Schiffe zu und wirbelte dabei mit seinen Armen hin und her, um eine improvisierte Brücke vor sich über das Wasser durch die Luft zu bauen. Die Bändiger der Fünften Nation schickten Wasserfontänen und Feuerstöße in seine Richtung, über die er allerdings behände hinweg sprang oder glitt. Er rannte an der Flotte vorbei zum Flaggschiff und kreuzte mit seiner Brücke in großer Höhe dessen Kurs, bis er schließlich auf eine Eisscholle in Sicherheit sprang und die Steinbrocken auf das Schiff fielen. Als der Fuß seiner Brücke nachgab und alles auf den Bug niederprasselte, wurde das Heck aus dem Wasser gehoben und die restlichen Schiffe der Flotte prallten mit ihm zusammen oder verfingen sich mit ihrer Takelage im Wrack, sodass Jianzhu mit der Aktion quasi die gesamte Schiffsmacht der Fünften Nation gebrochen hatte.[83]

Zweifel über die Avatarschaft[]

Im Krankenflügel[]

Nach der Schlacht besuchte Jianzhu Kyoshi im Krankenzimmer des Herrenhauses. Er hielt bei ihrem Aufwachen eine Kürbisflasche voll Wasser für sie bereit und reichte sie ihr. Er musste schmunzeln, als sie trotz des Versuchs, möglichst vornehm zu trinken, ein paar Tropfen auf ihrer Decke verschüttete. Er ließ den Tag Revue passieren, an dem Kelsang und Kyoshi ihm von ihrem Problem beim Erdbändigen erzählt hatten, nämlich dass sie keine kleinen Dinge beeinflussen, nichts außer größeren Felsen bewegen konnte. Für Jianzhu war es aber neu, dass sie im Gegenteil sogar Berge versetzen konnte. Jianzhu gab an, nicht einmal er hätte das schaffen können, was ihr beim Eisberg gelungen war. Kyoshi beharrte, nichts von diesen Fähigkeiten gewusst zu haben, und als sie erklärte, dass sie mit dem Denken aufgehört hätte, als Yun in Gefahr war, schwenkte sie sogleich das Thema dahingehend um, dass sie sich nach Yuns und Kelsangs Wohlbefinden erkundigte. Jianzhu antwortete ihr, dass sie sich keine Sorgen um sie machen bräuchte. Anschließend stützte er seine Ellenbogen auf die Knie, verschränkte die Finger, wirkte erschöpft und starrte wortlos zu Boden, um sich innerlich zu sammeln, bevor er Kyoshi von dem Erdkönigreich erzählte. Er nannte es ein „ziemliches Durcheinander“. Er gab sich locker und zwanglos, als er sich daran machte, dies auszuführen. Er beschrieb die mehreren Königshäuser, Dialekte, Mode, Unterschiede in der Sitte und die Vielfalt. Die Daofei, die es so nur im Erdkönigreich gab, wären die Konsequenz der mangelnden Autorität und er selbst wäre derjenige, der die nicht beneidenswerte Aufgabe hatte, die Nation irgendwie zusammenzuhalten. Der Erdweise beschrieb, wie dies in der Praxis aussah, wie er seine fehlende adlige Abstammung mit persönlicher Loyalität ersetzen musste, auch im Ausland, um seine Machtposition zu rechtfertigen, und er wirkte müde. Er hoffte, Kyoshi verstünde dadurch, dass ohne Loyalität alles auseinander bräche, machte eine Bändigungsbewegung, durch die Staub durch die Dachbalken rieselte und als Wolke zwischen ihnen durch die Luft zwischen ihnen schwebte, und fragte Kyoshi anschließend, ob sie ihm, nachdem er ihr dies alles erzählt hatte, etwas über ihre Aktion beim Eis sagen mochte. Kyoshi entschuldigte sich, blieb aber bei ihrer Aussage, nichts von ihren Fähigkeiten gewusst und aus Panik gehandelt zu haben. Jianzhu lächelte, stützte sich auf die Knie und stand wieder auf. Er schilderte noch weitere Daofei-Erfahrungen und teilte seine Schlussfolgerung mit, dass Daofei wie Tagaka nicht das wahre Problem, sondern nur ein Symptom wären für das, was geschah, wenn Menschen der Auffassung waren, sich der Autorität des Avatars widersetzen zu können, als hätte jener keine richtige Legitimität. Er sah zu Kyoshi hinunter und drückte seine Freude darüber aus, „eine weitere mächtige Erdbändigerin“ an seiner Seite zu wissen. Er selbst wäre, all seinen vorangegangenen Ausführungen zum Trotz, lediglich eine Notlösung, ein Lückenfüller, bis der Avatar wieder für Stabilität und Gleichgewicht im Erdkönigreich sorgen könnte. Kyoshi fragte den Mann, ob Kuruk sich um die Daofei hätte kümmern müssen, was Jianzhu nickend beantwortete. Er selbst gab sich die Schuld dafür, dass Kuruk untergegangen war, da er ihm zwar das Erdbändigen beibringen konnte, aber keine Weisheit. Er fühlte sich selbst verantwortlich dafür, und empfand, dass Menschen noch immer für seinen Fehler bezahlen würden. Jianzhu wandte sich zur Tür, hielt noch kurz inne, um Kyoshi mitzuteilen, wo sich Yun und Kelsang aufhielten, empfahl ihr aber, sich noch ein wenig auszuruhen, bevor er das Zimmer und den Krankenflügel verließ.[84]

Zunderprobe mit Kyoshi[]

Weil Jianzhu nicht wusste, welches der Kinder unter seinem Dach, Kyoshi oder Yun, der Avatar war, hatte er seiner Dienerschaft gegenüber angeordnet, dass Kyoshi wie eine Adlige speisen sollte, bis er Gewissheit hatte. Eine Stunde nach dem Beenden ihrer Mahlzeit wollte Jianzhu sie auf dem Trainingsplatz sehen. Arbeiten sollte sie fortan nicht mehr.[85]

Jianzhu wartete in der Mitte des Trainingshofs auf Kyoshi. Als sie sich, wie für eine Dienerin typisch, vor ihm verbeugte, wies Jianzhu sie an, dies fortan sein zu lassen. Er führte sie in eines der Seitenzimmer, einen eifrig leer geräumten Lagerraum. Hei-Ran wartete darin auf die beiden. Sie führte mit Kyoshi die Zunderprobe aus, während Jianzhus Anwesenheit raubvogel-artige Wirkung bei dem Mädchen entfaltete. Kyoshi mühte sich ab, aber das Ergebnis war nicht erfolgreich, obwohl sogar Feuerbändiger-Babys unter jenen Bedingungen nur wenige Sekunden bräuchten, wie Hei-Ran Jianzhu erklärte. Kyoshi fragte verständnislos, ob Yun denn nicht diesen Test schon bestanden hätte, doch Jianzhu antwortete ihr nicht. Er drehte sich um und stürmte aus dem Raum, schlug mit der Faust gegen den Türrahmen und die neben der Tür aufgestapelten Erdbändigungsscheiben zerfielen zu Staub.[86]

„Ausflug nur für Erdbändiger“[]

Yun sollte Kyoshi, welche sich nach der Zunderprobe in der kleinen Bibliothek versteckt hatte,[87] finden und am Nachmittag zu Jianzhu bringen. Jener sagte, er hätte „Lustiges“ mit ihnen vor.[88] Als sie zusammenkamen, informierte der Erdweise die beiden Kinder über seine Schulter hinweg darüber, dass Kelsang mehr Zeit bräuchte, um gesund zu werden. Unterdessen würden die drei eine „spirituelle Übung durchführen“, welche „ein wenig mehr Licht“ in ihre Situation bringen könnte. Er sagte den beiden, sie sollten es sich als einen kleinen „Ausflug nur für Erdbändiger“ vorstellen. Sie flogen dafür auf Pengpeng in Richtung der Xishaan-Berge. Yun fragte ihn vorsichtig, ob sie in eine derart entlegene Region fliegen würden, um den Avatar-Zustand hinauf zu beschwören, doch Jianzhu schnaubte und sagte Yun, er sollte keinen Unsinn reden. Kyoshis Frage, was der Avatar-Zustand wäre, beantwortete Jianzhu dahingehend, dass er jenen als „ein Werkzeug“ und „einen Verteidigungsmechanismus“, einen „höhere[n] Bewusstseinszustand“ und ging kurz auf die Fähigkeiten und Vorzüge dieses Zustands ein. Jianzhu erklärte aber, dass sie aufgrund der Gefahren mit Kuruk zu einem unbewohnten Atoll geflogen waren. Er lenkte Pengpeng ein Stück weiter nach unten und ließ ihn kurz darauf inmitten eines halb verfallenen Dorfes landen. Trotz des nicht ansprechend aussehenden Dorfbilds wäre dort ein „bedeutender Ort spiritueller Energie“, wie Jianzhu erklärte. Yun hielt es eher für eine „Einöde“ und Jianzhu räumte ein, dass es beides wäre. Er erläuterte, dass sie dort mit einem Geist kommunizieren wollen würden, „der durch die Zerstörung aus seinem Schlummer gerissen wurde“. Jianzhu äußerste Hoffnung, dass entweder Kyoshi oder Yun dabei helfen könnte, „sein Leiden zu lindern“. Yun äußerte Zweifel daran, dass die Möglichkeit, mit Geistern zu kommunizieren, einen sofort zum Avatar machen würde, und Jianzhu gestand, dass die Methode nicht perfekt wäre, denn sonst hätte er sie bereits lange Zeit zuvor angewandt. Sie stiegen auf einen schmalen, steilen Pfad den Berg hinauf, bis jener auf einem breiten Felsabsatz endete. Jianzhu forderte die beiden Jugendlichen auf, sich in die Mitte zu setzen. Jianzhu führte aus, dass zwar nicht die Sonnenwende, aber kurz vor der Dämmerung war, die Tageszeit mit der höchsten spirituellen Aktivität. Jianzhu wollte beide in eine Meditation führen. Er sagte Yun, Kyoshi zu helfen, falls sie es brauchte. Jianzhu holte, nachdem beide die Haltung eingenommen hatten, eine kleine Feuerschale mit einem Räucherstäbchen hervor und riss einen Witz darüber, ob ihm jemand beim Anzünden mit etwas Feuerbändigen hälfe, wofür er lediglich verständnislose Blicke erntete. Er fand aber mit einer Ironie, dass es einen Versuch wert gewesen wäre, bevor er das Stäbchen mit einem Schwefelholz entzündete. Er wich anschließend zurück bis zum Ende der Terrasse und verharrte dort ähnlich wie der Schattenstab einer Sonnenuhr. Er begann mit seiner geführten Meditation: sie sollten die Augen schließen und sie geschlossen halten, ihre Energie aus sich herausströmen lassen, damit der Geist „eine Kostprobe bekommen“ könnte. Jianzhu meinte, Kyoshi sollte aufhören, sich selbst zu beherrschen und klein zu machen, und dürfte sich ausstrecken und zu ihrer vollen Ausdehnung anwachsen. Die geführte Meditation schien zu funktionieren, und Jianzhu sagte sanft, die beiden sollten ihre Augen geschlossen halten und Klänge hören, Gerüche wahrnehmen, sie auf ganz natürliche Weise spüren und sie vorüberziehen lassen. Ein Gespräch zwischen Kyoshi und Yun wurde nicht von Jianzhu unterbrochen, was Kyoshi seltsam vorkam, doch in dem Moment erschien Großvater Glühwurm.[89]

Jianzhu zeigte sich im Gegensatz zu Kyoshi und Yun unbeeindruckt vom Anblick des Geistes. Er grüßte ihn. Als Großvater Glühwurm Jianzhu, welchen er „Architekt“ nannte – die beiden hatten sich lange zuvor bereits gesehen und kannten einander daher bereits[Anm. 3] –, fragte, was er ihm gebracht hätte, erklärte Jianzhu, er hätte „eine Frage“. Der Geist seufzte, verfluchte Koh dafür, dass dank ihm jeder Mensch glauben würde, er könnte „einfach so zum Ältesten und Weisesten“ der Geister marschieren „und Antworten verlangen“, doch Jianzhu versteifte sich, beharrte, dass die Frage wichtig wäre. Er fragte, welches der beiden Kinder der Avatar wäre. Glühwurm lachte und erklärte, dass er ihr Blut brauchen würde. Jianzhu war sich darüber im Klaren, weil er Kuruks private Tagebücher gelesen hatte.[Anm. 3] Er erklärte, „das unfehlbare Urteil eines großen und uralten Geistes“ wie Glühwurm zu benötigen. Als Glühwurm mit der Überprüfung begann, kämpfte sich Yun neben Kyoshi auf die Knie, wodurch Jianzhu sich überrascht zeigte, dass Yun sich bewegen konnte, woraufhin jener ihn an das Gifttraining mit Amak erinnerte. Der Geist bestätigte nach einer brutalen Prüfung, dass Kyoshi der Avatar war.[90]

Im Anschluss war Jianzhu sofort über den beiden Teenagern. Mit einer scharfen, präzisen kleinen Wand trennte er den schleimigen Auswuchs ab, der sich um Kyoshis Knöchel geschlungen hatte, und zog sie mit seinen eigenen Händen in Sicherheit. Er rettete nur Kyoshi, welche er auf den Boden legte und umdrehte. Der Geist war zornig darüber, dass sie erst seine Hilfe in Anspruch nahmen und ihn dann angriffen. Jianzhu ging in Erdbändigerstellung, suchte vorsichtig nach festem Stand und erklärte, er könnte nicht riskieren, dass Glühwurm Kuruks Reinkarnation nahm. Er verdeutlichte, dass Glühwurm das Blut durch das Ritual bereits bekommen hätte, was den Preis begleichen würde, doch Glühwurm fand, der Preis wäre nun gestiegen, und nahm Yun in sein Gewahrsam. Nachdem jener in den Tunnel gerissen wurde, stieß Jianzhu seine Faust in die Luft, um das Loch wie eine Felslawine zu verschließen.[91]

Nachdem Kyoshi die unkontrollierter Wut ergriffen hatte und begann zu taumeln, kam Jianzhu auf sie zu und sagte, es täte ihm leid, aber das hätte vermieden werden können, wenn sie etwas anders getan hätte, was er nicht mehr ausführen konnte, da sich in dem Moment Kyoshi ohne Vorwarnung auf ihn stürzte. Ineinander verkeilt rollten sie über den Boden und stürzten vom Rand des Felsabsatzes. Kyoshi verlor Jianzhu aus dem Griff, als Kyoshis Schulter gegen eine Baumwurzel schlug. Jianzhu verursachte das Geräusch von Rumpeln von Steinen, die gegeneinander stießen, und kam fast beiläufig den Pfad herabgestiegen, wobei er von ihm selbst erschaffene Stufen benutzte. Genau wie beim Erreichen von Tagakas Schiffen sammelte Jianzhu dafür Steinplatten, die er unter seinen Füßen zusammensetzte, wodurch es so wirkte, als würde sich die Erde selbst ihm und seiner immensen Macht beugen. Kyoshi versuchte, einen Felsen hinter Jianzhu auf ihn zu ziehen, doch Jianzhu griff, ohne sich dabei umzudrehen, mit einem Arm hinter sich, um den Felsen entlang der Maserung in zwei Hälften zerbrechen zu lassen, welche links und rechts an dem Erdbändiger vorbeiflogen. Jianzhu musterte Kyoshi mit dem gleichen nachdenklichen Ausdruck, den er einst nur bei Yun aufgesetzt hatte, und nahm sich vor, Kyoshi beizubringen, „nicht einfach nur auf Größe zu setzen“. Kyoshi gelang es nicht einmal im Ansatz, Jianzhus Stand zu untergraben, indem sie die Treppenstufen aus dem Hang riss. Der Meister ging tiefer in die Knie und ließ die Arme, Kyoshis Rhythmus folgend, kreisen. Es gelang Kyoshi also nicht, weil Jianzhu ihre Schläge voraussehen und jede Erdbewegung neutralisieren konnte. Jianzhu blieb direkt vor Kyoshi stehen und ließ sich von seiner Plattform nach oben heben, damit sie auf einer Augenhöhe waren. Hätte Jianzhu keinen Staub auf seinen Kleidern gehabt, wirkte er wie nach einer Konferenz in seinem Anwesen, denn sie hatte ihm keinen einzigen Kratzer verpasst. Mit einer Wärme in seiner Stimme sprach er Kyoshi darauf an, dass sie der Avatar war, und fragte sie, ob sie denn nicht wüsste, was dies bedeutete und welche Verantwortung sie hätte. Er fuhr sich mit der Hand durchs Haar und zog eine Grimasse. Er sagte, sie beide wären nicht dumm genug, um so zu tun, als würde sie ihm je vergeben, was dort geschehen war. Er bat sie nur darum, ihren gemeinsamen „Verlust gegen die Zukunft der Welt abzuwägen“. Sie sollte nicht zulassen, dass „Yun sich umsonst geopfert“ hätte. Sie sollte ihre Pflicht annehmen und ihn sie unterweisen lassen. Kyoshi versuchte, ihren inneren Hass in eine Feuerfaust auf Jianzhu umzumünzen, doch heraus kam nur ein gewöhnlicher Schlag, der kurz vor dem Gesicht des Erdweisen endete. Als er sah, wie verzweifelt sie versuchte, ihm wehzutun, zerbrach seine Maske des Gleichmuts. Er verzog das Gesicht, ballte die Fäuste und schlug von links und rechts jeweils eine kleine Steinscheibe gegen Kyoshis Handgelenke. Er ließ die Steine sich um ihre Hände verformen, vor ihrem Körper verbinden und so zu einem Satz klobiger Handschellen werden. Er bändigte die engen und unzerbrechlichen Schellen in die Höhe, sodass Kyoshi mitgetragen wurde. Sie konnte nichts dagegen ausrichten, dass er sie vor sich in der Luft schweben ließ und dann wieder auf den Boden rammte. Dadurch, dass er die Steinschellen mit dem Felsboden verschmelzen ließ, zwang er sie auf alle Viere zu einem Kotau. Er sagte zu ihr, dass sie sich befreien könnte, würde sie die Grundlagen des Erdbändigens beherrschen, doch sie wäre zu lange vernachlässigt worden und demzufolge schwach. Jianzhu ärgerte sich über die „Zeitverschwendung“, darüber, dass er sie hätte früher unterweisen können, wenn er sich „nicht von diesem kleinen Schwindler hätte ablenken lassen“. Kyoshi warf ihm vor, Yun nur benutzt zu haben. Jianzhu widersprach. Seine Stimme wurde leise und er fragte, ob sie glaubte, er hätte in irgendeiner Weise von ihm profitiert. Er erklärte, ihr eine erste Lektion zu erteilen, die gleiche, die Yun auch bekommen hätte. Jianzhu trat mit dem Fuß auf und legte eine dicke Erdschicht über Kyoshis Gesicht, die wie ein Maulkorb ohne Atemlöcher wirkte. Er streckte den Arm aus und beschrieb einen weiten Bogen zur Lage des Erdkönigreichs und seiner Sichtweise zur Rolle des Avatars darin, ohne sich dafür zu interessieren, dass Kyoshi das Bewusstsein zu verlieren begann:[92]

Qoute1 (Weiß) Da draußen ist eine ganze Nation voller korrupter, inkompetenter Leute, die den Avatar für ihre eigenen Zwecke ausnutzen wollen. Possenreißer, die sich >Weise< nennen, denn um sich diesen Titel anzueignen, braucht man im Erdkönigreich nichts weiter als die richtigen Beziehungen und reichlich Gold. Ohne meinen Einfluss würdest du mit Gefälligkeiten hausieren gehen. Du würdest mal so, mal so entscheiden und deine Autorität für mickrige Gaben und Almosen vergeuden. Du wärst eine Gauklerin, eine Bändigerin, die mit Wasser, Feuer und nutzlosen Ratschlägen um sich schmeißt, ein Mädchen, das die Wände hübsch anmalt, während das Fundament des Hauses verrottet. Qoute2 (Weiß)
— Jianzhu zu Kyoshi. (Quelle)

Jianzhu ging neben Kyoshi in die Hocke, brachte seine Lippen nah an ihr Ohr und flüsterte, dass er sein Leben der einzigen Sache gewidmet hätte: sicherzustellen, dass der nächste Avatar nicht derart ausgenutzt werden würde. Und so sehr sie ihn auch bekämpfte, er würde sein Leben ihr, Kyoshi, widmen. Plötzlich riss er die Erdschicht von Kyoshis Gesicht und sie bekam wieder Luft. Sie lag minutenlang auf dem Boden, bis sie sich schließlich aufrichten konnte. Jianzhu trat einen Schritt von ihr zurück und blickte über ihren Kopf hinweg; er stellte fest, dass Kelsang am Ort des Geschehens auftauchte. Jianzhu fragte ihn, wie er sie gefunden hätte. Kelsang erklärte, die Augen nicht von ihm abwendend, dass Jianzhu eine Karte auf seinem Schreibtisch vergessen hätte. Jianzhu meinte, sich daran zu erinnern, sein Arbeitszimmer abgeschlossen zu haben, was Kelsang auch bestätigte. Jianzhu verlor erstmalig an dem Tag vollends die Beherrschung, fragte „Kel“ schreiend, ob er so wenig heutzutage von ihm halten würde, dass er, sobald er den Avatar allein auf Reisen mitnähme, in Panik verfallen und in sein Zimmer einbrechen würde. Er suggerierte, er könnte demzufolge nicht einmal denen vertrauen, die ihm am nächsten stehen. Kelsang erwiderte, niemand im Haus, nicht einmal Hei-Ran und Rangi, hätten über ihren Aufenthaltsort bescheid gewusst, und verdeutlichte, dass daher das Misstrauen seinerseits käme. Kelsang erkundete sich nach Yun. Jianzhu sagte den Namen Kelsangs und wies mit beiden Händen in Kyoshis Richtung, erklärte, sie wäre der Avatar, er hätte sie mit seinen eigenen Augen Feuerbändigen gesehen und preiste, dass Kelsangs Vorahnung richtig gewesen wäre und sie nach all den Jahren den Avatar endlich gefunden hätten. Kelsang versuchte, die Nachricht zu verarbeiten, und fragte Jianzhu erneut nach Yun. Jianzhu erklärte, dass er tot wäre, als er erkannte, dass seine Finte, um Kelsang vom Thema abzulenken, nicht funktioniert hatte. Er schilderte, sie hätten „versucht, den Geist zu besänftigen“, aber da wäre „nichts zu machen“ gewesen und der Geist hätte den Jungen mitgenommen. Jianzhu sagte, dass es ihm leid täte. Kyoshi wandte eine andere Darstellung ein, warf dem Meister vor, Yun „dem Geist zum Fraß vorgeworfen“ zu haben, ihn „ermordet“ zu haben. Jianzhu sagte sanft zu Kyoshi, es wäre ihr „gutes Recht, so aufgebracht zu sein“. Er wäre so überwältigt vom Fund des Avatars gewesen, dass er seinen Schuler verloren hätte. Er bekundete, Yuns Tod wäre sein Fehler gewesen und er würde sich diesen nie vergeben. Er sagte dies nicht mit Tränen in den Augen, sondern zeigte das bekannte Bild des stoischen, immer offen und ehrlichen sprechenden Lehrers. Jianzhu verdrehte die Augen, als er merkte, dass er mit seiner Masche nicht durchkam, da Kelsang Kyoshi statt ihm glaubte. Als Kelsang ankündigte, Kyoshi mitzunehmen und zu verschwinden, verwies Jianzhu auf die Verletzungen der beiden und schlug stattdessen beiden vor, mit ihm zu kommen, da keiner der beiden in der Verfassung wäre zu streiten. Als Kelsang Jianzhu gegenüber ankündigte, er würde für den Rest seines Lebens keinen Umgang mehr mit Kyoshi haben, und behauptete, er wäre „nicht mehr in der Lage, dem Avatar zu dienen“, traf den Erdweisen dies wie ein Schlag ins Gesicht. Er brüllte schäumend vor Wut, wo die beiden denn hin wollten, etwa zu den Lufttempeln, wo die Äbte sie wieder an ihn, Jianzhu, übergeben würden, bevor Kelsang seine Geschichte würde zu Ende erzählen können. Er erinnerte Kelsang daran, wie sehr er dort in Ungnade gefallen war. Jianzhu stellte seine Situation dem gegenüber: er kennte jeden Menschen in den Vier Nationen, der Kelsang möglicherweise helfen könnte, auf sein Geheiß hin würder jeder Gesetzeshüter, jeder Weise, jeder Beamte alles daran setzen, um sie zu jagen und sie Jianzhu auszuliefern, auch, wenn Kyoshi der Avatar war. Nachdem Kelsang Kyoshi angewiesen hatte, wegzulaufen, stürzte er sich auf Jianzhu und ließ den Stab niederfallen, wodurch eine Windböe erzeugt wurde, während Jianzhu ihm einen Schwall Erde entgegen stemmte. Jianzhu sorgte mit einer Bewegung seines Handgelenks dafür, dass sich ein Stück Feuerstein vom Felsen ablöste, scharf, kurz und dünn. Diesen bändigte Jianzhu mit größter Präzision in den Hals seines Gegenübers, wodurch ein fingerlanger Schnitt dort klaffte. Als Jianzhu seinen Freund wanken sah, blitzte in seinem Gesicht eine tiefe und wahre Traurigkeit auf, anders als die, die er bei Yun empfunden hatte. Kelsang brach kurz darauf leblos zusammen.[93]

Jagd auf Kyoshi und Rangi[]

Neuausrichtung[]

Nachdem Kyoshi in der Folge in den Avatar-Zustand versetzt worden war, entging Jianzhu der Verwüstung, indem er sich tief in die Erde grub. Er suchte sich anschließend seinen Weg an die Oberfläche zurück, bereit, seinen „Besitz“ zu beanspruchen. Es gelang Kyoshi jedoch, auf Pengpeng zu fliehen und Jianzhu hinter sich zurückzulassen.[94]

Später kehrte Jianzhu mit Dreck am Leib zu seinem Anwesen zurück und fand es in starrem, stillem Chaos vor. Er wurde von seinen Angestellten empfangen, welche sich vor ihm je links und rechts in eine Reihe stellten und sich vor ihm verbeugten. Er passierte sein Arbeitszimmer, wobei der Anblick der eingetretenen Tür ihn kurz um Kelsang trauern ließ, ehe er sich wieder seiner Suche nach Kyoshi zuwandte und ihr Zimmer in den Angestelltenquartieren aufsuchte und es leer vorfand. Er verfolgte die Spur der Zerstörung bis zu einem leeren Bisongehege und kehrte anschließend zu seinen Angestellten zurück, welche er mit überraschend ruhigem Ton nach Kyoshis Verbleib befragte. Er verfluchte die Tatsache, dass sie keinen offiziellen Aufpasser hatte, der dafür zuständig war, sie im Auge zu behalten. Als sich keiner seiner Angestellten aus Angst vor seinem Zorn zu antworten traute, wählte er Küchenchefin Mui, welche ihm mitteilte, dass sie nicht wüssten, wo sich das Mädchen befand und dass sie bereits fort war, nachdem sie einen Wachmann gerufen hatten. Auf Jianzhus Nachfrage, ob einer der Gäste sie gesehen hatte, verneinte Mui dies und erklärte, dass die meisten Gäste früher abgereist waren, um dem Sturm zu entgehen und dass die übrigen in ihren Zimmern waren. Jianzhu schickte die Belegschaft daraufhin wortlos weg und schlenderte durch die Flure bis er sich in einem Gang der Galerie wiederfand und dort einige Kunstwerke anstarrte. Er wurde von Hei-Ran entdeckt, welche von einem Treffen mit der Feuermarine zurückkehrte und kommentierte, wie er aussähe, als hätte „ein Dachsmaulwurf [ihn] ausgespuckt“. Er berichtete ihr seine Sicht der Ereignisse und vertraute ihr an, dass Kyoshi in Wirklichkeit der Avatar war und behauptete, dass Yun und Kelsang wegen eines heimtückischen Geistes verschwunden waren, weswegen der Avatar einen Groll gegen ihn hegte. Daraufhin erhielt er von einer erzürnten Hei-Ran eine Backpfeife und musste sich ihrer Wut und ihrem Unglauben über die Geschehnisse stellen.[95]

Als Hei-Ran anmerkte, dass sein Fehler ihm sein Gesicht kosten würde, zeigte sich Jianzhu der Tatsache bewusst und gab auf ihre Nachfrage, was er tun würde, zu, dass er keine Ahnung hatte. Erschöpft, lehnte er sich gegen die Galerie und hörte sich Hei-Rans Plan zur Schadensbegrenzung an, als sie den Plan aufstellte, Rangi auf die Suche nach Kyoshi zu schicken. Sie betätigte eine Glocke, um ein Dienstmädchen zu sich zu rufen, doch es dauerte ein bis zwei Minuten bis jemand zu ihnen kam, da die Angestellten Jianzhu aus dem Weg zu gehen versuchten. Schließlich erreichte Rin sie und wurde von Hei-Ran dazu gebeten, Rangi zu holen. Die Dienerin kreischte versehentlich, als sie sich entschuldigte und anschließend mitteilte, dass Rangi verschwunden und in der vorherigen Nacht gemeinsam mit Kyoshi weggeflogen war. Hei-Ran forderte das Mädchen daraufhin dazu auf, ihr aus den Augen zu gehen und Jianzhu wartete bis sie um die Ecke verschwunden war bevor er sich in Schutz nahm, ehe seine Freundin ihn für Rangis Verschwinden verantwortlich machte. Er versuchte sie aufzumuntern, indem er anmerkte, dass Rangi Kyoshi beschützen würde bis sie sie fänden. Seine Worte hatten jedoch nicht den gewünschten Effekt, denn stattdessen musste er sich von Hei-Ran anhören, dass der militärische Hintergrund ihrer Tochter ihre Suche alles andere als erleichtern würde.[96]

Qoute1 (Weiß) Wir sind jetzt eben älter und haben Verantwortungsbewusstsein. [...] Kelsang hat Kuruk das gleiche Versprechen gegeben wie wir. Wir ehren sein Andenken – beider Andenken –, indem wir weitermachen. Qoute2 (Weiß)
— Jianzhu nimmt entschlossen die Verfolgung Kyoshis auf. (Quelle)

Als Hei-Ran trauernd fragte, was aus ihnen geworden wäre, antwortete Jianzhu, dass sie nun erwachsener wären und ihr Versprechen an Kuruk, das sie ihm gegeben hatten, einhalten und dabei das Andenken Kuruks und Kelsangs durch ihre Taten ehren würden. Seine übliche Energie kehrte zu ihm wieder zurück und er zeigte sich entschlossen, den Avatar wiederzufinden und die Dinge ins Rechte zu rücken. In seinem Kopf formte sich allmählich ein Plan bevor er seine Freundin darum bat, an Professor Shaw einen Brief zu schreiben, in dem sie ihn um die Ausleihe einiger Exemplare bitten sollte. Er gab ihr ein Gemälde der Nordlichter mit, welches sie zusätzlich mitverschicken sollte, um „ihm Honig ums Maul zu schmieren“. Als sie ihn fragte, um welche Tiere es sich handelte, verzog Jianzhu die Lippen und antwortete schniefend, dass es sich um Shirshus handelte.[97]

Feier im Beifong-Anwesen[]

Hei-Ran hatte nach dem Zwischenfall darauf bestanden, dass Jianzhu und sie sich zweimal täglich trafen, unabhängig davon, ob es Neuigkeiten gab oder nicht. Jianzhu befand sich dazu bei einem Treffen mit Hei-Ran in der Hauptbibliothek, einem Ort, den er eigentlich mochte; dort wurde der Fortschritt menschlichen Wissens ausgestellt. Allerdings murrte Jianzhu, er hätte „immer so ein Gefühl“ gehabt, dass ihn „irgendwann eine schicke Feier zu Fall bringen würde“. Denn sie hatten eine Einladung mit dem Siegel des fliegenden Ebers bekommen, in der stand, dass die Beifong-Familie vor den versammelten Erdweisen eine Feier für den Avatar abhalten wollte, um an den Sieg über die Fünfte Nation zu erinnern. Hei-Ran äußerte zu Jianzhu, dass dies „ein größeres Desaster als dieser >Sieg<“ wäre. Sie dachte, Lu Beifong hätte zugestimmt, sich in die Angelegenheiten bezüglich des Avatars nicht einzumischen, und Jianzhu bestätigte dies. Stattdessen steckte Hui dahinter. Jianzhu rollte den Brieföffner zwischen seinen Handflächen. Er sehnte sich nach einem schärferen Werkzeug und nach irgendwas, in das er es hineinstecken konnte. Er erklärte Hei-Ran, dass Hui bereits etwa ein Jahr lang im Spiel wäre und Lu einflüstern würde, dass ein Mann von solch niedriger Abstammung wie Jianzhu nicht den Avatar trainieren dürfte. Er legte das stumpfe Metallmesser beiseite und gestand ein, dass vielleicht sogar etwas dran wäre, in Anspielung an Kuruk und was aus ihm geworden wäre. Hei-Ran erwiderte, dass sie damals selbst noch Kinder und nicht für Kuruks Erziehung zuständig gewesen wären. Jianzhu erläutere, dass Hui all dies noch immer gegen sie verwendete. Er fragte anschließend, ob sich Professor Shaw wegen der Shirshu gemeldet hätte, was Hei-Ran verneinte. Und selbst wenn, fuhr sie fort, hätten sie sowieso nicht mehr genug Zeit bis zu dieser „Feier“. Hei-Ran und Jianzhu teilten die Abneigung gegen „derart sinnlosen Blödsinn“. Sie schlug vor, sie könnten behaupten, Avatar Yun wäre krank, doch Jianzhu prognostizierte, dass ihn dies wie einen schlechten Vormund, der nicht ordentlich auf das wichtigste Kind der Welt aufpassen könnte, dastehen lassen würde. Zudem müssten sie sich dann mit einem Haufen Ärzte, Kräuterkundler und Geistheiler herumschlagen, die Hui wahrscheinlich schicken würde, ohne dass man sie wegschicken könnte, da dies nur größeres Misstrauen erzeugen würde. Jianzhu seufzte. Er schätzte, die Wahrheit würde bald herauskommen, und lehnte sich auf seinem Stuhl zurück. Die Frage wäre seiner Ansicht nur, wie lange es herausgezögert werden könnte. Hei-Ran verhalf Jianzhu wie häufig zu einer Idee, wodurch sich ihr Treffen doch noch ausgezahlt hatte: Um Klarheit darüber zu schaffen, wie groß Jianzhus und Huis jeweilige Fraktionen sein würden, sie sich am Ende ihres Kräftemessens zwangsläufig gegenüberstehen würden, fragte Jianzhu, die Fingerspitzen gegeneinander gepresst, seine Freundin, wie es in ihrem Kleiderschrank aussehen würde. Hei-Ran warf ihm einen tödlichen Blick zu, und Jianzhu erläuterte unschuldig, dass er sich nur vergewissern wollte, dass sie ein schönes Kleid hatte, denn sie würden nämlich auf einer schicken Feier erwartet werden.[98]

Qoute1 (Weiß) Unnötig und kaum zu ertragen, genau wie du. Qoute2 (Weiß)
— Jianzhus Gedanken zu Huis Frage, wie seine Reise gewesen wäre. (Quelle)

Da sie ohne Pengpeng auskommen mussten, waren sie gezwungen, den Weg nach Gaoling in einer großen Karawane zurückzulegen, in langsamem Tempo und mit jeder Menge Geschenken im Gepäck. Jianzhu arbeitete auf dem Weg im Kopf einen neuen Erlass aus, den er dringend in die Tat umzusetzen beabsichtigte: die besten Erdbändiger des Königreichs sollten jeden Zoll der Straßen abflachen, ohne dabei Kosten und Mühe zu scheuen, damit nie wieder eine solche Reise über holprige Wege zurückgelegt werden müsste. Als er das Beifong-Anwesen erreichte, trat Jianzhu aus seinem Wagen und wurde von Kämmerer Hui an der Spitze einiger Lakaien begrüßt. Hui fragte, wie seine Reise gewesen wäre. Jianzhu antwortete freundlich, bezeichnete sie als „höchst angenehm“, es wäre „immer wieder eine ausgesprochene Freude“, das Erdkönigreich zu bereisen, während er sie in Wahrheit als genauso „unnötig und kaum zu ertragen“ empfand wie den Kämmerer vor ihm. Hui erblickte bald darauf die ankommende Hei-Ran und versuchte, sie zu umgarnen. In Momenten wie diesen tat Jianzhu seine Freundin, eine reiche und schöne Witwe mit guten Verbindungen, immer schrecklich leid. Nachdem er mit seiner Verehrungsaktion fertig war, wandte sich der Kämmerer wieder Jianzhu zu und erkundigte sich nach Kelsang sowie „Avatar Yun“. Hui mutmaßte, sie würden beide kurz darauf zusammen eintreffen, und prüfte dann Jianzhus Augen und Mundwinkel mit seinem Blick auf unfreiwilliges Zucken. Jianzhu wusste, dass Hui ein Spiel spielte, das sich komplett auf Details konzentrierte, nämlich der Induktion, und dachte an den Tag zurück, als der den echten Avatar, Kyoshi, bedroht hatte und an dem alles zu Bruch gegangen war. Um Hui, aus der letzten Generation von Jianzhus Widersachern in Bezug auf seinen Einfluss im Erdkönigreich, keinen Anlass zu geben, um zu schließen, etwas wäre nicht in Ordnung, bestätigte er Huis These und folgte ihm in die Empfangshalle. Jianzhu bekam beim Anblick des monotonen Anstrichs den Eindruck, er würde langsam von der Säure im Magen eines Aasfressers verdaut. Sie gingen schnurstracks auf Lu Beifong zu. Jener wandte sich nach einem höflichen Geplänkel für Hei-Ran sogleich an Jianzhu und fragte, was es mit dem vorgeschlagenen Darlehen für den Südlichen Wasserstamm auf sich hätte. Jianzhu, der in Anbetracht des Trubels mit dem Avatar fast vergessen hatte, Lu Beifong nach der Schlacht mit den Piraten darum gebeten zu haben, verbeugte sich tief, bevor er antwortete. Er erklärte, er hätte „darum gebeten, weil der Zusammenstoß mit Tagaka eine Frage bezüglich des Gleichgewichts zwischen den Vier Nationen aufgeworfen“ hätte. Der Südliche Wasserstamm könnte „Hilfe beim Aufbau einer ordentlichen Marine gebrauchen“, führte Jianzhu weiter aus. Tagakas Anwesenheit hätte zuvor „jeden Vorstoß in diese Richtung unmöglich gemacht“, aber mit hochseetauglichen Schiffen größerer Reichweite könnten „die Menschen des Stamms vom Handel profitieren und sich selbst vor ihren Nachbarn schützen“. Er verglich diese Situation mit der des Nördlichen Wasserstamms. Das Darlehen sollte konkret dem Baum solcher Schiffe dienen. Hui, der plötzlich an Lus Seite aufgetaucht war, fuhr Jianzhu allerdings an und fragte, warum sie die Südpolstämme gegenüber dem Erdkönigreich – sie selbst wären nämlich die besagten Nachbarn – stärken sollten. Um seine Position zu untermauern, führte Hui an, dass der Südliche Wasserstamm mit einer solchen Flotte versuchen könnte, die umstrittenen Chuje-Inseln zu besetzen. Die Nackenhaare Jianzhus stellten sich auf, als ihn eine Welle von vertrautem Zorn überkam. Er bewertete das Verhalten Huis, welcher keinen Grund gehabt hätte, nicht einmal persönliche Gier, um den Südlichen Wasserstamm arm, unterentwickelt und verletzlich halten zu wollen, schlicht und ergreifend als einen Fall von Widerborstigkeit. Huis Ziel wäre es, Jianzhu einen Strich durch die Rechnung zu machen, ihn als Trittleiter zu benutzen, um im Leben voranzukommen, da es einfacher für Hui war, Jianzhus Errungenschaften niederzureißen, anstatt seine eigenen aufzustellen. Jianzhu vermisste gerade in diesen Zeiten den Einfluss der verstorbenen Wumei Beifong schmerzlich. Jianzhu versuchte es weiter, führte aus, dass der mit den Häuptlingen des Südens gesprochen hätte, welche sich „begeistert von der Aussicht“ gezeigt und ein „Abkommen zum gegenseitigen Schutz angeregt“ hätten. Hei-Ran bekräftige Jianzhus Worte und ergänzte die Aussicht für beide Nationen, Her über ihre eigenen Gewässer zu sein. Lu Beifong hingegen sah nicht überzeugt aus. Jianzhu griff ein und erläuterte, dass er sich etwaige Bedenken wegen der Chuje-Inseln nicht machen bräuchte, da sie „wertlos“ wären. Sie hätten schließlich keinerlei strategischen Nutzen und dienten nur zur Aufblasung des Nationalstolzes. Mit gespieltem Entsetzen wandte Hui ein, es gäbe nichts Wichtigeres als für ihr Land empfundene Liebe und Stolz, und die Chuje-Inseln wären dem Erdkönig seit dessen Krönung ein Dorn im Auge gewesen, wobei Jianzhu das Urteil Seiner Majestät doch nicht in frage stellen wollen würde. Jianzhu, der am liebsten Hui und den Erdkönig auf einem dieser verlassenen Atolle ausgesetzt hätte, um zu schauen, welcher von beiden den anderen zuerst auffressen würde, wollte gerade antworten, als Lu Beifong die Auseinandersetzung für beendet erklärte. Er stimmte dem Kämmerer zu, es sei denn, er hörte „vom Avatar selbst ein überzeugendes Argument“. Jener sollte nach seinem scheinbar verspäteten Eintreffen Lu im Bankettsaal bei den anderen Gästen aufsuchen. Jianzhu konnte es nicht fassen, dass sie grundlos einer schlechteren Zukunft entgegen sehen würden, dass der Südliche Wasserstamm weiterhin in Armut leben und rückständig bleiben würde, nur weil Hui bei einer Feier eine Debatte gewinnen wollte. Der Gedanke daran, dass der Avatar den Ausschlag hätte geben können, durchfuhr Jianzhu wie ein Blitz.[99]

Hui suchte anschließend das Vier-Augen-Gespräch mit Jianzhu und entschuldigte sich vorgeblich für seinen Einwand, es wäre aber seine „Pflicht als Berater von Meister Beifong, sicherzustellen, dass bei jeder wichtigen Entscheidung beide Seiten gegeneinander abgewogen werden“ würden. „Beide Seiten“ war aus Jianzhus Sicht jedoch nichts weiter als die rhetorische Waffe von Heuchlern und Ignoranten. Innerlich hielt Jianzhu Hui für vergleichbar einem Daofei, der mutwillig aus Spaß an aufsteigendem Rauch über dem Horizont Getreidefelder anzündete, und hatte das tiefe Bedürfnis, ihm zu zeigen, was er mit einem Daofei machte, erwiderte aber als Teil des Spiels höflich, gab ihm Recht und Wertschätzung seines Urteilsvermögens, wobei Jianzhu zögerte und seiner Körpersprache gekonnt eine Spur von Unsicherheit beimischte, als wollte er versuchen, die mit einer großen Bürde einhergehende Anspannung zu verbergen, und bat darum, dass die beiden sich zusammen mit Hei-Ran zu einer privaten Unterhaltung zurückziehen könnten.[100]

Jianzhu gestand hinter Huis verschlossener Studienzimmertür, den Avatar verloren zu haben – ohne Hei-Ran vorher in seinen Plan eingeweiht zu haben, wodurch sie innerlich vor Wut kochte: Yun und er hätten einen Streit über seine Fortschritte beim Bändigen gehabt, Jianzhu hätte ihm schwere Vorwürfe gemacht und der Avatar wäre daraufhin mit Kelsang geflohen. Hui redete verächtlich von dem Mönch, er wäre immer nur wie ein Eremit als „schmuckes Anhängsel“ auf seinem Anwesen gewesen, was Jianzhu zu dem klarstellenden Gedanken veranlasste, Kelsang wäre „ein Gefährte Kuruks“ und sein „Freund“ gewesen, und er bezeichnete den Kämmerer innerlich als „kleine Kröte“. Äußerlich stellte Jianzhu aber Kelsangs eigensinnige Ambitionen und ihr verschlechtertes Verhältnis in den Vordergrund. Er versetzte der Luft einen Faustschlag, deutlich frustriert, bedauerte mangelndes Verständnis gegenüber Yun und die fehlende Aussicht auf Schadenswiedergutmachung. Huis vorgeblichen Versuch, den Schaden kleinzureden, entkräftete Jianzhu, indem er erfand, Yun hätte „bei seiner Avatarschaft geschworen“, ihn „nie wieder als Meister [zu] akzeptieren“, bevor er sich mit Daumen und Zeigefinger die Augen rieb und Hui um Unterstützung bat, um die Stabilität ihrer Nation sicherzustellen. Hui wies auf die auf den Avatar wartende Prominenz in der großen Halle hin, doch Jianzhu setzte die noch nie verwendete Maske der Hilflosigkeit auf und schwieg. Hui versprach unmittelbare Hilfe.[101]

Jianzhu:„Ich weiß, dass du wütend auf mich bist.“
Hei-Ran:(ihn wütend anfahrend) „Und warum? Vielleicht weil du deine größte Schlappe unserem schlimmsten Feind mitgeteilt hast? Weil du aus keinem ersichtlichen Grund eine Lüge nach der anderen ausspuckst? Warum hast du Hui nicht die Ausrede geliefert, die er letztendlich den Leuten vorgetragen hat?“
Jianzhu:„Weil Verwundbarkeit gleichbedeutend mit Wahrheit ist. Hui nimmt nur das für bare Münze, was mich bloßstellt. Nun glaubt der größte Teil des Erdkönigreichs meine Geschichte und ich muss mir nur noch Sorgen um einen einzigen Gegner machen.“
— Hei-Ran und Jianzhu nach der Feier. (Quelle)

Der Kämmerer erzählte Lu und den versammelten Erdweisen letztlich die gleiche Geschichte, die Jianzhu auch seinem eigenen Haushalt aufgetischt hatte, doch aus dem Mund Huis klang das Ganze viel glaubwürdiger, als wenn Jianzhu sie selbst erzählt hätte, denn weil Huis politischer Krieg gegen Jianzhu für alle offensichtlich war, waren sich die beiden Gegner ausschließlich bei grundlegenden, unanfechtbaren Fakten einig, wie beispielsweise dass der Avatar Ferien machte. Nach der restlichen Party voller Belanglosigkeiten und bissiger Bemerkungen seines früheren Sifu Lu begaben sich Jianzhu und Hei-Ran gemeinsam in einer Kutsche auf die Rückreise, wobei sie einige unverschämte Verehrer Hei-Rans zurückließen. Jianzhu versicherte ihr, er wüsste, dass sie wütend auf ihn wäre, und ließ sich in seinen Sitz sinken. Er erklärte ihr, dass „Verwundbarkeit gleichbedeutend mit Wahrheit“ wäre und Hui ihm nur das glauben würde, was ihn bloßstellte. Auf diese Weise hätte Jianzhu sichergestellt, dass das Gros des Erdkönigreichs ihm seine Geschichte glauben würde und er sich nur noch um einen einzigen Gegner Sorgen machen müsste: Hui. Hei-Ran hatte kein sonderliches Vertrauen in seine Vorgehensweise und konnte keinen Sinn in seinen Worten erkennen. Jianzhu dachte daran, wie schwer das erst für ihn wäre, und zitierte eine Redensart aus der Feuernation, die besagte, dass Kriegsführung immer auf Täuschung beruhte. Hei-Ran zog die Haarnadel aus ihrem Haarknoten, schmiss sie gegen die Kutschenwand und machte sich Vorwürfe, im Umgang mit Yun in ihrer Rolle als Lehrerin versagt zu haben. Jianzhus Erwiderung verbreitete Optimismus; die Situation könnte durch das Auffinden Kyoshis wieder in Ordnung gebracht werden. Hei-Ran teilte seinen Optimismus nicht, und selbst wenn hätte Jianzhu die restliche Zeit durch das Gespräch mit Hui verspielt. Jianzhu entgegnete, dass der Kämmerer „so eine Chance nicht durch Übereifer aufs Spiel setzen“ würde, denn Huis ausgeprägter „Selbsterhaltungstrieb“ würde verhindern, dass jener seine Informationen zu früh ausplauderte und sich dadurch nur selbst schaden könnte. Hei-Ran wünschte, das auch von Jianzhu sagen zu können, und schlief im Handumdrehen ein, was Jianzhu schon öfter bei ehemaligen Soldaten beobachtet hatte. Er saß eine Stunde lang schweigend da, nickte selbst immer wieder ein und schreckte nur beim gelegentlichen Überfahren eines Schlaglochs auf. In seinen Gedanken formten sich alle möglichen Ideen und lösten sich wieder auf. Er versuchte nicht, sie festzuhalten, und sah keinen Sinn darin, zu weit vorauszuplanen. In typischer Erdbändiger-Manier, dem Neutralen Jing, hielt er einfach still und wartete, bis sich der nächste Schritt ergab.[102]

Aufspürung[]

Qoute1 (Weiß) So oder so würde er das Versprechen, das er dem Avatar gegeben hatte, einhalten. Kyoshi würde sich nicht verstecken können. Nicht auf dieser Welt. Qoute2 (Weiß)
— Jianzhu ist fest entschlossen, den Avatar zu finden. (Quelle)

Bei ihrer Wiederkehr in Yokoya verschwendete Jianzhu keine Zeit damit, Hei-Ran aufzuwecken, und sprang aufgeregt aus der Kutsche, als er eine erwartete Lieferung in den Ställen sah, wo zwei riesige Holzkisten mit gefährlicher Ware auf ihn warteten. Die Holzkisten waren von einer Gruppe bewachender Universitätsstudenten umringt, mit Professor Shaw an der Spitze, den Jianzhu begrüßte. Hinter dem Professor rappelten die Kisten und eine Zunge schoss aus einem der Luftlöcher heraus und erwischte zwei der Studenten, die zusammenbrachen. Der Professor gab Jianzhu mit einem Grinsen einen Daumen nach oben und Jianzhu wusste dadurch, dass die Shirshus beim Transport nicht zu Schaden gekommen waren, denn sie mussten für seine Zwecke in bester Verfassung sein. Er hatte bereits sämtliche seiner jahrelang bestochenen Untergebenen im gesamten Erdkönigreich, allen Magistraten wie Präfekten, damit beauftragt, Ausschau nach zwei Mädchen zu halten, die aus seinem Anwesen geflohen waren. Jianzhu wollte aber kein Risiko eingehen und nicht auf die flüchtige Loyalität und Gier der Menschen setzen. Der Erdweise verhoffte sich, dass sein Hinterplan, den Avatar und Rangi mithilfe der Shirshus aufspüren zu können, erfolgreich sein werde und beabsichtigte, sein Versprechen an den Avatar einzuhalten, sodass Kyoshi sich nirgends vor ihm verstecken könnte.[103]

Jianzhu überließ die Shirshus einer Einheit, die mit ihnen nach dem Avatar suchen sollte. Per Falke erhielt er von ihnen eine Mitteilung mit überschwänglichen Entschuldigungen sowie der Information, dass einer der Shirshus der Fährte bis zu den Bergen von Ba Sing Se gefolgt, daraufhin ausgerissen und zu den Gipfeln hinaufgerannt war, um seine Jagd fortzusetzen. Jianzhu hatte seine Lektion gelernt und machte sich ohne eine Karawane auf den Weg. Er besorgte sich infolge der Nachricht für eine ungeheure Summe Geld ein ganzes Rudel seltener Aalhunde und hatte sich aus seiner wiederaufgestockten Wachmannschaft zwei fähige Reiter ausgewählt, mit denen er sich mit acht Aalhunden auf den Weg begab. Er hatte ihnen so wenig wie möglich erzählt, aber seine Eile machte ihnen die Wichtigkeit der Sache verständlich. Eines der Tiere musste früh in der Reise getötet werden, als es einen Beinbruch erlitt und ein anderes starb an Erschöpfung, doch die Reise nach Ba Sing Se erfolgte binnen kürzester Zeit ohne Augenzeugen. Das pausenlose Reisen und die Aussetzung an die frische Luft taten Jianzhu gut, da er sich Hei-Rans wachsamem Blick entziehen konnte, auch wenn er sie vermisste. Er hatte ihr versprochen, per Botenfalken so bald wie möglich eine Nachricht zu schicken. Er traf mit seinen Gefährten am vereinbarten Treffpunkt nahe der südlichen Taihua-Gebirgskette ein, wo die Fährtenleser seiner Shirshu-Einheit ihn empfangen sollten. Dort entdeckte Jianzhu eine einzige Person, die ihn zu sich herbeiwinkte. Als Jianzhu zu ihm rief, dass er mit dem Winken aufhören konnte, da er ihn gesehen hatte, fiel der Fährtenleser mit zwei Pfeilen im Rücken zu Boden, und Jianzhu realisierte, dass man ihn in eine Falle gelockt hatte. Er fluchte, sprang von seinem Reittier und bändigte sich ein Erdzelt zum Schutz vor den Pfeilgeschossen, nicht ohne sich für seinen Fehler zu monieren, da er früher niemals in so eine offensichtliche Falle getappt wäre. Als schließlich eine Feuerpause erfolgte, schlug Jianzhu von der Defensive in die Offensive um und ließ sein Zelt in große Teile zersplittern, die in alle Richtungen flogen und einige der Schützen trafen. Er nahm schnell die Umgebung ins Visier und sah, dass einige von ihnen an den Fuß der Felsen heruntergefallen waren. Er wollte nichts dem Zufall überlassen und bändigte aus den umliegenden Felsnadeln dünne Spitzen in der Größe von Jians hervor, mit denen er die übrigen Schützen, die sich hinter den Felsen versteckt hielten, unschädlich machte. Jianzhu bemerkte beim Umsehen, dass sein Aalhund während des Kampfes geflohen war und dass einer seiner Wachmänner dem Pfeilgeschoss zum Opfer gefallen war, aber die Zügel der anderen zwei Aalhunde waren um seine Handgelenke gewickelt, worüber Jianzhu dankbar war, auch wenn er den Namen des gefallenen Wachmannes nicht wusste. Der andere Wachmann lebte und stellte sich ihm als Saiful vor. Jianzhu war von dessen Kampftalent beeindruckt und lobte ihn für seine gute Arbeit gegen die Angreifer. Bei der weiteren Untersuchung des Kampfüberbleibsels fiel Jianzhu eine Blume, deren Art nicht mehr erkennbar war, im Hemdrevers eines der Angreifer auf. Die zweite Leiche, die er untersuchte, trug keinen Schmuck am Körper, doch Jianzhu fand durch die Zurückverfolgung vom Weg des Mannes eine Mondpfirsichblüte auf dem Boden. Jianzhu biss sich die Zähne zusammen, als ihm klar wurde, dass es sich dabei um ein Abzeichen handelte. Jianzhu blickte sich um und sah in der Nähe das aufragende Gebirge, welches angeblich unbewohnt und unbegehbar sein sollte. Da ihre Angreifer aber nicht für eine Expedition ausgerüstet waren, schlussfolgerte Jianzhu, dass sie ein Versteck oder ein Lager in der Nähe haben mussten, und wandte seinen Seismischen Sinn an, indem er einen Energiestoß in die Erde schickte, um ihre Fußabdrücke zu verfolgen. Gemeinsam mit Saiful folgte er der Spur zu einer Lichtung hin, wo sich ein stuhlgroßer grauer Stein befand, unter dem eine Holzluke zum Vorschein kam.[104]

Jianzhu und Saiful ritten auf ihren Aalhunden im unterirdischen Geheimweg dem Netzwerk entlang die Berge hinauf und räumten versperrte Wege frei bis sie schließlich einen Krater vorfanden, auf dessen Grund ein Dorf auf sie wartete, was die zwei Männer überraschte und Jianzhu wütend machte. Als Saiful ihn fragte, ob an dem Ort eine Stadt sein sollte, verneinte der Erdweise dies mit aufeinander gepressten Zähnen. Jianzhu hatte von dem Ort noch nie etwas gehört, aber die Tatsache, dass eine ganze Siedlung, deren Existenz auf keiner Karte wiederzufinden war, außerhalb der Reichweite des Gesetzes existierte, ließ Jianzhu mit Zorn überlaufen, wie „[...] ein Ladenbesitzer, der sein Ungeziefer nicht loswurde“. Auf ihrem Ritt durch die Stadt fanden sie sie verlassen vor. Sie sahen ein Banner mit den Schriftzeichen Hu und Jiang, was den Namen des „Dreckskaffs“ bildete: Hujiang. Saiful machte ihn auf seinen ausgerissenen Shirshu, inzwischen tot, aufmerksam, welcher ohne Gesicht in Gestalt eines faulig riechenden Haufens auf der Straße lag und sie blockierte. Jianzhu wusste, dass dies Professor Shaw nicht gefallen würde und sah sich vor, sich eine glaubwürdige Geschichte auszudenken samt überzeugendes Bestechungsgeld zu zahlen, damit der Mann keine Probleme verursachen würde. Ein schabendes Geräusch vom Haus zu ihrer Rechten erregte Jianzhus Aufmerksamkeit. Jianzhu stieg von seinem Reittier ab und näherte sich dem Gebäude und befahl dem besorgten Saiful, die Straße in seiner Abwesenheit zu bewachen. Er schlich sich so unauffällig wie möglich in das Haus hinein und stellte anhand der Innenausstattung dabei fest, dass es sich wahrscheinlich um eine Taverne handelte. Dass die „Gesetzlosen“ ungestört solche Treffpunkte bauen konnten und Wein verkauft hatten, machte ihn erneut wütend. Hinter dem Tresen fand er die Quelle des Geräusches vor: einen muskulösen und vernarbten Mann, der auf einem Stapel Kissen saß und am Bein verletzt war. Jianzhu bemerkte leere Flaschen und Töpfe mit Essensresten und schlussfolgerte, dass der Shirshu die Dorfbewohner vor ein paar Tagen verscheucht haben musste und man den Mann, der aufgrund seiner Beinverletzung die Reise nicht antreten konnte, bei der Evakuation alleine im Dorf zurückgelassen hatte. Für den Hinterhalt am Fuße des Berges war eine Nachhut oder ein Haufen zurückgebliebener Opportunisten verantwortlich. Als Jianzhus Blick auf eine verdächtige Vase mit einer Mondpfirsichblüte fiel, vertraute er dem Mann an, dass er auf der Suche nach zwei Mädchen mit der Beschreibung Kyoshi und Rangis war, die vorbeigekommen sein mussten. Jianzhu konnte den wortlosen Speerhandstoß problemlos abfangen und beförderte diesen in eine Seitenwand eines nahen Regals um, die zertrümmert wurde und die Hand seines Angreifers verletzte. Jianzhu schaute zu, wie er sich vor Schmerzen krümmte, bis der Mann sich ihm voller Stolz mit seinem offiziellen Daofeinamen als „Guan mit den vier Schatten“ vorstellte und ihm mitteilte, dass er ihm nichts sagen würde und dass er einen Mann des Gesetzes erkennen würde, wenn er ihn sähe. Jianzhu glaubte ihm das. Ihm war gleichzeitig bewusst, dass die Offenbarung des offiziellen Namens eines Gesetzlosen bedeutete, dass man mit ihnen nicht mehr vernünftig reden konnte, doch der Erdweise berief sich auf eine Taktik, die ihm noch offenblieb und ihm erlaubte, mit den Gefühlen des Daofeis zu spielen. Er nahm die Mondpfirsichblüte und drehte ihren Stängel zwischen Daumen und Zeigefinger, während er seinem Gegenüber eine Anekdote aus seiner Vergangenheit erzählte, über die Skorpionbande. Als Jianzhu am Anfang seiner kleinen Geschichte die geringe Gruppenzahl von zwölf Mitgliedern erwähnte, entdeckte er das, wonach er gesucht hatte: Guans höhnisches Schnauben verriet ihm, dass dessen Gruppe wesentlich größer sein musste. Jianzhu fuhr fort und offenbarte, wie es ihm gelang, die Bande einzuholen. Zwei von ihnen hatten sich die Fußfäule eingefangen und wurden von den anderen auf Tragen geschleppt. Jianzhu mutmaßte, dass sie entkommen wären, wenn sie ihre Kranken zurückgelassen hätten, aber sie entschieden sich stattdessen fürs Zusammenbleiben und damit für die Bruderschaft. Er zerquetschte die Mondpfirsichblüte und sagte, dass so die Anhänger des Kodexes früher gehandelt hatten und führte Guan vor Augen, dass dieser Zusammenhalt und diese alte Tradition von Ehre nicht mehr unter seinen Eidsbrüdern vorhanden wäre. Jianzhu wich der darauffolgenden Spucke des anderen Mannes nicht aus. Dieser sagte ihm, dass die Brüder der Herbstblüte bereit wären, füreinander zu sterben, und fuhr fort, bevor er seinen Fehler realisierte und sich schweigend zurücklehnte, zu Jianzhus Ärger. Er verzog das Gesicht und krempelte die Ärmel hoch, um den Daofei auf die harte Tour zum Reden zu bringen.[105]

Beim Verlassen der Taverne wischte Jianzhu sich infolge des Verhörs die Hand an einer dagelassenen Satteldecke ab und dachte fieberhaft über die Organisation der Herbstblüte nach, von der er noch nie gehört hatte. Er machte sich Vorwürfe, die Einnistung einer Gruppe Krimineller nahe der Hauptstadt des Erdkönigreichs zugelassen zu haben. Auch wusste er nun, dass sich Kyoshi unter ihnen befinden und in Hujiang gewesen sein musste. Jianzhu vermutete, dass sie genauso wie er selbst in den Bergen einem Hinterhalt verfiel und daraufhin von den Kriminellen gefangengenommen worden sein musste, wonach sie anschließend in ihr Hauptquartier gebracht worden war. Jianzhu verfluchte Geister sowie Menschen, all jene, die es dazu kommen ließen, dass der Avatar von Daofei verschleppt worden war. Als Jianzhu verzweifelt nach Antworten in den Himmel schaute, sah er einen Vogel fortfliegen, einen seiner Falken. Er dachte daran, wie in manchen Kulturen durch die Beobachtung der Flugmuster von Vögeln die Zukunft gelesen wurde und fragte sich in dem Moment, wie sich die Dinge entwickelt hätten, wenn sie den Avatar mit jener Methode unmittelbar nach dessen Geburt gefunden hätten. Als Saiful wieder erschien und nach seinen Funden im Haus fragte, antwortete Jianzhu, er hätte nur eine Leiche vorgefunden. Jianzhu wurde argwöhnisch über die gelegen gekommene Anwesenheit des jungen Wachmannes und sagte diesem, dass er ihn nicht für die Überlieferung einer Nachricht gebeten hatte. Saiful war überrascht und sagte nervös, dass er nur weitere Vorräte angefordert hätte. Jianzhu wurde skeptisch und fragte ihn, ob er von der Östlichen Halbinsel stammte, wo sich Hui oft geschäftlich aufhielt. Jianzhu bluffte und provozierte den Wachmann, indem er fragte, ob er Hui schon einmal begegnet wäre und ob er bei ihm die Vorräte angefordert hätte. Sein Verdacht bestätigte sich anhand Saifuls Reaktion und er schlussfolgerte, dass er von Hui geschickt wurde, um seinen Haushalt zu infiltrieren, um herauszufinden, was mit dem Avatar passiert war. Jianzhu stellte unter vier Augen klar, dass der Avatar Gesetzlosen zum Opfer fiel, was Saiful Hui in seiner Nachricht mitgeteilt haben musste. Jianzhu ging auf den zurückweichenden Wachmann zu, der sein Dao zückte, und bereitete sich auf einen Kampf vor. Ihm war bewusst, dass er die Nachricht Saifuls nicht mehr aufhalten konnte und dass sein Ruf ruiniert sein würde, sobald Hui die Nachricht erhielt und den anderen Erdweisen die Wahrheit erzählte, aber trotz seiner verschlechterten Ausgangslage weigerte sich Jianzhu, seine Spielsteine fallen zu lassen. Er schenkte Saiful beim Annähern ein grimmiges Lächeln, darauf erpicht, seinen Blutzoll einzufordern, so wie er es immer mit seinen Gegnern tat.[106]

Huis Hinterhalt[]

Qoute1 (Weiß) Immer etwas in Reserve zu haben, ist der Schlüssel zum Erfolg. Qoute2 (Weiß)
— Jianzhu über den Verlust einer der beiden Shirshus zu Hei-Ran. (Quelle)

Jianzhu freute sich nach seiner Rückkehr, wieder in seinem Zuhause in Yokoya zu sein, auch wenn seine Dienerschaft ihm nervige Fragen über den Verbleib seiner Reisebegleiter stellte. Anders als sie ließ sich Hei-Ran aber nicht mit der simplen Aussage abspeisen, sie wären bei einem Daofei-Hinterhalt „in Ausübung ihrer Pflicht verstorben“. Seine besorgten Diener ließ Jianzhu am anderen Ende seiner von innen verschlossenen Arbeitszimmertür zurück. Er warf seine unbeantwortete Post auf den Schreibtisch und erläuterte, während er das Siegel eines Postbehälters brach, der eine Schriftrolle enthielt, Hei-Ran, welche auf der Couch Platz genommen hatte, dass die Spur in Taihua endete. Es wurde ein Shirshu verloren, aber deshalb hätten sie ja immer einen in Reserve. Während er den von Statthalter Te stammenden Brief aufrollte, spekulierte Jianzhu, die beiden flüchtigen Minderjährigen wären in Ba Sing Se in Sicherheit, und wollte seine Kontakte in allen drei Ringen spielen lassen, doch Hei-Ran unterbrach ihn plötzlich durch lautes Rufen seines Namens, wodurch er von der Papierrolle aufschaute. Sie forderte ihn auf, aufzuhören, denn es wäre „vorbei“. Er musterte sie wachsam und ließ sie fortfahren. Sie erläuterte ihm, Huis Aktivitäten während Jianzhus Abwesenheit im Blick behalten zu haben, und der Kämmerer hätte über eine Woche zuvor regen Brief-, Gold- und Silberverkehr gehabt. Jianzhu verknüpfte dies innerlich mit dem Zeitpunkt des wahrscheinlichen Zugangs von Saifuls Nachricht. Er sah sich aber noch immer im Vorteil, denn Hui wusste noch immer nichts von der wahren Identität des Avatars. Hei-Ran wusste von Kyoshi, hatte also die genaueren Informationen, kannte jedoch nicht wie Hui die jüngsten Neuigkeiten, also das Ergebnis der Spurensuche und die Existenz von Hujiang als Gesetzlosensiedlung in der Taihua-Gebirgskette. Jianzhu musste diese Asymmetrie im Blick behalten. Hei-Ran sah voraus, Hui würde mit den Informationen, die Jianzhu ihm auf der Feier gegeben hatte, weitere Beweise sammeln, damit er und andere Erdweise Jianzhu den Avatar wegnehmen konnten. Jianzhu erkundigte sich bei seiner alten Freundin, wie sie zu kontern beabsichtigte, doch das wollte sie überhaupt nicht. Sie wollte den anderen Weisen die Wahrheit sagen, um die Suche auszuweiten, und ihre Tochter zurück, ohne Rücksicht auf den Avatar. Jianzhu war überrascht über Hei-Rans Mangel an Ausdauer, denn nach ihrem Kenntnisstand wären Kyoshi und Rangi gar nicht in Gefahr gewesen. Jianzhu seufzte und dachte angestrengt nach, wie er Kyoshi, und nur damit auch Rangi, zurückbekommen könnte, bis er schließlich seiner Freundin Recht gab und „diese Farce“ beenden wollte, was sie voller Hoffnung aufblicken ließ. Er rechnete ihr die Restzeit zusammen, die sie für die Vorbereitung einer Stellungnahme noch hätten, und munterte sie auf, indem er sich damit abzufinden schien, den Avatar zu verlieren, damit sie ihre Tochter wiederbekäme. Hei-Ran stand auf, legte eine Hand an Jianzhus unrasierte Wange und streichelte sie aus Dankbarkeit sanft mit dem Daumen. Jianzhu schmiegte sich an ihrer Hand, drückte sie kurz mit seiner eigenen an sein Gesicht und lächelte. Er bat sie anschließend darum, ihn mit seiner ganzen ungeöffneten Post allein zu lassen.[107]

Jianzhus Lächeln verschwand mit dem Schließen der Tür. Während er Tes Brief wieder zur Hand nahm, bewertete er, der immer ein Einzelspieler gewesen war, es innerlich als richtig, Hei-Ran nicht die ganze Geschichte erzählt zu haben. Tes offenbar eilig und in großer Bedrängnis geschriebenem Brief entnahm Jianzhu die Information über Xu Ping Ans Ausbruch, bevor er jene Nachricht in den Händen zerknüllte und sich die Stirn rieb. Seine Adern traten hervor; Jianzhu kochte vor Wut, überflog Tes Schilderung des Hergangs und erwartete, jeden Moment tot umzufallen. Die ihn erlösende Information fand er aber stattdessen weiter unten auf der Seite: unter seinen Angreifern war ein sehr großes Mädchen, welches Erde und Luft gebändigt haben sollte, sprich der Avatar war am Leben. Jianzhu lehnte sich erleichtert auf seinem Stuhl zurück. Er konnte noch nicht beantworten, was das Mädchen machte, denn die Schilderungen ließen sie nicht wie eine Gefangene wirken, aber die Frage stellte er erst einmal zurück, um einen weiteren Brief zu öffnen. Jener stammte von einem Hauptmann in Yousheng und berichtete von der Festnahme einiger zu Tode erschrockener Daofei, welche die Geschichte erzählt hatten, dass ihr Anführer Xu Ping An von einem mächtigen „Geist mit glühenden Augen“ ermordet worden wäre. Jianzhu kannte diese glühenden Augen, malte gedanklich eine Skizze von Yousheng und schlussfolgerte, dass die geflohenen Kriminellen in der Gegend zwischen Tes Palast und Zigan möglicherweise den Avatar gesehen hätten. Er schöpfte daraus neuen Optimismus, denn die Lage hatte sich für ihn zum Besseren gewendet und mit einigen Kurskorrekturen könnte er den Avatar bald darauf wiederhaben. Er kümmerte sich nicht darum, was Kyoshi tat oder warum, denn er hatte Zeit, so nahm er an. Am nächsten Morgen jedoch fand er heraus, dass jene ihm ausgegangen war.[108]

Mit einem falschen Lächeln auf den Lippen stand Jianzhu vor seinem Anwesen und winkte der eintreffenden Karawane zu, welche mit dem fliegenden Eber der Beifong-Familie geschmückt war. Er fragte Hei-Ran, ob sie davon gewusst hätte, und biss dabei die Zähne aus Frustration fest zusammen. Sie verneinte dies und beide waren wütend und ratlos. Jianzhu hatte geglaubt, Kämmerer Hui zu durchschauen, hatte sich aber bei der Menge verborgener List und Tücke unter seiner glatten Oberfläche getäuscht. Jianzhu spielte eine höfliche Begrüßung und hätte ihn am liebsten vor aller Augen erwürgt. Er erkundigte sich bei Hui, ob Lu Beifong mitgereist wäre, und das war jener nicht, wie sich herausstellte. Jianzhu fiel auf, dass Hui nicht sagte, ob Jianzhus alter Meister die Aktion Huis abgesegnet hatte oder nicht. Dann beobachtete Jianzhu die anderen aus ihren Kutschen steigenden Weisen und stellte fest, dass Hui offenbar die komplette Nordwestküste des Erdkönigreichs nach Verbündeten abgegrast hatte. Als Zhang hatte sich Dakou die Gelegenheit auf Demütigung eines Ganjinesen ebenfalls nicht nehmen lassen, wie Jianzhu bemerkte. Ihre große Zahl überraschte ihn: etwa ein Fünftel der Elite des Erdkönigreichs. Mit freundlichem Habitus bot der Hausherr den ungeplanten Gästen im Anwesen eine Erfrischung an.[109]

Jianzhu betrat die Küche, beruhigte die nicht vorgewarnte Dienerschaft und übernahm persönlich die Vorbereitungen. Eigenhändig half er, indem er einen riesigen Kessel auf den Herd wuchtete. Jianzhu nahm für seine Angestellten den Druck heraus: sie müssten nicht ihre „beste Arbeit abliefern“, die Zeit wäre zu knapp und die Situation nicht ihre Schuld. Tante Mui, den Tränen nahe, wies auf den gesellschaftlichen Stand der Gäste hin, doch Jianzhu wandte sich, nachdem er den Kesseldeckel gehoben und einen prüfenden Blick auf den Wasserpegel geworfen hatte, zu ihr um und legte der Frau die Hände auf die Schultern. Mit herzlichen Worten redete er ihr zu, erklärte, dass die Gäste geschäftlich dort wären und sie daher nicht von ihr bewirtet werden müssten. Sie sollte einfach dafür sorgen, dass der Tee serviert werden würde. Mui errötete und machte sich eilend an die Arbeit.[110] Jianzhu nutzte die Gelegenheit, um dem Teewasser Gift beizumischen.[14] Er staubte sich die Hände ab und seufzte müde.[111]

Jianzhu betrat im Anschluss die große Empfangshalle und wurde mit dem schwer zu ertragenen Anblick der Erdweisen konfrontiert, wobei Hui auf dem Stuhl des Hausherren, also auf Jianzhus Stuhl, Platz genommen hatte. Etwas links von Hui saß Hei-Ran, welche mit großen Augen zu Jianzhu herüberstarrte, die ihn wohl fragten, was er nun zu tun gedachte. Er antwortete ihr mit der Handlung, sich allein an den verbleibenden Tisch zu setzen und abzuwarten, während er von allen Seiten angestarrt wurde. Hui ergriff das Wort und bat Jianzhu darum, Kelsang und den Avatar zur Gesellschaft rufen zu lassen. Da just in dem Moment die Diener den Tee brachten, reizte der Hausherr den Moment aus, bevor er eine Antwort gab, wartete, bis jeder Weise eine Tasse bekommen hatte. Er selbst nickte dem Mädchen zu, welches ihm seine Tasse brachte, nahm einen Schluck und war sehr zufrieden mit der von Mui gewählten Oolong-Mischung. Erst nachdem die Diener gegangen waren, antwortete er Hui mit dem Hinweis, er wüsste ebenso gut wie er von der „spirituellen Reise“ des Avatars und Kelsangs. Hui hakte nach, warum die Äbte der Lufttempel die beiden seit Jianzhus erstmaligem Aufstellen dieser Behauptung nicht ein einziges Mal gesehen hätten, woraufhin Jianzhu auf die schwierige Beziehung Kelsangs mit den orthodoxeren Tempelvorstehern hinwies, und den Luftnomaden heilige Orte gäbe es ohnehin „überall auf der Welt“ – schließlich wären sie ja Nomaden. Hui fragte fauchend, welche „heiligen Orte“ es in Taihua gäbe, und beantwortete sich die Frage gleich selbst, indem er die Aufmerksamkeit auf jene bisher unbekannte Daofei-Siedlung lenkte. Jianzhu gab sich tiefenentspannt und ahnungslos, woraufhin Hui in Einzelheiten von der Siedlung und der damit augenscheinlich verbundenen Gefahr für den Avatar erzählte. Hei-Ran sah Jianzhu an, als hätte er ihr ein Messer ins Herz gerammt, und ihr Blick war der einzige, den er nicht erwidern konnte. Stattdessen konzentrierte er sich auf den Kämmerer, und als jener Jianzhu große Schuld anlastete und behauptete, dass er „nicht mehr in der Lage [wäre], als Meister des Avatars zu dienen“, platzte Jianzhu der Kragen. Er schrie Hui an, ob er etwa meinte, es sein zu wollen, er, der „die Macht und den Status“ allein um ihrer selbst willen wollen würde. Hui reagierte selbstgefällig und siegesgewiss, wies darauf hin, dass die Versammlung noch über den zukünftigen Lehrmeister des Avatars, sofern noch am Leben, zu entscheiden hätte. Daraufhin wurde Jianzhu übel. Während ihm kalter Schweiß auf der Stirn stand, höhnte er über den Charakter jener „Versammlung“ und ihre Zusammensetzung; er fuhr die anderen Erdweisen an, was Hui ihnen denn versprochen hätte. „Jahrhunderte lang“ hätten „Männer wie Hui diese Nation in Stücke geschnitten und sie denen angeboten, die dafür bezahl[t]en“. Er selbst wäre derjenige, der das Erdkönigreich „stärker machen“ wollte. Damit erreichte er nichts im Saal. Hui wollte gerade mit der Abstimmung beginnen, als Jianzhu zu würgen begann. Seine Innereien krampften sich zusammen und ihm verschwamm die Sicht. Er schrie Hui an, fragte, was vor sich ginge und was er mit ihm gemacht hätte. Jener war jedoch ahnungslos und binnen kurzer Zeit bluteten, würgten und übergaben sich die Menschen im ganzen Saal. Jianzhu fiel vorwärts auf die Tischplatte. Hei-Ran konnte er nicht sehen, doch zielgenau wie eine Kompassnadel streckte sich seine Hand nach ihr aus. Anschließend verlor er das Bewusstsein.[112]

Jianzhus Plan war aufgegangen: er hatte Hui und die anderen Weisen ermordet und das Gift selbst getrunken, um sich von jedem Verdacht reinzuwaschen, wobei er auf das Gifttraining mit Amak vertraute. Nebeneffekte waren, dass mehrere Diener gestorben waren, weil sie das restliche Teewasser selbst getrunken hatten, und vor allem, dass auch Hei-Ran lebensbedrohlich geschädigt wurde, was Jianzhu sehr schwer traf. Es war zu erwarten, dass das Attentat ein großes politisches Nachbeben verursachen würde. Doch Hui hatte ungewollt dafür gesorgt, dass Jianzhu selbst sauber aus der Sache herauskommen konnte: es war ja von Anfang an Jianzhus Absicht gewesen, Hui den Verlust des Avatars zu beichten, damit der Kämmerer alle Weisen identifizierte und zusammentrommelte, die nicht komplett auf Jianzhus Seite standen. Die übrigen Amtsträger konnte Hui nicht einmal mit Beweisen, dass der Avatar mit Daofei unterwegs war, dazu bringen, ihm gegen Jianzhu zu folgen, also waren all jene wahrhaftig loyal gegenüber Jianzhu. Und diese Bürokraten waren diejenigen, die noch lebten. Hui hatte getan, was Jianzhu gewollt hatte, aber weil er schneller und aggressiver vorgegangen war, als Jianzhu erwartet hatte, musste er sein eigenes Heim in ein Leichenhaus verwandeln – und es hatte ihn wohl Hei-Ran gekostet. Jianzhu überlegte daher, Huis Knochen an die Kuhsäue zu verfüttern.[113]

Als nächstes stand es für Jianzhu an, der Spur des Avatars zu folgen. Auf einer Straße in Zigan entdeckten mehrere von Jianzhus Getreuen Kyoshi und ihre Gruppe. Mit Shirshu-Giftpfeilen machten sie Kyoshi und ihren Daofei-Begleiter Lek handlungsunfähig, wobei Letzterer eine tödliche Reaktion auf das Gift hatte und erstickte. Rangi wurde durch das Gift quasi bewusstlos und nur sie wurde von mehreren Paar Händen angehoben und weggezerrt. Ein einem Pfosten auf dem Marktplatz hinterließ Jianzhu eine Nachricht an den Avatar, sie sollte allein zu ihm nach Qinchao kommen.[114]

Hei-Ran war nicht bei Bewusstsein, und wäre sie es gewesen, hätte sie Jianzhu für das, was er ihrer Tochter angetan hatte – er hatte ihr den Haarknoten abgeschnitten und damit entehrt[115] – garantiert zu Asche verbrannt. Ein bis zwei Tage seit Rangis Ankunft im Avatar-Anwesen waren vergangen und Jianzhu saß im Krankenflügel an Hei-Rans Bett. Es fiel ihm wahrhaftig schwer, seine letzte Freundin auf der Welt blass und geschwächt im Bett liegen zu sehen. Er kam schwerfällig auf die Beine, die Knie noch etwas schwach von den Nachwirkungen des Gifts, und strich Hei-Ran eine Strähne ihres langen Haars aus dem Gesicht. Ihre Widerstandskraft, ihr inneres Feuer hielt sie mit knapper Not am Leben. Jianzhu wollte, sobald er die Zeit hatte, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um sie vollends zu heilen, musste sich aber zunächst auf ein wichtiges Treffen vorbereiten.[14][116]

Tod[]

Jianzhu erreichte das Teehaus von Qinchao, sichtlich ausgehungert und müde, nach Kyoshi und wurde von ihr sofort entdeckt. Er nahm auf dem Stuhl ihr gegenüber Platz. Einen herbeikommenden Kellner, welcher die Bestellung aufnehmen wollte, schlug Jianzhu mit einem Blick sofort in die Flucht. Die beiden schauten sich gegenseitig intensiv an und drückten aus, wie schlecht das Gegenüber aussähe – Kyoshi aufgrund des übrigen Shirshugifts in ihrem Körper. Jianzhu stützte die Ellenbogen auf den Tisch, legte den Kopf in die Hände, lächelte das Mädchen erschöpft und halbherzig an und erläuterte, die Shirshus hätten eigentlich nicht Kyoshi persönlich, sondern stattdessen Rangis Geruch aufgespürt. Während Kyoshi darin große Skrupellosigkeit sah, fand Jianzhu, sich über das Gesicht reibend, ohne ein Druckmittel hätte er nach ihrem letzten Treffen vor ihrem Fortlaufen keine Aussicht darauf gehabt, sie zurückzubekommen. Kyoshi verglich Jianzhu aufgrund dieses Vorgehens mit Geiselhändlern und Daofei, was Jianzhu nur als weiteren Beweis dafür sah, wie dringend sie ins Avatar-Anwesen zurückkehren müsste, um „ordentlich trainiert und ausgebildet“ zu werden. Kyoshi wollte wissen, wo Rangi war, und Jianzhu erklärte schreiend, dass sie zu Hause wäre, wo Kyoshi auch die ganze Zeit hätte sein sollen. Kyoshi versuchte zwar, aufgrund der Macht Jianzhus über Rangi ruhig zu bleiben, aber ihre Knie zitterten ein wenig und brachten den Stein auf der Tischplatte zum Beben, wodurch sich Jianzhus Aufmerksamkeit darauf richtete. Jianzhu fragte, ob es ein weiteres, von Kyoshi unterwegs gefundenes Kinderspielzeug wäre, was Kyoshi verneinte. Der Erdweise kommentierte die Konversation unwirsch als Zeitverschwendung, da Kyoshi offenbar keinen Plan mitgebracht hätte. Kyoshi schwieg, um ihre Mordabsichten nicht zu verraten, wodurch Jianzhu sich bestätigt sah. Er selbst jedoch erläuterte, das Gebäude einstürzen zu lassen und alle Menschen darin umzubringen, wenn sie nicht mit ihm mitkäme – Steinhäuser wären schließlich „ungeheuer anfällig für Erdbeben“. Kyoshi fand, er würde seinem „Daofei-Namen alle Ehre machen“, weshalb Jianzhu erstarrte. Er schlug sich die Hand vor den Mund, begann zu zittern und es kamen ihm die Tränen, denn er lachte hysterisch. Nach diesem stillen, krampfartigen Anfall, der seinen ganzen Körper durchschüttelte, schlug er mit der Faust auf den Tisch und brachte sich unter großen Schwierigkeiten wieder unter Kontrolle. Er bot ihr an zu erfahren, wie er sich einst diesen Namen verdient hatte, beugte sich verschwörerisch zu ihr hinüber und erzählte die aus seiner Sicht lustige Geschichte von den Geschehnissen am Zhulu-Pass. Er gackerte währenddessen zufrieden, fand, Kyoshi hätte sehen müssen, wie die Gelbnacken ihr eigenes Grab gebuddelt und freiwillig hineingesprungen waren, sodass er lediglich Erde darüber schütten musste. Er zitierte eine seiner Losungen: Stärke bedeutete, „nicht die Elemente, sondern andere Menschen nach deinem Willen zu bändigen“. Jianzhu seufzte und schob die schöne Erinnerung wieder zurück in seinen Hinterkopf, zu den vielen anderen.[117]

Er stellte fest, dass Kyoshi „schwer zu bändigen“ wäre, und schlussfolgerte, aus Mangel an anderen Optionen wohl nach dem Massenmord im Teehaus in Yokoya Rangis Kehle durchzuschneiden. In dem Moment intervenierte Kyoshi, indem sie Leks letztes Geschoss auf Jianzhus Schläfe zurasen ließ. Jianzhu schwankte vor Anstrengung auf seinem Stuhl; nur mit großer Mühe konnte er Kyoshis Bändigen kontern und den Stein mit seinem auf den Tisch zurück zwingen. Während sie um die Kontrolle über den Stein rangen, erkundigte er sich, ohne ihren versteckten Kyoshis Fächer zu bemerken, neugierig, woher sie auf einmal mit solcher Präzision einen kleinen Stein bändigen konnte. Ein kleines bisschen beeindruckt war Jianzhu, als sie erwähnte, mit anderen Menschen unterwegs gewesen zu sein, und gleichzeitig hätte sie mit ihrem Fortschritt alle im Teehaus verdammt. Mit seiner freien Hand versuchte er, die Decke zum Einsturz zu bringen, was Kyoshi mit ihrem zweiten Fächer neutralisieren konnte. Beide investierten gewaltige Mühe, um den Patt zu halten; Jianzhu bekam keine Worte heraus. Jedoch wurde er wütend, als er bemerkte, dass Kyoshi sein Moment der Schwäche nicht entgangen war, und streckte ein Bein zur Seite aus, um eine der stützenden Wände einzureißen. Ein Riss formte sich von oben bis unten, aber die Wand hielt. Jianzhu spannte den Unterkiefer an und bleckte die Zähne. Ihr Kampf war still und von außen kaum bemerkbar. Beide konnten sich nicht bewegen, doch dann mischte sich eine dritte Person plötzlich in ihren Kampf ein: Yun. Jianzhus Schock, als er die Gestalt erkannte, kostete ihn um ein Haar die Kontrolle über den Stein. Nach einem Moment der Starre bemerkte Yun den Stein und nahm ihn den noch immer miteinander ringenden Kyoshi und Jianzhu in aller Ruhe ab. Er hielt ihn vor sich, ins Sichtfeld Kyoshis und Jianzhus, und legte dann die Hand mit dem Stein darin auf Jianzhus Brust. Die andere Hand legte Yun sanft auf Jianzhus Rücken. Dessen Augen quollen hervor, weil er mit seinen Erdbändigungskräften nicht verhindern konnte, dass der Stein von Hand zu Hand wanderte, durch Jianzhus Körper. Jianzhu schwankte auf seinem Stuhl und würgte Blut hervor, während sich aus dem Loch in seiner Brust ein roter Fleck ausbreitete. Erdbändigungswellen gingen von Jianzhu in seinem Todeskampf aus, welche Kyoshi im Zaum halten konnte. Das Haus stürzte ein. Kyoshi konnte den Verfall noch bis zur Evakierung der Gäste aufhalten. Jianzhus toten Körper ließ sie an Ort und Stelle zurück.[118]

Vermächtnis[]

Polizisten fanden Jianzhus Leichnam und einige Zeugen bestätigten Kyoshis Geschichte, dass „ein junger Mann ihn kaltblütig ermordet“ hatte. Enge Geschäftspartner Jianzhus, einschließlich des Erdkönigs und des Königs von Omashu, waren im Besitz nur weniger Wochen alter, versiegelter Kopien seines letzten Willens und Testaments, welche im Falle seines Todes veröffentlicht werden sollten. Avatar Kyoshi war darin namentlich als Alleinerbin des gesamten Avatar-Anwesens – einschließlich seiner wirtschaftlichen und politischen Aufzeichnungen über Ba Sing Se in seinem Arbeitszimmer[119] sowie seiner Bibliotheken[120] –, seiner Ländereien und Reichtümer – auf zahlreichen Konten[121] beziehungsweise in zahlreichen Tresoren, wovon Kyoshi schließlich einen stattlichen Anteil zur Bestechung ihrer Freunde von der Fliegenden Operngesellschaft verwendete[122] – genannt. Zum Erbe gehörten auch diverse Immobilien wie eine kleine Wohnung in Ba Sing Se[123] und eine Hütte in der Feuernation[124].[125]

Der Meister gestand in seinem Testament ferner seinen großen Irrtum bei der Identifizierung des Avatars und ersuchte seine Kollegen dringend um die volle Unterstützung Kyoshis. Jianzhu blieb dadurch konsequent und war offenbar davon ausgegangen, dass die Welt auf sein Geheiß hin seine Sicht der Dinge übernehmen würde. Auf diese Weise entstand aber auch das Gerücht, Kyoshi hätte ihn aus Habgier ermordet.[125] Seinem letzten Willen und Testament zum Trotz stritten jedoch einige der Weisen Kyoshis Avatarschaft ab und bezichtigten sie des Betrugs.[126] Letztlich mussten sie wegen der fälschlichen Identifikation Yuns als Avatar einen großen Gesichtsverlust hinnehmen, allen voran Lu Beifong, welcher laut Hörensagen niemandem in seinem Haushalt, nicht einmal Gästen, erlaubt hätte, von Jianzhu oder seinem Schüler zu sprechen, während etwaige eigene Mitverantwortung an dem Fehler von sich gewiesen wurde.[127]

Yokoya begann nach Jianzhus Tod zu verfallen.[128] Das Avatar-Anwesen war nicht mehr so voller Leben und Trubel wie zu Jianzhus Lebzeiten, der größte Teil der Belegschaft kündigte sofort nach dem Abschluss der Ermittlungen im Vergiftungsfall und die neue Hausherrin, Kyoshi, ersetzte sie auch nicht, sah keine Notwendigkeit, einen großen Haushalt zu führen oder sich um Instandhaltung zu bemühen.[129]

Kyoshi wurde nach Jianzhus Tod in vielen Handlungen wie er, beispielsweise wenn sie auf beiläufige Weise anderen Befehle erteilte, und das hasste sie natürlich, aber es war äußerst effektiv.[130] Generell empfand sie seine Methoden trotz ihrer Brutalität als schnell und effizient, um Probleme zu lösen, weshalb sie sie im Alltag häufig vorzog gegenüber langfristigen, umsichtig geplanten Verbesserungen, wie Kelsang sie wohl bevorzugt hätte. Sie wandte sogar bei einem Beamten die gleiche atemraubende Technik an, welche Jianzhu einst bei ihr angewandt hatte. Somit hatte Jianzhu ihr auch sein immaterielles Erbe, seine Denkweise, hinterlassen.[131] Als Kyoshi beinahe in ihrer Raserei Huazo Saowon und Chaejin, Mutter und Sohn, vor den Augen des anderen umbrachte, um ein Geständnis über eine angebliche Verschwörung zu erzwingen, meinte der Avatar, in ihren Ohren Jianzhus Lachen hallen zu hören.[132] Als sie kurz darauf von Feuerlord Zoryus gnadenloser Strategie zur Beendigung des Kamelien-Päonien-Kriegs erfuhr, kam sie zu dem Schluss, dass ihre Sorgen, sich in Jianzhu zu verwandeln, als wäre der Erdweise eine bestimmte Art Ungeheuer gewesen, welches durch sie allein wiedergeboren werden konnte, lachhaft gewesen wäre. Die Welt würde in Wahrheit zuhauf Jianzhus hervorbringen, denn die Menschen würden Jianzhu mit jeder Faser ihres Seins nacheifern.[133]

Kyoshi sah im Jahr 295 VG einige Szenen aus Kuruks Leben in einer spirituellen Erinnerung, darunter auch seine erste Begegnung mit Jianzhu und die Entwicklung ihrer Freundschaft.[134]

Aussehen[]

Jianzhu hatte grüne Augen und lange schwarze Haare. Er hatte helle Haut und trug einen Fu-Manchu-Bart mit Spitzbart.[11] Er hatte ein gutaussehendes Gesicht und besaß üblicherweise ein ordentliches Erscheinungsbild mit gekämmtem Haar und Bart.[135] Zum Zeitpunkt 296 VG hatte er ausgeprägte Krähenfüße und weiße Schläfen, welche aus Stress resultierten.[12] Seine Haare wirkten an seinem Todestag in 296 VG vor Erschöpfung fahl und ausgezehrt und er sah viel älter aus.[135]

Jianzhu trug ein goldenes Kopfstück. Seine Kleidung basierte auf der des Gan-Jin-Stammes. Er trug ein cremefarbenes Untergewand und das Obergewand war olivgrün mit goldenen Rändern und Illustrationen. Darüber trug er eine gold-smaragdgrüne Weste. An seinen Armen trug er holz- bzw. dunkelbraune Armschienen. An den Füßen trug er grün-graue Schuhe.[11]

Persönlichkeit[]

Qoute1 (Weiß) Ich [bin] letzten Endes nur eine Notlösung. Ein Lückenfüller. Die Verantwortung, das Erdkönigreich stabil und im Gleichgewicht mit den anderen Nationen zu halten, liegt rechtmäßig beim Avatar. Qoute2 (Weiß)
— Jianzhu zu Kyoshi. (Quelle)

Jianzhu sah in seiner Rolle nur die einer Notlösung, eines Lückenfüllers, bis ein Avatar seine Aufgaben übernehmen konnte. Sein Wort galt allgemein als äußerst zuverlässig und seine Freundschaft als sehr wertvoll.[19] Er war intelligent und tatsächlich engagiert, die Welt sorgsam zu regieren, stabil – konkret am Beispiel der Feuernation[70]–, frei von Korruption und mit mehr Wohlstand für die Armen, wobei er stets Realist war.[136][137] Er ließ die Menschen in seinem Verantwortungsbereich nicht im Stich.[67] Sein üblicherweise gepflegtes Erscheinungsbild mit ordentlich gekämmten Haaren und Bart war wahrscheinlich Ausdruck einer ordnungsbewussten Persönlichkeit.[138]

Seine große Machtfülle ließ ihn nicht zur Prahlerei neigen, sondern eher ermüden.[139] Neben seine Müdigkeit gesellten sich auch Schuldgefühle bezüglich des Schicksals seines Freundes Avatar Kuruk.[25][21] Jianzhu war immer schon recht spießig und ein strategischer Denker gewesen, doch in Jugendtagen mit seinen Freunden war er aufgeweckt und lebensfroh.[140] Durch die Müdigkeit und Schuldgefühle nach Kuruks Tod verschwand diese Seite von ihm mehr und mehr. Er dachte zynisch und hemmungslos über diejenigen, die er für den Verfall seiner Nation verantwortlich machte.[99] Diese Abscheu brachte ihn zu morbidem Vergnügen an seinen Taten, besonders bemerkbar bei seinem Massaker am Zhulu-Pass,[59] welches seinem qualvollen und einsamen Kampf gegen die mordende Gruppierung[42] ein Ende bereitet hatte. Jene Beschwerlichkeiten, die er mit den Gelbnacken zu ertragen hatte, fielen von seinen Schultern ab, als er Yun erblickte – weil er ihn für den Avatar hielt.[28] Er war der Auffassung, dass die größte Verantwortung gegenüber der Welt gleich nach dem Avatar derjenige trüge, der sein Denken beeinflusste.[25] Er sah Stärke darin, andere Menschen nach dem eigenen Willen zu bändigen.[59] Wenn es dafür notwendig war, das Leben Unbeteiligter in Gefahr zu bringen, war Jianzhu dazu auch entschlossen.[141] Sogar über seinen Tod hinaus war Jianzhu bereit, an seinen Methoden festzuhalten.[125]

Jianzhu war niemand, der vorzeitig aufgab. So spielte er im Pai Sho selbst aussichtslose Partien fertig. Aber auch im echten Leben forderte er im seltenen Fall, in dem er wirklich mal in Bedrängnis geriet, von seinen Gegnern stets einen Blutzoll bis zum bitteren Ende.[142]

Fähigkeiten[]

Erdbändigen[]

Qoute1 (Weiß) Ein bisschen wie der Löwentanz zu Neujahr. Unten ein fester Stand und oben ganz wild. Qoute2 (Weiß)
— Tante Muis Beschreibung von Jianzhus persönlichem Erdbändigerstil. (Quelle)

Jianzhu war ein Meister, aber ein unorthodoxer Erdbändiger.[143] Die Herangehensweise an das Element teilte er mit Avatar Kuruk;[134] Kelsang, Hei-Ran, Jianzhu und der Avatar profitierten vom gemeinsamen Training miteinander und ihrem Lernwillen.[26]

Jianzhus persönlicher Erdbändigerstil zeichnete sich dadurch aus, dass sein Unterleib stabil und ruhig war, er seine Hüfte nur geringfügig bewegte, seine Arme aber hin und her wirbelten, als hätten sie ein Eigenleben entwickelt. Er konnte damit im Fallen eine steile Rampe aus Felsen aus seiner Umgebung bauen, darauf landen und weiterrennen, ohne an Schwung zu verlieren, und dann rennend auf diese Weise Stück für Stück seine Erdbrücke in der Luft weiterbauen. Wenn er sich bis zu einem sicheren Ort gebaut hatte, konnte er dort landen und die Felskonstruktion auf etwaige Gegner unter sich hinabfallen lassen.[144] Eine andere Anwendungsmöglichkeit war das Sammeln von Steinplatten unter seinen Füßen, um Stufen zum Hinabsteigen eines Pfads zu bauen, wo gewöhnliche Erdbändiger einfach eine solide Plattform aus dem Boden gehoben hätten. Es war, als beugte sich die Erde selbst ihm und seiner immensen Macht.[143] Über auf ihn geschickte Wasserfontänen und Feuerstöße sprang oder glitt er behände hinweg. Auf den Stein selbst gerichtete Schüsse hinterließen aufgrund der chaotischen Überlappungen und Verzahnungen der Erdplatten kaum Schaden.[145] Wurde er mit einem großen Felsbrocken angegriffen, reichte ein einziger Griff, um ihn zu spalten und an sich vorbeifliegen zu lassen; selbst wenn er von hinten kam – umdrehen musste er sich dafür nicht. Wollte jemand einen Teil seiner Konstruktion herausreißen, konnte er die Schläge antizipieren und jede Erdbewegung neutralisieren, indem er etwa tiefer in die Knie ging und die Arme an den Rhythmus des Gegners angepasst kreisen ließ.[146]

Eine weitere Anwendungsmöglichkeit beinhaltete das Erschaffen eines Erdzelts, in welchem er sich verschanzen und seiner Umgebung lauschen und welches er dann mit seinen Fäusten rasch zersplittern lassen und als Geschosse in alle Richtungen schießen konnte. Für die Nachsorge ging er dann in einen tiefen Stand, schwenkte die Hüfte und schleuderte die Arme umher, um aus Felsnadeln in seinem Sichtfeld überall dünne Spitzen in der Größe von Jians hervorschießen zu lassen.[147]

Sein persönlicher Erdbändigerstil wurde auch von seinem einstigen Schüler Yun beim Kampf im Avatar-Anwesen in Yokoya verwendet, auch mit einem tiefen und breiten Stand und Armen so locker wie Seile, allerdings abgeändert, verzerrt, um den Stein um ihn herum zu verflüssigen und zu vernichten, statt etwas daraus zu bauen.[148]

Schwächere Gegner konnte er zudem mit zu Handschellen verformten Steinscheiben hochheben oder zu einem Kotau zwingen. Des Weiteren konnte er einen Maulkorb aus einer dicken Erdschicht bilden und damit eine folternde Atemraubtechnik anwenden.[149]

Mit einer Bewegung seines Handgelenks konnte er ein scharfes, kurzes und dünnes Stück Stein von einem Felsen ablösen. Damit konnte er seinen Gegner dann präzise und effektiv an einer verwundbaren Stelle treffen, so sauber geschnitten, dass es beinahe elegant wirkte.[150]

Jianzhu war zudem in der Lage, sich schnell tief in die Erde zu graben.[151]

Standardaufgaben wie Steine beiseite zu bewegen konnte er problemlos mit einer beiläufigen Handbewegung erledigen.[152]

Einen plötzlichen Angriff eines sehr starken Erdbändigers wie ein trainierter Avatar mit einem Stein konnte Jianzhu nur mit großer Mühe kontern und den Stein wieder auf seine Ausgangsposition zwingen. Gegenseitig rangen sie um die Kontrolle über den Stein. Auch andere entgegen laufende Bändigungsbemühungen unter beidseitiger Anstrengung und Mühe, ob beispielsweise ein Mauerwerk einstürzen oder instand gehalten werden sollte, neutralisierten sich auf diese Weise.[153]

Seismischer Sinn[]

Indem Jianzhu seine Handfläche auf den Boden rammte und einen Energiestoß hineinschickte, lief ein Beben durch die Erde und breitete sich aus wie Wellen in einem Teich. Er hielt anschließend nach kleinen Vertiefungen Ausschau, die die Fersen und Zehen seiner Gegner in der Erde hinterlassen hatten, und prüfte, wo etwa Schlammspuren im Gras zurückgeblieben waren. Die Spuren las er rückwärts und konnte so Kriminelle aufspüren. Er lauschte also der Erde und deutete ihre Zeichen.[152]

Wusste Jianzhu von der Existenz eines Tunnels unter der Oberfläche, konnte er durch Erdbändigung und sein Wissen über Bergbau einigermaßen seinen Verlauf abschätzen.[154]

Gifttraining[]

Jianzhu nahm wie auch Yun Gifttraining bei Amak, wodurch er in der Lage war, Gift im eigenen Körper zu neutralisieren.[155][14]

Speer[]

Jianzhu konnte einen plötzlich auf ihn geworfenen Speer vor seiner Kehle abfangen und zielgenau zu Lasten der Hand seines Angreifers umlenken.[156]

Pai Sho[]

Jianzhu sammelte sehr viel Pai-Sho-Erfahrung, auch unter anderem gegen Avatar Kuruk[157], und war in der Lage, vergangene Zugfolgen, brillante Strategien und ungeheuerliche Risiken, zu rekapitulieren.[158] So erkannte Jianzhu auch Kuruks Lieblingsstrategien in Yuns Zügen in Makapu wieder.[62]

Wie jeder gute Pai-Sho-Spieler folgte Jianzhu den Informationen, die sich vor ihm entfalteten.[159]

Die meisten Partien beim Pai Sho mussten nicht zu Ende gespielt werden, weil Meister des Spiels für gewöhnlich erkannten, wenn sie geschlagen waren, und aufgaben. Jianzhu jedoch hatte nie in seinem Leben eine Partie frühzeitig aufgegeben. Sollte er wirklich mal durch einen Gegner in Bedrängnis geraten sein, zwang er jenen zum Ausspielen der Zugfolge bis zum bitteren Ende. Dafür besaß er offenbar die nötige Geduld und Widerborstigkeit.[142]

Fliegen eines Himmelsbisons[]

Jianzhu konnte die Zügel eines Himmelsbisons mit dem Geschick eines Luftnomaden führen: Er ließ den Bison umherwirbeln und erzeugte auf diese Weise mit dem Schwanz gezielte Windstöße, die Wolken von Pfeilen und geworfenen Speeren fortwehten.[160]

Kampftaktikwissen[]

Jianzhu führte ausführliche taktische Anleitungen. Beispielsweise gab es demnach bei Kämpfen in beengten Verhältnissen die meisten Opfer an bestimmten Stellen wie Türen und Treppen. Jene Anleitungen zeugten vom enormen Kampftaktikwissen Jianzhus.[119]

Diplomatie[]

Jianzhu war außerordentlich geschickt auf diplomatischem Parkett. Kompetent konnte er in Besprechungen eine Lösung mit den anwesenden Diplomaten, Ministern und Botschaftern aushandeln.[37]

Hei-Ran und Jianzhu perfektionierten es in jungen Jahren, auf Versammlungen hochrangiger Beamter mit einem falschen Lächeln auf den Lippen zu kommunizieren und den schönen Schein zu wahren, während der Avatar einen Rausch ausschlief oder weibliche Abgesandte anbaggerte.[36]

Beziehungen[]

Kuruk[]

Qoute1 (Weiß) Wenn Kuruk heute noch am Leben wäre, würde er auf dem Höhepunkt seiner Macht stehen. Ich gebe mir die Schuld an seinem Untergang. Ich bin dafür verantwortlich, dass er so schlechte Entscheidungen getroffen hat. Qoute2 (Weiß)
— Jianzhu zu Kyoshi. (Quelle)

Jianzhu war ein sehr enger Begleiter und berühmter Freund Kuruks.[161][27] Jianzhu war bei ihrem ersten Aufeinandertreffen der Einzige der Erdkönigreichsdelegation gewesen, der Kuruks Sichtweise auf das Bändigen teilte. Sie verbrachten immer mehr Zeit zusammen und wurden wahre Freunde. Sie teilten gemeinsame Interessen wie das Pai-Sho-Spielen.[134] Kuruk erkannte in seinen Gefährten inklusive Jianzhu das Potential für Größe, für unorthodoxes Denken, welches weit über das hinausging, was ihre Älteren von ihnen erwarteten oder sogar von ihnen wollten. In diesem Geiste lehrte Jianzhu Kuruk das Erdbändigen.[26][25]

Jianzhu, der Kuruk am besten kannte, resümierte, dass Kuruk nicht in der Lage gewesen wäre, seine persönlichen Talente für eine effektive Führung auf globaler Ebene einzusetzen.[39] Er gab sich selbst die Schuld daran, Kuruk keine Weisheit vermitteln zu haben, weshalb Kuruk seiner Ansicht nach so schlechte Entscheidungen getroffen hätte.[25] Jianzhu kümmerte sich stets anstelle von Kuruk um die politischen Verhandlungen auf Versammlungen, während der Avatar seinen Rausch ausschlief.[37] Jianzhu war der Ansicht, Kuruk sollte sein Verlangen stillen, wenn es ihn überkam, und wurde wie seine anderen Freunde von Kuruk im Unklaren darüber gelassen, dass jener dadurch seine Kämpfe mit den Geistern verarbeitete, um sie zu schützen.[33]

Nach Kuruks Tod nahm Jianzhu sich der Aufgabe an, seinen Nachfolger zu finden. Kelsang und er hatten nach dem sich abzeichnenden Scheitern das Gefühl, ihren Freund Kuruk wieder einmal enttäuscht zu haben.[18] Als dann mit Yun der angebliche Nachfolger gefunden war, sah und schätzte Jianzhu in jenem Avatar-Fähigkeiten, die er bei Kuruk nicht vorgefunden hatte.[39]

Hei-Ran[]

Hei-Ran:„Jianzhu, Kelsang ist tot. Unser Freund ist tot! Und statt ihn zu betrauern, stehen wir hier und planen, wie wir den Avatar in den Griff kriegen können. Was ist nur aus uns geworden?“
Jianzhu:„Wir sind jetzt eben älter und haben Verantwortungsbewusstsein. Kelsang hat Kuruk das gleiche Versprechen gegeben wie wir. Wir ehren sein Andenken – beider Andenken –, indem wir weitermachen.“
— Jianzhu und Hei-Ran über ihr gemeinsames Handeln. (Quelle)

Jianzhu und Hei-Ran lernten sich kennen, als sie als letztes Mitglied zur Gruppe um Kuruk hinzustieß. Sie wurden so zu engen Freunden.[162] Diese Freundschaft der vier wurde später oft als legendär beschrieben.[163]

Hei-Ran und Jianzhu teilten die Abneigung gegenüber „Blödsinn“ wie schicke Feiern. Sie tickten ähnlich und Jianzhu konnte sich stets darauf verlassen, dass seine Freundin ihm zu Ideen verhelfen würde. Die beiden waren in jungen Jahren nicht dazu in der Lage, Kuruk zu einem verantwortungsbewussten Avatar zu erziehen, was Jianzhu später bedauerte, aber Hei-Ran fand, sie wären auch zu jung und nicht zuständig gewesen für diese Aufgabe.[164] Sie hatten es aber perfektioniert, mit einem falschen Lächeln auf den Lippen zu kommunizieren, ohne ihre wahren Emotionen durchblitzen zu lassen, und den schönen Schein auf Versammlungen hochrangiger Beamter zu wahren, während Kuruk einen Rausch ausgeschlafen oder hübschen weiblichen Abgesandten schöne Augen gemacht hatte.[36]

Die vier Freunde gingen etwa im Jahre 316 VG allmählich ihre eigenen Wege, da es keine wirklichen Herausforderungen gab, obgleich sie sich noch immer nah standen.[38] Der Erdweise besuchte aber selbstverständlich Hei-Rans Hochzeit mit Junsik. Kuruk hingegen blieb der Hochzeit ihrer gemeinsamen Freundin fern und musste sich dafür einige harte Vorwürfe von Jianzhu anhören.[37]

Nach dem Tod Kuruks oblag es den Freunden, den neuen Avatar zu identifizieren und sich seiner anzunehmen.[18] Nachdem Jianzhu Yun gefunden hatte, diente Hei-Ran in seinem Anwesen als Feuerbändigungslehrerin. Ihre Tochter Rangi stand ebenfalls im Dienst des Avatars.[165]

Jianzhu war Hei-Ran dankbar für ihren eisernen Charakter. Wenn sie wütend auf ihn war wie nach dem Nachweis der falschen Identifizierung des Avatars, kochte sie innerlich zwar vor Wut, aber sprach die Vorwürfe nicht aus. Sie erwartete von Jianzhu stets einen Plan zur Problemlösung und konnte es nicht glauben, als sie ihn in dieser einen Situation derart ratlos sah. Sie schmiedeten gemeinsam Pläne, um Kyoshi und Rangi zurückzubekommen, ohne um den verstorbenen Kelsang zu trauern, was Hei-Ran für keine gute Charakterentwicklung der beiden hielt. Sie war aber gegen ihren Willen froh, als der alte, planvolle Jianzhu zurück war. Sie hielt zwar nicht viel davon, dass Jianzhu leichtfertig Bestechung einsetzte, um voranzukommen, war aber dennoch pragmatisch genug, um sich darauf einzulassen.[166]

Jianzhu hatte keinen Schimmer, wie Hei-Ran bei unverschämten Verehrern dem Drang widerstand, qualmende Löcher mit ihrem stets verfügbaren Element ins Dach zu schießen.[167]

Hei-Ran duldete Jianzhus Pläne, obwohl ihr seine Vorgehensweise, Hui einzuweihen, innerlich missfiel, da Jianzhu scheinbar grundlos seinen taktischen Vorteil verspielte. Sie begann, ihre Rolle im Umgang mit Yun zu bereuen, doch Jianzhu hielt sie an Bord.[168] Nachdem jedoch weitere Zeit verstrichen war, verlor sie den Glauben an einen erfolgreichen Ausgang der Situation. Ihrer Ansicht nach war es vorbei. Sie fühlte sich in ihrer Meinung zu Jianzhus Hui-Strategie bestätigt. Als Jianzhu realisierte, dass Hei-Ran ernsthaft aufgeben und lediglich ihre Tochter zurückhaben wollte, gab er ihr vorgeblich Recht, was sie wieder hoffnungsvoll werden ließ. Im Endeffekt war Jianzhu bei jenem Spiel immer auf sich allein gestellt gewesen.[169] Jianzhu fiel es sehr schwer, die Gesundheit seiner engen Freundin Hei-Ran zu opfern. Er bedauerte dies aufrichtig.[113]

Hei-Ran erkannte schlussendlich, dass Jianzhu für die Ermordung der Erdweisen in Yokoya verantwortlich war, was Kyoshi nicht herausbekommen hatte. Sie wusste aber nicht, ob er sich selbst und sie aus Fahrlässigkeit oder als Ablenkungsmanöver mitvergiftet hatte. Zudem erklärte sie nach seinem Tod gegenüber Kyoshi, dass sie ihn dafür umbringen würde, was er Kyoshi, Kelsang, Yun und Rangi angetan hatte, würde er ihr begegnen.[170] In dem Zusammenhang hätte es Jianzhu ihrer Ansicht nach auch nicht verdient gehabt, Kyoshis Zorn zu entkommen.[171]

Kelsang[]

Qoute1 (Weiß) Im Ernst, Kel? So wenig hältst du heutzutage von mir? Sobald ich den Avatar mal allein auf eine Reise mitnehme, verfällst du in Panik und brichst in mein Zimmer ein? Ich kann nicht einmal mehr denen vertrauen, die mir am nächsten stehen?! Qoute2 (Weiß)
— Jianzhu vor Wut schreiend zu Kelsang nach dessen Ankunft in den Xishaan-Bergen. (Quelle)

Kelsang und Jianzhu lernten sich in jungen Jahren kennen, als der Mönch Kuruk und Jianzhu bei einer versuchten Bisonentführung auf frischer Tat ertappte und mittels eines Luftstoßes minutenlang außer Gefecht setzte. Anschließend wurde Kelsang gegen seine anfänglichen Proteste von den Älteren beauftragt, Kuruk und Jianzhu trotz des gleichen Alters als eine Art „Aufpasser“ auf ihrer Reise zu begleiten, da es ihnen nicht erlaubt wurde, alleine zu verreisen. Zu Beginn war seine Beziehung zu ihm holprig, denn Jianzhu und Kuruk sahen in ihm einen spaßbefreiten Griesgram. Zum ersten Mal teilten Jianzhu und Kelsang so etwas wie einen Augenblick gemeinsamer Verbundenheit, als Hei-Ran Kuruk bei ihrer ersten Begegnung brutal abblitzen ließ, und sie schlugen sich lachend gegenseitig auf den Rücken. Je mehr er mit ihm reiste, desto besser lernten sie sich kennen und wurden so zu engen Freunden.[172] Die Freundschaft der vier wurde später oft als legendär beschrieben.[163]

Nach dem Tod von Kuruk machten es sich beide zusammen zur Aufgabe, den neuen Avatar im Erdkönigreich zu finden.[18] Dabei häufte sich Jianzhu Reichtum an und gewann massiv an politischer Bedeutung; er wurde quasi wie ein Erdkönig. Kelsang missbilligte den augenscheinlichen Machthunger und riskierte damit, völlig ins Abseits gedrängt zu werden.[163]

Nachdem der „Avatar“ gefunden war, griff Jianzhu zu extremen Methoden, um das Training von Yun voranzutreiben. Er und Hei-Ran hielten es vor Kelsang geheim, dass sie Yun durch Sifu Amak zu einem Attentäter ausbilden ließen, um sich vor seinen Feinden schützen zu können, weil er sie wahrscheinlich schon früher zur Rede gestellt hätte, wenn er das herausgefunden hätte.[173] Und auch ansonsten versuchte Jianzhu, Kelsang von Yuns Training eher fernzuhalten, damit die Gegenwart des Mönches Yun nicht dazu brachte, vorzeitig vom Luftbändigen zu träumen, und er sich immer nur auf ein einziges Element konzentrieren konnte.[75]

Im Avatar-Anwesen in Yokoya gingen Gerüchte um, die einst legendäre Freundschaft wäre insbesondere zwischen Jianzhu und Kelsang erkaltet.[163] Nachdem sich Kyoshi als wahrer Avatar herausgestellt hatte, wollte Kelsang Jianzhu, welcher dem Avatar sein Leben widmen wollte, den Umgang mit ihr verbieten. Der Streit eskalierte; und während Kelsang seinem Freund lediglich mit dem geringstmöglichen Schaden den Wahnsinn austreiben wollte, tötete Jianzhu den Luftnomaden. Dabei blitzte in seinem Gesicht eine tiefe, wahrhaftige Traurigkeit auf.[93]

Jianzhu hatte Kelsang mit dem Spitznamen „Kel“ angeredet, als er ihn damit konfrontieren wollte, wie groß das Misstrauen des Mönches trotz ihrer langen Geschichte geworden wäre. Kurz darauf nannte er ihn aber beim vollen Namen, als er ihn auf das seiner Ansicht nach wirklich Entscheidende aufmerksam machen wollte: Kyoshis Identität als Avatar.[Anm. 4][174]

Lu Beifong[]

Qoute1 (Weiß) Genug. Ich schließe mich dem Kämmerer an. Es wird kein Darlehen und keine Marine für den Südlichen Wasserstamm geben, es sei denn, ich höre vom Avatar selbst ein überzeugendes Argument. Qoute2 (Weiß)
— Lu Beifongs Abschmetterung von Jianzhus Vorschlag. (Quelle)

Lu Beifong war Jianzhus Erdbändigungsmeister.[13] Er war also Jianzhus Sifu. Durch die Regeln der Lehrnachfolge und der Ehrerbietung galt Lu dadurch auch als Sifu von Jianzhus Schüler Yun.[175]

Es wirkte für Kyoshi so, dass Jianzhu für Lu wie ein eigener Sohn war.[53] Dies bedeutete aber nicht, dass Lu bei Vorschlägen Jianzhus aufhörte, wie ein Geschäftsmann zu denken – zumal Jianzhu häufig vor seinem Sifu katzbuckeln und seine bissigen Bemerkungen ertragen musste[176]. Jianzhu schätzte daher den Einfluss von Lus Gemahlin, eine Quelle der Weisheit im Ohr ihres Mannes, sehr. Nach ihrem Tod wurde Lu eigensinniger und hörte stark auf seinen Kämmerer Hui, der Jianzhus Widersacher war und seine Errungenschaften niederreißen wollte.[177] Allerdings beteiligte sich Lu nicht – zumindest nicht direkt – am politischen Hinterhalt Huis zur Entmachtung Jianzhus.[178]

Letztlich mussten die Erdweisen wegen der fälschlichen Identifikation Yuns als Avatar einen großen Gesichtsverlust hinnehmen, allen voran Lu Beifong, welcher laut Hörensagen niemandem in seinem Haushalt, nicht einmal Gästen, erlaubt hätte, von Jianzhu oder seinem Schüler zu sprechen, während etwaige eigene Mitverantwortung an dem Fehler von sich gewiesen wurde.[127] Dabei hätte Jianzhu Yun dessen eigener Einschätzung nach ohne die Unterstützung Lu Beifongs niemals zum Avatar erklären können.[175]

Jianzhus Netzwerk[]

Qoute1 (Weiß) Ich habe reichlich Ressourcen im Erdkönigreich. Zeit, sie für einen guten Zweck einzusetzen. Qoute2 (Weiß)
— Jianzhus Aktivierung seines Netzwerks zur Aufspürung Kyoshis und Rangis. (Quelle)

Jianzhu hatte ein großes Set an nationalen und internationalen Verbündeten aufgebaut,[179] die ihm gegenüber bis zum Schluss loyal blieben.[180] Er nutzte diese Ressourcen im Rahmen der Aufspürung Kyoshis und Rangis.[181][179]

Mitglieder seines Netzwerks waren unter anderem die meisten Erdweisen, insbesondere alle aus Ba Sing Se, Omashu und Gaoling[54], Magistrate und Präfekten aus dem ganzen Erdkönigreich[20][181] Bändigungsmeister aus den Vier Nationen[182], der Hauptmann von Yousheng[183], Statthalter Deng – einer von Jianzhus engsten Verbündeten–[55][2], Statthalter Te Sihung[52] und Professor Shaw, Vorsitzender des zoologischen Instituts an der Universität von Ba Sing Se[184].

Die Aufrechterhaltung seines Netzwerks erforderte ständige Bemühungen, die Jianzhu unglaublich viel Kraft und Ausdauer kosteten.[13]

Daofei[]

Qoute1 (Weiß) Weißt du, ich habe bereits auf dem gesamten Kontinent gegen Daofei wie Tagaka gekämpft, und zwar schon über so lange Zeit, dass ich eine Sache gelernt habe: Sie sind nicht das wahre Problem. Sie sind ein Symptom für das, was geschieht, wenn die Leute glauben, sie könnten sich der Autorität des Avatars widersetzen. Wenn sie glauben, der Avatar würde keine richtige Legitimität besitzen. Qoute2 (Weiß)
— Jianzhu zu Kyoshi. (Quelle)

Schon in jungen Jahren engagierte sich Jianzhu gegen die kriminellen Daofei-Gruppen, etwa gegen die Skorpionbande.[56] In Abwesenheit eines Avatars fiel es Jianzhu später zu, sich quasi allein um die verheerenden Probleme zu kümmern. Er sah in den Daofei nur ein „Symptom“ für das, was geschähe, „wenn die Leute glaub[t]en, sie könnten sich der Autorität des Avatars widersetzen [...] [beziehungsweise] der Avatar würde keine richtige Legitimität besitzen“.[185]

Qoute1 (Weiß) Denn das ist Gerechtigkeit: nichts anderes als angemessene Konsequenzen. […] Diese Kriminellen hören einen Urteilsspruch und jammern über den Mangel an Vergebung. Doch was sie selbst getan haben, um die Bestrafung zu verdienen, davon wollen sie nichts wissen. Qoute2 (Weiß)
— Jianzhu zu Yun. (Quelle)

Ohne Skrupel führte er die Mitglieder dann der aus seiner Sicht gerechten Strafe zu. Wenn sie meinten, so viel morden, plündern und zerstören zu können, wie es ihnen beliebte, zeigte Jianzhu ihnen die seiner Ansicht nach angemessenen Konsequenzen auf, ihrem Wimmern um Vergebung zum Trotz, denn sie hätten sich ihre Strafe verdient. Seine brutale Vorgehensweise zeigte Wirkung und sorgte für Zerstreuungen der übrig gebliebenen Daofei-Gruppen.[60] Er erwarb sich wegen seiner Massentötung von Gelbnacken unter Daofei den berüchtigten Spitznamen „Totengräber[2][5]/Schlächter[6] vom Zhulu-Pass“.[4][59]

Großvater Glühwurm[]

Jianzhu:(zum Gruß) „Großvater Glühwurm.“
Großvater Glühwurm:„Architekt! Es ist so lange her, seit wir uns gesehen haben. Was hast du mir gebracht?“
Jianzhu:„Eine Frage.“
Großvater Glühwurm:(seufzt) „Dieser geschwätzige kleine Emporkömmling Koh. Jetzt glaubt jeder Mensch, er könnte einfach so zum Ältesten und Weisesten von uns marschieren und Antworten verlangen. Ich dachte, du hättest mehr Respekt, Architekt.“
Jianzhu:(sich versteifend) „Diese Frage ist wichtig. Eines dieser Kinder ist der Avatar. Bitte sag mir, welches.“
Großvater Glühwurm:(lacht) „Du liebe Güte! Die materielle Welt ist in der Tat in schlechter Verfassung. Dir ist doch bewusst, dass ich ihr Blut brauche, oder?“
Jianzhu:„Ich weiß. Ich habe Kuruks private Tagebücher gelesen. Aber du bist mit vielen Inkarnationen des Avatars in Berührung gekommen. Ich brauche das unfehlbare Urteil eines großen und uralten Geistes wie dir.“
— Jianzhu und Großvater Glühwurm in den Xishaan-Bergen. (Quelle)

Die alten Bekannten[Anm. 3] Jianzhu und Großvater Glühwurm kommunizierten bei ihrem Treffen im Jahr 296 VG respektvoll miteinander; der Geist nannte Jianzhu sogar mit dem Spitznamen „Architekt“. Jianzhu wollte einen Deal mit Großvater Glühwurm, bei dem der Geist ihm die Frage nach der Identität des Avatars beantworten sollte. Großvater Glühwurm missfiel zwar, dass seit Koh die Menschen offenbar glaubten, einfach Antworten von alten und weisen Geistern verlangen zu können, ließ sich aber darauf ein, weil er dadurch menschliches Blut zu bekommen. Als Jianzhu aber nach der Bestätigung Kyoshis als Avatar einen schleimigen Auswuchs des Geistes abtrennte, um zu verhindern, dass er Rache an Kuruks Reinkarnation nahm, wurde der Geist zornig und erhöhte seinen Preis: er nahm Yun vollständig mit sich, was Jianzhu zuließ und schließlich den Deal mit der Schließung des Tunnels, durch den Großvater Glühwurm in die materielle Welt gekommen war, abwickelte.[186]

Nyahitha brachte Jianzhus Bekanntschaft mit Großvater Glühwurm in Verbindung mit dem Niedergang des Erdweisen. Er war der Auffassung, dass Jianzhu von Großvater Glühwurms Fluch befallen wurde.[Anm. 5][3]

Hui[]

Hui:„Ihr seid nicht mehr in der Lage, als Meister des Avatars zu dienen!“
Jianzhu:„Aber Ihr wollt es sein? Ihr wollt die Macht und den Status, allein aus dem Grund, weil sie da sind?!“
— Hui und Jianzhu. (Quelle)

Hui benutzte Jianzhu als Trittleiter, um persönlich voranzukommen. Hui kam einfacher an politische Macht und Ruhm, wenn er Jianzhus Errungenschaften niederriss, anstatt seine eigenen zu machen. Egal wie logisch oder nutzbringend Jianzhus Pläne auch sein mochten, Hui untergrub sie, wo er nur konnte. Er versuchte, Abkommen den Garaus zu machen, in denen jahrelange Arbeit steckte, tat sie als unnötig ab, obwohl er in Wahrheit nicht verstand, wie sie funktionierten, und es ihn auch nicht kümmerte. Er fachte ohne Not kleinliche Rivalitäten an und spielte mit dem Frieden, den Jianzhu erkämpft hatte.[22] Hui kümmerte es höchstwahrscheinlich nicht, wer der Avatar war, so lange er ihn Jianzhu wegnehmen konnte.[187]

Jianzhu hatte ihn im Gegenzug innerlich verachtet. In Jianzhus Augen bediente Hui sich rhetorischen Waffen von Ignoranten und Heuchlern und wäre nicht besser als ein Daofei, der mutwillig Getreidefelder anzündete, nur weil er Spaß daran hatte, Rauch über dem Horizont aufsteigen zu sehen. Bissige Gedanken Jianzhus beschrieben Hui als „unnötig und kaum zu ertragen“, wobei er mit einer lästigen und beschwerlichen Reise über holprige Wege verglichen wurde.[64][100] Jianzhu mutmaßte, dass Hui, wenn er schon früher im Amt gewesen wäre, womöglich sogar darauf bestanden hätte, den Wahnsinnigen Xu Ping An als Volkshelden zu behandeln.[22] Zudem sah Jianzhu in dem Kämmerer einen „machtgierigen kleinen Dachsfrosch“.[188] Jedoch hatte er stets einen höflichen Schein gewahrt.[99] Erst bei Huis Hinterhalt haute Jianzhu dem Kämmerer seine wahre Meinung von ihm direkt um die Ohren.[189] Jianzhu ermordete Hui fast schon beiläufig, ohne dass er dem sonderliche Bedeutung beimaß.[14]

Avatar[]

Qoute1 (Weiß) Die größte Verantwortung gegenüber der Welt gleich nach dem Avatar trägt derjenige, der sein Denken beeinflusst. Qoute2 (Weiß)
— Jianzhu zu Kyoshi. (Quelle)

Der Avatar war für Jianzhu der Mensch mit der größten Verantwortung für die Welt und musste seinen Führungsanspruch mit seiner Autorität und seinem ganzen Dasein durchsetzen. Jianzhu sah in den Problemen rund um die Daofei etwa nur ein „Symptom“ für das, was geschähe, „wenn die Leute glaub[t]en, sie könnten sich der Autorität des Avatars widersetzen [...] [beziehungsweise] der Avatar würde keine richtige Legitimität besitzen“. Nach dem Avatar würde derjenige, der sein Denken beeinflusste, die größte Verantwortung gegenüber der Welt tragen, und Jianzhu war der Ansicht, bei Avatar Kuruk in dieser Rolle versagt zu haben.[190]

Jianzhu nahm es auf sich, den neuen Avatar zu finden und ihn auszubilden.[18] Als die Identifikation sehr lange nicht erfolgreich war, nahm Jianzhu selbst als „Notlösung“ beziehungsweise „Lückenfüller“ die weltlichen Aufgaben so gut er konnte wahr, denn viele Daofei wollten die Abwesenheit des Avatars zu ihrem eigenen Vorteil nutzen.[185][191]

Qoute1 (Weiß) Da draußen ist eine ganze Nation voller korrupter, inkompetenter Leute, die den Avatar für ihre eigenen Zwecke ausnutzen wollen. Possenreißer, die sich >Weise< nennen, denn um sich diesen Titel anzueignen, braucht man im Erdkönigreich nichts weiter als die richtigen Beziehungen und reichlich Gold. Ohne meinen Einfluss würdest du mit Gefälligkeiten hausieren gehen. Du würdest mal so, mal so entscheiden und deine Autorität für mickrige Gaben und Almosen vergeuden. Du wärst eine Gauklerin, eine Bändigerin, die mit Wasser, Feuer und nutzlosen Ratschlägen um sich schmeißt, ein Mädchen, das die Wände hübsch anmalt, während das Fundament des Hauses verrottet. [flüsternd:] Ich habe mein Leben einer einzigen Sache gewidmet: sicherzustellen, dass der nächste Avatar nicht derart ausgenutzt wird. Qoute2 (Weiß)
— Jianzhu zu Kyoshi über Einfluss auf den Avatar. (Quelle)

Nachdem Yun dann identifiziert und unter seiner Obhut war, arbeiteten die beiden auch deshalb so hart, weil je mehr Gutes sie für die Vier Nationen täten, desto geringer wäre die Chance, dass ein anderer Erdweiser versuchte, Jianzhu den Avatar wegzunehmen, damit er in dessen machthungrigem Interesse handelte.[73] Diesen Punkt verdeutlichte Jianzhu später auch gegenüber Kyoshi: Korrupte, inkompetente Erdweise würden den Avatar ohne Jianzus Einfluss für ihre eigenen Zwecke ausnutzen und der Avatar mit Gefälligkeiten hausieren, also quasi hübschen Geleitschutz für den Untergang darstellen. Und wie sehr Kyoshi ihn auch bekämpfen mochte, Jianzhu widmete ihr, dem Avatar, sein Leben.[192] Daran hielt er durch sein Testament selbst über seinen Tod hinaus fest.[125]

Jianzhus Hauspersonal[]

Jianzhu führte einen großen Haushalt. Er bezahlte seine Bediensteten augenscheinlich recht stattlich; seine Wachmänner bekamen etwa eine höhere Gage als beim Militär des Landes.[193] Einige Bedienstete wie Kyoshi bekamen zudem im Anwesen einen eigenen Schlafraum, der sich abschließen ließ, was weitaus mehr war als viele andere Bedienstete im Erdkönigreich in dieser Zeit bekamen.[194] Zudem hingen im Anwesen in Ösen an den Wänden weiche, gelbe Glockenseile. Die Glocken am anderen Ende ließen die Dienerschaft wissen, wo Hilfe benötigt wurde.[195] Ansonsten hielten sich die Angestellten gegenüber Jianzhu und den Gästen hauptsächlich im Hintergrund.[196]

Besonders bemerkenswert war, dass es Hui gelang, mit Saiful einen Spitzel in Jianzhus Haushalt einzuschleusen.[159]

Jianzhu ging autoritär mit seinem Hauspersonal um, aber letztlich machte er seine Bediensteten nie derart zur Schnecke, dass er sie stark kränkte oder emotional tief verletzte.[197] War der Hausherr jedoch sichtlich in Rage, wollten die Angestellten ihm und seinem Zorn dennoch gern aus dem Weg gehen.[198] Es war trotzdem nicht ausgeschlossen, dass Jianzhu auch aufbauende und herzliche Worte gegenüber seinen Bediensteten wie Mui fand.[111] Nach Jianzhus Tod und dem Abschluss des Vergiftungsfalls im Anwesen durch die Ermittler des Erdkönigs quittierten die meisten Angestellten sofort ihren Dienst.[129]

Yun[]

„Avatar“ Yun[]

Qoute1 (Weiß) Du bist all das, was Kuruk nicht war. Und ich könnte nicht stolzer auf dich sein. [...] Du solltest wissen, dass du von vielen Menschen geliebt wirst. Kelsang, die Meister, die uns besuchen kommen, und nahezu jeder andere, der dir je begegnet ist. Ich glaube, die Erde selbst liebt dich. Qoute2 (Weiß)
— Jianzhu lobt Yun für sein Vorausdenken. (Quelle)

Nachdem Jianzhu Yun entdeckt hatte, war es, als wäre eine ganze Gerölllawine an Last von seinen Schultern gefallen, und alle Zweifel, die er noch gehabt haben könnte, lösten sich auf, als er Yun erdbändigen sah.[28] Er errichtete ein Anwesen in Yokoya und kümmerte sich höchstpersönlich um Yuns Ausbildung.[199] Zwischen den Trainingseinheiten unternahmen sie auf Pengpeng regelmäßig Reisen um die Welt, um wichtige Leute aus den Vier Nationen zu treffen, um Yun Weltoffenheit zu vermitteln.[200] Es gelang Jianzhu und Yun, allmählich, nach der langen Zeit der Ungewissheit und des Chaos, ein labiles Gleichgewicht aufzubauen. „Avatar Yun“ gab den Menschen das Vertrauen, die Welt könnte doch noch gerettet werden.[72]

Jianzhu riet Yun oft, Gefühlen der Geringschätzung beziehungsweise Verachtung nicht nachzugeben, wenn er seinen politischen Pflichten nachging. Dies führte seiner Ansicht nach nur dazu, dass man anfing, irrational zu handeln, und die eigenen Ziele aus den Augen verlor.[201] Außerdem verglich Jianzhu die Vier Nationen gegenüber Yun gern mit „widerspenstigen Schülern im Klassenzimmer“, welche „die Führung einer starken Hand“ bräuchten.[202]

Wie sehr Jianzhu auch mit Yun stritt und ihn maßregelte, Yun verehrte ihn, seine Weisheit, seine Hingabe und dass er stets dazu riet, Geduld mit Menschen zu haben, die nur schwer mit Ungewissheit zurechtkommen konnten. Er konnte sich keinen anderen Meister als Jianzhu für sich vorstellen. Yun hatte sonst auch niemanden; Jianzhu war sein Mentor und seine Familie zugleich.[203] Mit bedingungsloser Liebe, wie sie beispielsweise Rangi von ihrer Mutter bekam, war das Verhältnis aber nicht ansatzweise zu vergleichen.[204] Jianzhu griff später zu radikalen Maßnahmen, um Fortschritte bei Yuns Feuerbändigen zu erwirken, ohne Rücksicht auf Verletzungen.[205]

Jianzhu war jedoch insgesamt stolz auf Yuns Entwicklung. Er sah in ihm all die Eigenschaften, die er an Kuruk vermisst hatte. Jianzhu wollte seinem Schüler, dem „Avatar“, klarmachen, dass er von nahezu der ganzen Welt, wahrscheinlich gar von der Erde selbst, geliebt würde.[206] Der Erdweise vertraute Yun sogar große sicherheitsrelevante Geheimnisse an, namentlich die Inhaftierung Xu Ping Ans.[207]

Nach dem Nachweis seiner fälschlichen Identifizierung[]

Qoute1 (Weiß) So viel Zeitverschwendung. Ich hätte dich früher unterweisen können, wenn ich mich nur nicht von diesem kleinen Schwindler hätte ablenken lassen. Qoute2 (Weiß)
— Jianzhu zu Kyoshi über seine neue Sichtweise auf Yun. (Quelle)

Unmittelbar nachdem Yun erwiesenermaßen nicht der Avatar war, verlor Jianzhu jegliches Interesse an ihm, und war ohne Zögern bereit, sein Leben zu opfern, so lange nur dem Avatar, Kyoshi, nichts geschah.[91] Nachdem sie Yun für tot hielten, versuchte Jianzhu, das Ereignis gegenüber Kyoshi als freiwilliges Opfer Yuns hinzustellen. Er bedauerte zudem, Kyoshi nicht früher unterwiesen zu haben. Stattdessen hätte er sich „von diesem kleinen Schwindler [...] ablenken lassen.“ Kyoshi fand, er hätte Yun „nur benutzt“, obwohl jener den Erdweisen „vergöttert“ hätte, doch Jianzhu widersprach, wand ein, er hätte nicht von ihm profitiert. Er wollte seinem Leben dem Avatar widmen, damit jener nicht von korrupten Possenreißern ausgenutzt werden würde, und dies wäre schlicht von Yun auf Kyoshi übergegangen, als sie sich statt Yun als wahrer Avatar erwies.[208]

Yuns Geist hingegen erfüllte Jianzhus Name nach dem Verrat wie ein Schrei, ein einzelner schriller Ton aus einer kaputten Flöte.[209] Er wollte, nachdem er sich den Fängen von Großvater Glühwurm entrissen hatte, Rache nehmen. Er verachtete Jianzhu und wollte ihn töten.[210] Dies gelang ihm schließlich auch.[8][9] Für Yun war Jianzhu jedoch nur der erste Name auf einer langen Liste. Er wollte alle umbringen, die ihn angelogen hatten, und bereute, sich Jianzhu nicht bis zum Schluss aufgehoben zu haben.[211]

Kyoshi hatte in der Rückschau den Eindruck, dass Jianzhu wollte, dass die Menschen Yun einfach aus ihrem Gedächtnis tilgten, ihn vergessen sollten.[212]

Kyoshi[]

Qoute1 (Weiß) Ich habe mein Leben einer einzigen Sache gewidmet: sicherzustellen, dass der nächste Avatar nicht derart ausgenutzt wird. Und wie sehr du mich auch bekämpfst, ich werde mein Leben dir widmen, Kyoshi. Qoute2 (Weiß)
— Jianzhu flüsternd zu Kyoshi. (Quelle)

Jianzhu bewahrte Kyoshi auf Initiative Kelsangs[163] vor dem Verhungern. Er gab Kelsang das Geld, um sich um das Mädchen kümmern zu können,[65] holte sie von der Straße und nahm sie in seinem Anwesen auf. Dort wurde sie als Dienstmädchen eingestellt.[213]

Als Kyoshi bei der Schlacht am Eisberg gegen die Fünfte Nation Steinmonolithen vom Meeresboden erhoben hatte, sah Jianzhu sie mit anderen Augen.[214] Im Anschluss suchte er das Gespräch mit ihr, locker und zwanglos, erzählte ihr von sich, seiner Meinung und seinen Fehlern mit Avatar Kuruk.[84] Für Jianzhu war Kyoshi fortan eine Kandidatin für die Avatarschaft und ließ ihr eine Sonderbehandlung zukommen.[215]

Da der Zweifel über die Identität des Avatars wuchsen und sich mit konventionellen Methoden nicht ausmerzen ließen – wofür sich Kyoshi später selbst die Schuld gab[216] –,[86] begann die Tragödie in den Xishaan-Bergen. Nachdem Großvater Glühwurm Kyoshi als wahren Avatar offenbart und Jianzhu Yun für diese Information geopfert hatte, veränderte sich die Einstellung der beiden Erdbändiger zueinander fundamental. Jianzhu projizierte nun seine Haltung gegenüber dem Avatar auf sie und wollte ihr sein Leben widmen, indem er ihre Ausbildung gestaltete, doch Kyoshi entwickelte einen Hass gegenüber dem Erdweisen. Sie wollte sich gegen ihn wehren, doch seine Kraft war zu stark. Erst Kelsang beendete die Situation und wollte Kyoshi vor Jianzhu beschützen, doch bezahlte er dafür mit seinem Leben.[217]

Kyoshi begab sich auf die Flucht[218] und richtete ihr Leben darauf aus, sich an Jianzhu zu rächen; sie wollte ihn ermorden, denn sie hatte schreckliche Angst vor ihm und wusste keine andere Möglichkeit, um sie loszuwerden.[219] Dazu suchte sie nach von Jianzhu unabhängigen und ihm unbekannten Bändigungsmeistern.[220] Jianzhu verkörperte Kyoshis größte Furcht.[221]

Jianzhu versuchte mit allen Mitteln, Kyoshi wieder unter seine Fittiche zu bekommen.[222] Er konfrontierte sie schließlich und war bereit, einen Haufen unschuldiger Menschen in den Tod zu stürzen, sollte sie nicht zu ihm zurückkehren. Kyoshi war in der Zwischenzeit stärker geworden, konnte ihn aber nicht ohne Hilfe besiegen, was Jianzhu nicht erwartet hätte[115]. So war es letztlich Yun, der Jianzhu mit der Hilfe Kyoshis ermordete.[223][224]

Jianzhu beeinflusste Kyoshi auch nach seinem Tod massiv. Er überließ ihr, Avatar Kyoshi, nicht nur ein großes Erbe[125], sondern sie übernahm wesentliche Fragmente seiner Denkweise wie die pragmatische und effiziente Brutalität, um Probleme zu lösen, und bediente sich sogar seiner Atemraubtechnik, die er einst bei ihr angewandt hatte.[131]

Als Kyoshi einige Monate nach Jianzhus Tod die Erinnerungen Kuruks beobachtete, empfand sie Übelkeit dabei, dem jungen Jianzhu zuzusehen, wie er lächelte und Spaß hatte, konnte sie aber gerade noch ertragen. Sie schluckte ihren Hass hinunter, indem sie sich sein Dahinscheiden ins Gedächtnis rief. Als sie dann jedoch auch Kelsang in der Erinnerung wiedersah, wurde sie innerlich schwer getroffen; machtlos, denn sie konnte den Luftnomaden nicht vor Jianzhu warnen und musste ihrer sich damals entwickelnden Freundschaft zusehen.[225]

Yun dabei geholfen zu haben, Jianzhu umzubringen, brachte Kyoshi, auch wenn sie gekriegt hatte, was sie wollte, letztendlich keinen Frieden.[224]

Hinter den Kulissen[]

Produktionsnotizen[]

Jianzhu aus Avatar Generations

Darstellung Jianzhus aus früherer Intro-Version.

Jianzhu Konzeptzeichnungen

Konzeptzeichnungen zum Avatar-Generations-Design.

  • Eine Zeichnung von Jianzhu erschien in einer früheren Version des Intros aus Avatar Generations (archiviert), die später aus unbekannten Gründen entfernt wurde. Dies war das erste Mal, dass ein offizielles Design von Jianzhu vorlag. Dieses barg große Ähnlichkeit zu einem Fan-Design von einem Avatar-Fan namens kkachi_95, dessen Design für Rangi später als Inspiration für das offizielle Charakterdesign Rangis diente.[226] Jianzhu bekam später ein neues Design für Avatar Generations.[11] Dazu wurden auch später auf Twitter offizielle Konzeptzeichnungen veröffentlicht.[227]
  • Jianzhus Erdbändigungsstil basiert auf Choy Li Fut, einem Kung-Fu-Stil. Der Autor F.C. Yee hob hervor, dass er durch einen breiten Stand auffalle, bei dem man aber dennoch fließend mit dem Oberkörper agiere, sodass beispielsweise ein schnelles Herumschwenken der Arme möglich sei.[228]

Trivia[]

  • „Jiànzhú“ (建筑) bedeutet ins Deutsche übersetzt „Architektur“, was zu seinem Spitznamen „Architekt“ passt.

Anmerkungen[]

  1. 1,0 1,1 In der Quelle wird gesagt, dass Kelsang im Alter von Jianzhu und Kuruk war. Da Kuruk, wie sich aus Der Test S. 11 ergibt, im Jahre 345 VG geboren wurde, gilt dies auch für Jianzhu.
  2. Möglicherweise wurde Jianzhu auf diese Weise von Großvater Glühwurms Fluch befallen. Nach der Erläuterung Nyahithas wäre Kuruk nach dem Kampf zwischen ihm und Großvater Glühwurm damit belegt und damit in der physischen Welt fortan vom Unglück verfolgt. Ebenso würde es Menschen ergehen, denen Kuruk von dem Geist erzählte, die gar von seiner Existenz erführen, weshalb Kuruk Jianzhu und seinen anderen Freunden nichts von ihm erzählt haben dürfte. Erst durch die privaten Tagebücher könnte er es Jianzhu (unbeabsichtigt) indirekt erzählt haben. Dass Jianzhus Leben von da an den Bach runterging, könnte tatsächlich auf den Fluch zurückgegangen sein. (Vgl.: Der Feuerweise, Der Schatten von Kyoshi (Seite 188))
  3. 3,0 3,1 3,2 Möglicherweise hatte Jianzhu Großvater Glühwurm aufgesucht, nachdem er von ihm erstmals durch Kuruks Tagebücher erfahren hatte (und sich dort ggfs. mit dem Fluch „infiziert“ hatte, vgl. Anm. 1). Es ist aber auch nicht ausgeschlossen, dass Jianzhu schon vorher als Kuruks Freund (vom Avatar unbeabsichtigt) etwas von dem Geist aufgeschnappt (und sich mit dem Fluch „infiziert“) und ihn dann unter Umständen sogar schon vor dem Lesen der Tagebücher aufgesucht hätte. In dem Fall wäre die neue Information aus den Tagebüchern lediglich gewesen, dass Glühwurm für einen Deal menschliches Blut einforderte.
  4. Da dies die einzigen beiden Momente in den Romanen waren, in denen Jianzhu Kelsang mit Namen anredete (statt mit dem Personalpronomen „du“), ist unklar, ob Jianzhu seinen Freund im Alltag „Kelsang“ oder „Kel“ nannte.
  5. Siehe hierzu auch Anm. 2 und 3.

Quellen[]

  • Die Avatar-Chroniken
    • Der Aufstieg von Kyoshi
      • Der Test
      • Neun Jahre später
      • Der Junge aus Makapu
      • Ehrliche Arbeit
      • Enthüllungen
      • Versprechen
      • Der Eisberg
      • Die Spaltung
      • Verzweifelte Maßnahmen
      • Der Geist
      • Das Erbe
      • Die Entscheidung
      • Anpassung
      • Flucht
      • Verpflichtungen
      • Die Stadt
      • Die Meister des Avatars
      • Vorbereitungen
      • Schlussfolgerungen
      • Fragen und Meditation
      • Der Überfall
      • Die Herausforderung
      • Der Hinterhalt
      • Abschiede
      • Die Rückkehr
      • Heimsuchung
    • Der Schatten von Kyoshi
      • Prolog
      • Unerledigte Geschäfte
      • Die Einladung
      • Vergangene Leben
      • Kulturdiplomatie
      • Die Rektorin
      • Geschichtsstunde
      • Der Zusammenbruch
      • Das Ritual
      • Der Feuerweise
      • Die Botschaft
      • Der Abgrund
      • Hausputz
      • Intermezzo: Der Mann aus der Geisterwelt
      • Wieder Zu Hause
  • Externe Links

Einzelnachweise[]

  1. Der Geist, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 152)
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 Die Meister des Avatars, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 326)
  3. 3,0 3,1 Der Feuerweise, Der Schatten von Kyoshi (Seite 188)
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 Der Eisberg, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 92)
  5. 5,0 5,1 Die Meister des Avatars, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 328)
  6. 6,0 6,1 Die Meister des Avatars, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 327)
  7. 7,0 7,1 Die Botschaft, Der Schatten von Kyoshi (Seite 216)
  8. 8,0 8,1 Die Rückkehr, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 486 ff.)
  9. 9,0 9,1 Die Rückkehr, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 493)
  10. Die Botschaft, Der Schatten von Kyoshi (Seite 214)
  11. 11,0 11,1 11,2 11,3 11,4 11,5 Twitterpost von @AvatarNews_ (Abgerufen: 06.04.2023)
  12. 12,0 12,1 12,2 Der Junge aus Makapu, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 40)
  13. 13,0 13,1 13,2 13,3 Verpflichtungen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 263)
  14. 14,0 14,1 14,2 14,3 14,4 14,5 Die Rückkehr, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 473)
  15. Neun Jahre später, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 24)
  16. 16,0 16,1 Neun Jahre später, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 26)
  17. 17,0 17,1 Der Test, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 13)
  18. 18,0 18,1 18,2 18,3 18,4 18,5 18,6 Der Test, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 11 f.)
  19. 19,0 19,1 Die Spaltung, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 125 ff.)
  20. 20,0 20,1 20,2 20,3 Die Spaltung, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 125)
  21. 21,0 21,1 Verpflichtungen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 259)
  22. 22,0 22,1 22,2 Verpflichtungen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 265)
  23. Die Botschaft, Der Schatten von Kyoshi (Seite 213–216)
  24. Die Botschaft, Der Schatten von Kyoshi (Seite 217 f.)
  25. 25,0 25,1 25,2 25,3 25,4 25,5 Die Spaltung, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 128)
  26. 26,0 26,1 26,2 Die Botschaft, Der Schatten von Kyoshi (Seite 218)
  27. 27,0 27,1 Der Eisberg, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 91)
  28. 28,0 28,1 28,2 Enthüllungen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 61)
  29. Flucht aus der Geisterwelt
  30. Der Geist, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 146 f.)
  31. Die Botschaft, Der Schatten von Kyoshi (Seite 218 f.)
  32. Verlorene Freunde, Der Schatten von Kyoshi (Seite 311–314)
  33. 33,0 33,1 Verlorene Freunde, Der Schatten von Kyoshi (Seite 314 f.)
  34. 34,0 34,1 Enthüllungen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 64)
  35. 35,0 35,1 Welcome to Republic City
  36. 36,0 36,1 36,2 Der Hinterhalt, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 454)
  37. 37,0 37,1 37,2 37,3 37,4 Verlorene Freunde, Der Schatten von Kyoshi (Seite 318)
  38. 38,0 38,1 Enthüllungen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 63 f.)
  39. 39,0 39,1 39,2 Der Junge aus Makapu, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 44)
  40. Der Geist, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 152 f.)
  41. Der Test, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 8)
  42. 42,0 42,1 Der Test, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 20 f.)
  43. Der Test, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 13 f.)
  44. Der Test, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 8 ff.)
  45. Der Test, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 7)
  46. Der Test, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 9–12)
  47. Der Test, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 14 f.)
  48. Der Test, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 15–20)
  49. Der Test, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 20 ff.)
  50. Enthüllungen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 59)
  51. Der Eisberg, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 97)
  52. 52,0 52,1 52,2 52,3 Der Hinterhalt, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 452)
  53. 53,0 53,1 Vorbereitungen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 350)
  54. 54,0 54,1 Der Hinterhalt, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 456)
  55. 55,0 55,1 Flucht, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 220)
  56. 56,0 56,1 Schlussfolgerungen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 366 f.)
  57. 57,0 57,1 Der Überfall, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 416)
  58. Der Eisberg, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 96)
  59. 59,0 59,1 59,2 59,3 Die Rückkehr, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 482 f.)
  60. 60,0 60,1 Der Eisberg, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 96 f.)
  61. Die Herausforderung, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 419)
  62. 62,0 62,1 Enthüllungen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 59 ff.)
  63. Der Zusammenbruch, Der Schatten von Kyoshi (Seite 160 f.)
  64. 64,0 64,1 Verpflichtungen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 261)
  65. 65,0 65,1 Die Spaltung, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 122)
  66. Die Rückkehr, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 477)
  67. 67,0 67,1 Fragen und Meditation, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 374)
  68. Der Junge aus Makapu, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 39 ff.)
  69. Geschichtsstunde, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 125 f.)
  70. 70,0 70,1 Hausputz, Der Schatten von Kyoshi (Seite 294)
  71. Der Junge aus Makapu, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 42 f.)
  72. 72,0 72,1 Enthüllungen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 68)
  73. 73,0 73,1 Verzweifelte Maßnahmen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 140 f.)
  74. Der Junge aus Makapu, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 39–47)
  75. 75,0 75,1 Ehrliche Arbeit, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 52)
  76. Versprechen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 73 ff.)
  77. Der Eisberg, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 78–87)
  78. Der Eisberg, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 88–99)
  79. Der Eisberg, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 103)
  80. Der Eisberg, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 109)
  81. Der Eisberg, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 105–111)
  82. Der Eisberg, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 112)
  83. Der Eisberg, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 118–121)
  84. 84,0 84,1 Die Spaltung, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 122–128)
  85. Verzweifelte Maßnahmen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 134)
  86. 86,0 86,1 Verzweifelte Maßnahmen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 136 ff.)
  87. Verzweifelte Maßnahmen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 138)
  88. Verzweifelte Maßnahmen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 144)
  89. Der Geist, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 145–151)
  90. Der Geist, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 152 ff.)
  91. 91,0 91,1 Der Geist, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 155 f.)
  92. Der Geist, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 156–161)
  93. 93,0 93,1 Der Geist, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 161–166)
  94. Das Erbe, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 169 f.)
  95. Anpassung, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 187 ff.)
  96. Anpassung, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 190 f.)
  97. Anpassung, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 191–194)
  98. Verpflichtungen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 258 ff.)
  99. 99,0 99,1 99,2 Verpflichtungen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 260–267)
  100. 100,0 100,1 Verpflichtungen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 267)
  101. Verpflichtungen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 267–270)
  102. Verpflichtungen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 270–273)
  103. Verpflichtungen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 273 ff.)
  104. Schlussfolgerungen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 359–363)
  105. Schlussfolgerungen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 364–367)
  106. Schlussfolgerungen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 368–371)
  107. Der Hinterhalt, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 448–451)
  108. Der Hinterhalt, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 451–454)
  109. Der Hinterhalt, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 454 ff.)
  110. Der Hinterhalt, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 456 f.)
  111. 111,0 111,1 Der Hinterhalt, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 457)
  112. Der Hinterhalt, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 457–461)
  113. 113,0 113,1 Die Rückkehr, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 473 ff.)
  114. Abschiede, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 470 ff.)
  115. 115,0 115,1 Die Rückkehr, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 492)
  116. Die Rückkehr, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 475)
  117. Die Rückkehr, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 478–483)
  118. Die Rückkehr, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 483–491)
  119. 119,0 119,1 Unerledigte Geschäfte, Der Schatten von Kyoshi (Seite 20)
  120. Der Zusammenbruch, Der Schatten von Kyoshi (Seite 157 f.)
  121. Der Feuerweise, Der Schatten von Kyoshi (Seite 179)
  122. Wieder Zu Hause, Der Schatten von Kyoshi (Seite 355)
  123. Die Einladung, Der Schatten von Kyoshi (Seite 32)
  124. Der Abgrund, Der Schatten von Kyoshi (Seite 275)
  125. 125,0 125,1 125,2 125,3 125,4 Heimsuchung, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 499)
  126. Die Einladung, Der Schatten von Kyoshi (Seite 38)
  127. 127,0 127,1 Die Einladung, Der Schatten von Kyoshi (Seite 40 f.)
  128. Wieder Zu Hause, Der Schatten von Kyoshi (Seite 341)
  129. 129,0 129,1 Kulturdiplomatie, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 77)
  130. Heimsuchung, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 501)
  131. 131,0 131,1 Die Einladung, Der Schatten von Kyoshi (Seite 33 f.)
  132. Der Abgrund, Der Schatten von Kyoshi (Seite 277)
  133. Hausputz, Der Schatten von Kyoshi (Seite 296)
  134. 134,0 134,1 134,2 Die Botschaft, Der Schatten von Kyoshi (Seite 214 f.)
  135. 135,0 135,1 Die Rückkehr, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 479 f.)
  136. Verzweifelte Maßnahmen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 140)
  137. Verpflichtungen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 266 f.)
  138. Die Rückkehr, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 480)
  139. Die Spaltung, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 126)
  140. Die Botschaft, Der Schatten von Kyoshi (Seite 215 ff.)
  141. Die Rückkehr, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 481–484)
  142. 142,0 142,1 Schlussfolgerungen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 370 f.)
  143. 143,0 143,1 Der Geist, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 157)
  144. Der Eisberg, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 119 f.)
  145. Der Eisberg, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 120)
  146. Der Geist, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 157 f.)
  147. Schlussfolgerungen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 361)
  148. Wieder Zu Hause, Der Schatten von Kyoshi (Seite 357)
  149. Der Geist, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 159 ff.)
  150. Der Geist, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 165)
  151. Das Erbe, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 169)
  152. 152,0 152,1 Schlussfolgerungen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 363)
  153. Die Rückkehr, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 483 ff.)
  154. Schlussfolgerungen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 364)
  155. Der Geist, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 154)
  156. Schlussfolgerungen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 366)
  157. Die Botschaft, Der Schatten von Kyoshi (Seite 215)
  158. Der Junge aus Makapu, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 39 f.)
  159. 159,0 159,1 Schlussfolgerungen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 370)
  160. Der Eisberg, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 118)
  161. Heimsuchung, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 503)
  162. Die Botschaft, Der Schatten von Kyoshi (Seite 217 ff.)
  163. 163,0 163,1 163,2 163,3 163,4 Ehrliche Arbeit, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 53)
  164. Verpflichtungen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 259 f.)
  165. Der Junge aus Makapu, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 35 f.)
  166. Anpassung, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 189–194)
  167. Verpflichtungen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 271)
  168. Verpflichtungen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 267–273)
  169. Der Hinterhalt, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 450 f.)
  170. Die Rektorin, Der Schatten von Kyoshi (Seite 100–103)
  171. Der Zusammenbruch, Der Schatten von Kyoshi (Seite 173)
  172. Die Botschaft, Der Schatten von Kyoshi (Seite 216–219)
  173. Der Zusammenbruch, Der Schatten von Kyoshi (Seite 160–163)
  174. Der Geist, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 162 f.)
  175. 175,0 175,1 Der Zusammenbruch, Der Schatten von Kyoshi (Seite 139)
  176. Verpflichtungen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 270 f.)
  177. Verpflichtungen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 264 ff.)
  178. Der Hinterhalt, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 455)
  179. 179,0 179,1 Anpassung, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 192 f.)
  180. Die Rückkehr, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 474)
  181. 181,0 181,1 Verpflichtungen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 274)
  182. Die Spaltung, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 125 f.)
  183. Der Hinterhalt, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 453)
  184. Anpassung, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 193 f.)
  185. 185,0 185,1 Die Spaltung, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 127)
  186. Der Geist, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 152–156)
  187. Schlussfolgerungen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 371)
  188. Der Hinterhalt, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 459)
  189. Der Hinterhalt, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 459 f.)
  190. Die Spaltung, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 127 f.)
  191. Der Test, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 12)
  192. Der Geist, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 160 f.)
  193. Ehrliche Arbeit, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 48–51)
  194. Enthüllungen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 62)
  195. Anpassung, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 190)
  196. Ehrliche Arbeit, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 50)
  197. Vergangene Leben, Der Schatten von Kyoshi (Seite 54)
  198. Anpassung, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 188 ff.)
  199. Neun Jahre später, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 25 f.)
  200. Der Junge aus Makapu, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 41)
  201. Intermezzo: Der Mann aus der Geisterwelt, Der Schatten von Kyoshi (Seite 328)
  202. Wieder Zu Hause, Der Schatten von Kyoshi (Seite 352)
  203. Verzweifelte Maßnahmen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 140 ff.)
  204. Hausputz, Der Schatten von Kyoshi (Seite 298)
  205. Der Junge aus Makapu, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 46 f.)
  206. Der Junge aus Makapu, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 44 f.)
  207. Wieder Zu Hause, Der Schatten von Kyoshi (Seite 347)
  208. Der Geist, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 158–161)
  209. Prolog, Der Schatten von Kyoshi (Seite 8)
  210. Intermezzo: Der Mann aus der Geisterwelt, Der Schatten von Kyoshi (Seite 327 f.)
  211. Der Zusammenbruch, Der Schatten von Kyoshi (Seite 135)
  212. Kulturdiplomatie, Der Schatten von Kyoshi (Seite 79)
  213. Neun Jahre später, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 24 f.)
  214. Der Eisberg, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 119)
  215. Verzweifelte Maßnahmen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 135)
  216. Die Rektorin, Der Schatten von Kyoshi (Seite 101)
  217. Der Geist, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 154–166)
  218. Das Erbe, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 169–173)
  219. Die Stadt, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 310 f.)
  220. Die Entscheidung, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 183)
  221. Wieder Zu Hause, Der Schatten von Kyoshi (Seite 367)
  222. Verpflichtungen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 274 f.)
  223. Die Rückkehr, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 480–488)
  224. 224,0 224,1 Wieder Zu Hause, Der Schatten von Kyoshi (Seite 350)
  225. Die Botschaft, Der Schatten von Kyoshi (Seite 214 ff.)
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