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Qoute1 (Weiß) Die Wahrheit ist, dass die Gelbnacken der letzte Abschaum waren. Sie glaubten, sie könnten so viel plündern, morden und zerstören, wie es ihnen gefällt, und völlig ungeschoren davonkommen. Sie konnten nicht weiter sehen als bis zu ihren Schwertspitzen. Sie glaubten, sie könnten Menschen verletzen, ohne dass es irgendwelche Konsequenzen hätte. Oh, aber ich habe ihnen gezeigt, was die Konsequenzen sind. Denn das ist Gerechtigkeit: nichts anderes als angemessene Konsequenzen. Ich habe ihnen klargemacht, dass die Schrecken, die sie anderen zugefügt haben, sie heimsuchen würden – nicht mehr und nicht weniger. Qoute2 (Weiß)
— Jianzhu über den Gelbnacken-Aufstand. (Quelle)

Der Gelbnacken-Aufstand[5] war eine groß angelegte Rebellion der Gelbnacken im Erdkönigreich im späten 4. Jahrhundert VG über mehrere Jahre[1]. Sie wurde von Xu Ping An angeführt und endete mit dessen Gefangennahme in 304 VG.[2]

Vorgeschichte[]

Nach dem frühen Tod Avatar Kuruks, der während seiner Lebzeiten die Menschen der Vier Nationen ihre Angelegenheit von selbst lösen lassen wollte[6], zog sich die Suche nach dessen Nachfolger hin. Der Avatar-Zyklus schien ins Stocken geraten zu sein, was nicht verheimlicht werden konnte. Gesetzlose Daofei rochen den Braten und nutzten ihre Gelegenheit, um sich auszubreiten.[7] Weil die Macht des Erdkönigs kam und ging, sodass Ba Sing Se praktisch keine Autorität besaß, konnten Daofei im Erdkönigreich so erfolgreich sein, dass es ihnen zu Kopf stieg. Sie glaubten dann, sie seien eine Gesellschaft für sich und dass ihnen deshalb ihre eigenen Gesetze und Traditionen zustehen würden. Sie rissen die Kontrolle über neue Territorien an sich und bekamen eine Ahnung davon, wie es sich anfühlte, zu regieren. Einige wurden zu spirituellen Fanatikern und glaubten, ihr Plündern und Rauben würde einer höheren Sache dienen.[8]

Verlauf[]

Verheerungen[]

An die Spitze einer solchen Bewegung gelangte der blutrünstige Irre Xu Ping An, der zum Gehirn, zum Herzen und zur Seele der Gelbnacken wurde, eine Daofei-Gruppe, die auf der Welt nicht nach Geld oder Freiheit strebte, sondern zum Spaß plünderte und zerstörte sowie aus reiner Lust am Töten mordete,[9] und durch sein Charisma[10], sein Blitzbändigen[11] sowie der Verlockung ungezügelter Machtausübung[1] unentwegt Macht akkumulierte, während seine anfangs kleine Gruppe immer mehr Unterstützer gewann[1]. Dabei formierte sich eine Armee[12], dessen Mitglieder mit gelben Schals ihre Zugehörigkeit ausdrückten[13], und ihr Anführer Xu bezeichnete sich als den „General von Pandimu“ und bestand darauf, die Einwohner wären ihm verpflichtet, für den Schutz, den ihr ihnen böte. Dabei existierte „Pandimu“ nicht wirklich, sondern war der Name der Welt, die er sich selbst ausgedacht hatte.[14]

In der realen Welt des tiefen Erdkönigreichs richteten sie Verheerungen an.[5] Sie dachten, sie könnten so viel plündern, morden und zerstören, wie es ihnen gefiel, und völlig ungeschoren davonkommen, wobei sie nicht weiter sehen konnten als bis zu ihren Speerspitzen.[15] Zu den Opfern ihrer Gräueltaten zählten auch unbewaffnete Männer, Frauen und Kinder.[16] In mindestens einer Stadt, die die Gelbnacken verwüsteten, hatten sie die Leichen der getöteten Einwohner wortwörtlich „aufeinandergestapelt“.[17]

Das Militär des Erdkönigreichs schritt nicht ein. Als Jianzhu, ein berühmter Begleiter Avatar Kuruks[18], in der Mitte eines Dorfs im Herzen des Erdkönigreichs stand, das gerade erst durch Xu Ping an und die Gelbnacken „befreit“ worden war, stanken seine Kleider nach verrottendem Fleisch, während der Wind die Schreie der Überlebenden zu ihm herübertrug. Ein offizieller Botschafter wurde in einer Sänfte herbeigetragen und verlas minutenlang eine Schriftrolle mit den Ehrentiteln des Erdkönigs, nur um Jianzhu am Ende mitzuteilen, dass keine Verstärkung von der Armee Seiner Majestät kommen würde.[4] Der Adelsstand und die Königsfamilie handelten nicht, da sie mit den blutigen Thronfolgekonflikten im Rahmen des Krieges der Geheimnisse und Dolche beschäftigt waren und der Gelbnacken-Aufstand zu großflächig im gesamten Erdkönigreich geschah.[1]

Schlacht am Zhulu-Pass[]

Jianzhu schaffte es nach der Verfolgung schließlich im Jahre 304 VG[2], die Gelbnacken beim Zhulu-Pass zu stellen.[19] In seiner Absicht, den Gelbnacken die Konsequenzen ihres Handelns vor Augen zu führen und Gerechtigkeit walten zu lassen, wollte er ihnen klarmachen, „dass die Schrecken, die sie anderen zugefügt haben, sie heimsuchen würden – nicht mehr und nicht weniger.“[15] Zunächst statuierte er ein Exempel an den wenigen Erdbändigern unter den Gelbnacken, womit er sich Zeit ließ. Dann sagte er dem Rest, wer auch immer bis zum Sonnenuntergang die tiefste Grube ausheben und sich darin verstecken würde, der würde verschont und dürfte heimkehren. Nur diejenigen, die nicht mithalten könnten, würden sterben. Sie buddelten so schnell, wie es ihnen mit ihren Händen möglich war, und einige brachten sich gegenseitig wegen einer Schaufel um. Sie sprangen von selbst in ihre Löcher und grinsten dann selbstzufrieden zu Jianzhu hoch. Jeder dachte, er selbst würde überleben und nicht die Kameraden. Und somit hatten fünftausend Männer ihr eigenes Grab geschaufelt. Jianzhu musste nur noch Erde drüber schütten.[20] Dadurch wurden fünftausend Gelbnacken lebendig begraben. Der Wille der überlebenden Kameraden wurde bei dem Anblick gebrochen und sie gaben auf.[19] Sie zerstreuten sich über das ganze Land aus Angst vor den aufgezeigten Konsequenzen, die Jianzhu ihnen für den Pfad der Gesetzlosigkeit demonstriert hatte.[21]

Der Anführer Xu Ping An wurde von Jianzhu mit großem Widerwillen am Leben gelassen, was eine Gefälligkeit gegenüber seinen Verbündeten in der Feuernation gewesen war, die erforschen wollten, wie es möglich war, dass ein Mann die Fähigkeit des Blitzbändigens besaß, eine sehr seltene Fähigkeit, die von manchen für ein Ammenmärchen gehalten wurde. Xu war ein wertvolles Untersuchungsobjekt und in das Gefängnis von Statthalter Te Sihung, eines der sichersten der Region, gesteckt.[22]

Somit wurde der gesamte Aufstand von einem einzelnen Mann, Jianzhu, niedergeschlagen.[19]

Nachwirkungen[]

Bewertung von Jianzhus Handlungen[]

Im Nachgang des Aufstandes entwickelten sich andere Darstellungen über die tatsächlichen Ereignisse: Jianzhu schickte persönlich Berichte an den Erdkönig, worin Xu Ping An zusammen mit den Opfern der Schlacht am Zhulu-Pass aufgeführt wurde.[14] Es entwickelte sich die Geschichte, Jianzhu hätte die Leichname von Dorfbewohnern beim Zhulu-Pass bestattet, die von Rebellen erschlagen worden waren, um ihnen die letzte Ruhe und Würde zu geben.[19] Wahrscheinlich hörte man die Geschichte der lebendig begrabenen Gelbnacken aber aus allein aus dem Grund nie von anständigen Bürgern des Erdkönigreichs – viele gewöhnliche Menschen im Erdkönigreich brachten den Daofei keinerlei Vertrauen entgegen, selbst denen, die vorgaben, „helfen“ zu wollen[1] –, weil sie es genau so sahen wie Jianzhu selbst: die Kriminellen würden einen Urteilsspruch hören und über den Mangel an Vergebung jammern, doch was sie selbst getan hätten, um die Bestrafung zu verdienen, davon wollten jene nichts wissen.[23] Der Zhulu-Pass war nur einer der zahlreichen Schlachten und Schauplätze, die in Verbindung mit Jianzhus Namen standen, und er stach auf dieser langen Liste nicht besonders hervor. Jianzhu war wegen all denen zu einem Helden des Erdkönigreichs und einem der führenden Erdweisen geworden.[19]

Qoute1 (Weiß) Ich hab von Tante Mui gehört, was Xu und die Gelbnacken unbewaffneten Männern, Frauen und Kindern angetan haben. Wenn nur die Hälfte davon wahr ist, dann hat Jianzhu sie zu leicht davon kommen lassen. Sie hatten Schlimmeres verdient. Qoute2 (Weiß)
— Kyoshi im Zelt zu Rangi. (Quelle)

Unter Daofei jedoch wurde Jianzhu für seine Taten verachtet und bekam den Spitznamen „Totengräber vom Zhulu-Pass“. Bemerkbar wurde dies, als Tagaka, Herrin der Fünften Nation, Jianzhu im Vorlauf der Schlacht auf dem Eisberg darauf ansprach. Dieser erwiderte ihr gegenüber, Gerüchte aus dem Innern des Erdkönigreichs würden dazu tendieren, „immer wilder zu werden, je näher sie dem Südpol“ kämen. Viele Erzählungen seiner Großtaten wären „mittlerweile reine Übertreibung“.[19] Im Privaten, nachdem Tagaka verschwunden war, rechtfertigte er seine Taten gegenüber „Avatar“ Yun und anderen Anwesenden. Auch Kelsang war der Ansicht, sie müssten in den Zeiten das tun, was getan werden musste, um Leben zu retten und die Balance aufrechtzuerhalten, ohne einen Avatar, der dabei helfen konnte.[21] Kyoshis erste Reaktion war, dass Jianzhu die Gelbnacken für ihre Taten sogar zu leicht hätte davonkommen lassen.[16]

Verheerende Folgen[]

Banditengruppen, allen voran die Gelbnacken beim Aufstand, hatten die Eltern von sehr vielen Kindern erschlagen, was zu Verwahrlosung und Verwaisen von Kindern führte.[24] Einige dieser Kinder fanden Zuflucht bei Matangi, einer abtrünnigen Nonne der Luftnomaden, die ein Waisenhaus für die durch den Gelbnacken-Aufstand verwaisten Kinder im Erdkönigreich in der Nähe des Östlichen Lufttempels gegründet hatte.[25]

In den acht Jahren bis 296 VG hatten sich die Überbleibsel der Gelbnacken, nunmehr keine große Armee mehr, sondern wenn es hoch kam ein paar Hundert Mann, wobei auch Fanatiker der Sekte Kang Shen mit eingegliedert wurden, im Untergrund neu organisiert.[12] Unter dem Decknamen der „Herbstblüte“ unter Führung von Mok befreiten sie mit der Hilfe der Fliegenden Operngesellschaft Xu Ping An aus dem Gefängnis und die Gelbnacken konnten sich neu gründen.[26] Als sie gerade dabei waren, einen weiteren Gelbnacken-Aufstand vom Zaum zu brechen, fordere Kyoshi, der tatsächliche Avatar, Xu zu einem entscheidenden Lei Tai heraus,[10] bei welchem sie ihn schließlich tötete und die Gruppe erneut besiegt wurde.[27]

Vergleich zweier historischer Ereignisse[]

Avatar Kyoshi fühlte sich, als sie von den Spannungen in der Feuernation zu Lebzeiten Szetos erfuhr, an den Aufstand der Gelbnacken erinnert.[28]

Konflikt[]

Nährboden für den Konflikt war vor allem die Ohnmacht/Willenslosigkeit einer Zentralregierung. Am Leben erhalten wurde der Aufstand durch die spirituelle Rechtfertigung für hemmungslose Gewaltakte sowie die Rechtfertigung von brutalen, aber wirkungsvollen Konsequenzen, die sich die Daofei selbst erteilten. Niedergeschlagen wurde die Rebellion von Jianzhu ebenso auf eine gewaltsame Art und Weise, was später von Tagaka versucht wurde, gegen ihn verwendet zu werden.[19]

Der Anführer der Gelbnacken wurde damals allerdings sogar verschont und nicht getötet, was dazu führte, dass später beinahe erneut ein Aufstand ausgebrochen wäre.[26] Als der Avatar richtete Kyoshi über Xu Ping An, indem sie ihn selbst tötete und somit diesen Konflikt vollständig beendete.[27]

Beteiligte[]

Die Gelbnacken sammelten im Zuge ihres Aufstandes immer mehr Mitglieder, auf dem Höhepunkt ihrer Macht waren es über 5000 Daofei, die sich an den Plünderungen beteiligten. Auf der Gegenseite befand sich allerdings nur Jianzhu selbst, der alle diese Gelbnacken alleine besiegte.[19]

Hinter den Kulissen[]

Trivia[]

  • Das historische Vorbild des Gelbnacken-Aufstands aus unserer Welt ist offenkundig der Aufstand der Gelben Turbane in der Spätzeit der Han-Dynastie am Ende des 2. Jahrhunderts. Ihre Anhänger waren an ihren gelben Kopftüchern (daher Turbane) erkennbar. Zhang Jiao, ihr Anführer, verband die Rebellion ebenfalls mit einem spirituellen Sinn. Die Han-Dynastie war wie das Erdkönigreich lange unfähig, effektiv dagegen vorzugehen, sodass lokale Anführer die Rebellion mit brutaler Macht zerschlugen. Ähnlich wie bei den Gelbnacken existierten sie auch nach der Zerstörung ihrer hauptsächlichen Armeeteile – so besiegte Cao Cao angeblich 300.000 Turbane – für ein paar Jahre als Splittergruppe weiter und unterstützten den einen oder anderen Kriegsherrn.

Quellen[]

Einzelnachweise[]

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 Avatar Legends – Das Rollenspiel: Grundregelwerk (Seite 34)
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 Der Überfall, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 416)
  3. Avatar Legends – Das Rollenspiel (Seite 37)
  4. 4,0 4,1 4,2 Der Test, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 20)
  5. 5,0 5,1 5,2 Der Test, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 8)
  6. Flucht aus der Geisterwelt
  7. Der Test, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 11 f.)
  8. Der Überfall, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 125)
  9. Die Herausforderung, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 418 f.)
  10. 10,0 10,1 Die Herausforderung, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 425–429)
  11. Die Herausforderung, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 433)
  12. 12,0 12,1 Die Herausforderung, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 420)
  13. Der Überfall, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 416 f.)
  14. 14,0 14,1 Die Herausforderung, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 419)
  15. 15,0 15,1 Der Eisberg, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 96)
  16. 16,0 16,1 Der Eisberg, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 104)
  17. Die Herausforderung, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 420 f.)
  18. Der Eisberg, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 91)
  19. 19,0 19,1 19,2 19,3 19,4 19,5 19,6 19,7 Der Eisberg, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 92)
  20. Die Rückkehr, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 483)
  21. 21,0 21,1 Der Eisberg, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 96 f.)
  22. Der Hinterhalt, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 452)
  23. Der Eisberg, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 97)
  24. Der Test, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 18)
  25. Avatar Legends – Das Rollenspiel: Grundregelwerk (Seite 40)
  26. 26,0 26,1 Der Überfall, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 413–417)
  27. 27,0 27,1 Der Hinterhalt, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 452 ff.)
  28. Kulturdiplomatie, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 69 f.)
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