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Disambig Dieser Artikel behandelt einen Titel; für andere Bedeutungen siehe Erdkönig (Begriffsklärung).
Qoute1 (Weiß) Seine Majestät ist eine Ikone, sein Volk verehrt ihn wie einen Gott. Qoute2 (Weiß)
— Long Feng über den Status des Erdkönigs. (Quelle)

Der Erdkönig ist Oberhaupt und Herrscher über das Erdkönigreich und hat formell die Gewalt über das gesamte Land.[1]

Geschichte[]

Die mächtigste Person des Kontinents[]

Irgendwann nach dem Ende der Ära von Raava[2] bildeten sich die Erdkönige als einst stolze Kriegerkönige heraus, die ihr Land persönlich (und manchmal auch auf brutale Weise) beherrscht hatten. Über Generationen delegierten sie viel Kontrolle über das Tagesgeschäft der Stadt Ba Sing Se an einen byzantinischen Regierungsapparat, der sie umgab.[1] Ba Sing Se verließen die ersten 51 Erdkönige nie, kamen nicht einmal bis an die Äußere Mauer.[3][4] Die Bürokratie war aber ausschließlich dem Erdkönig verpflichtet und vertrat dessen Willen durch das Erdkönigreich hindurch.[5]

Das absolute Herrschen über das Erdkönigreichs war in Anbetracht dieser Vorgehensweise und der schieren Größe der Nation allerdings schwierig. Loyale Provinzfürsten herrschten dafür jeweils mit großer Autonomie über weitaus kleinere Teilgebiete, was ihnen gewährt wurde, so lange sie der Krone gegenüber loyal blieben und seine Steuern einsammelten.[6] Dabei war der konkrete Einfluss des Erdkönigs mal stärker und mal schwächer, erstreckte sich aber nie über das ganze Land gleichzeitig.[7] Ein Mittel, welches sie benutzten, um ihre politischen Feinde zu exekutieren, waren Shirshus. Es entstand das folgende Sprichwort:[8]

Qoute1 (Weiß) Verräter sollen gehetzt werden vom Shirshu, bis sie an Ort und Stelle fallen, fernab von ihrer Heimat und den Knochen ihrer Ahnen. Qoute2 (Weiß)
— Sprichwort über die Verfolgung und Exekution von Feinden des Erdkönigs. (Quelle)

Dabei hatten viele Erdkönige der alten Zeit keinerlei Schwierigkeiten damit, selbst ihre Geschwister gewaltsam zur Strecke zu bringen, wenn sie ihnen als Rivalen erschienen.[9] Des Weiteren halfen sich der Erdkönig und der Avatar im Laufe der Geschichte oft gegenseitig.[10]

Eine frühe Linie an Erdkönigen entsprang der Hao-Dynastie.[11] Namhafte Erdkönige der frühen Zeit, wenn auch unklar welcher Dynastie, waren der 22. Erdkönig, dessen Herrschaftszeit das letzte Mal bis 296 VG markierte, wo die Feuermarine das Ostmeer mit Kriegsflagge befahren durfte,[12] der 40. Erdkönig, welcher von Tieguai, dem Assassinen ermordet wurde,[13] sowie Zhoulai, welcher mit einem Avatar verbündet war und vor 645 VG[Anm. 1] starb.[Anm. 2][14]

Ära Feishans[]

Im Jahre 9 ÄY kämpften die loyalen Streitmächte des Erdkönigs Feishan und die Rebellenlegionen General Nongs gegeneinander. Die anderen Nationen wurden ungeduldig ob der Stagnation im Kampf und unterstützen im Geheimen Nong mit Barren aus Platin. Jedoch konnte Feishan mit Kühnheit und Scharfsinn über seinen Feind am Lamapaka-Übergang herfallen und vernichten. Als Vergeltung schloss Feishan die Häfen seiner Nation, brach jegliche diplomatischen Verbindungen ab und verbannte alle Botschafter aus seinem Land. Das erbeutete Platin behielt er, schmolz es ein und ließ damit die gigantische Dachsmaulwurfsstatue hinter seinem Thron überziehen. Erst wenn die gesamte Oberfläche getrübt sei und wie Stein erscheine, erklärte er, würden die Beziehungen sich wieder normalisieren, was ein Jahrhundert oder länger gedauert hätte. Die anderen Nationen reagierten mit Isolationsmaßnahmen. Dieses Ereignis wurde als Platin-Affäre bekannt. Um jedoch gewisse geschätzte Luxusgüter weiterhin importieren und exportieren zu können, wurde, damit die Herrscher ihr Gesicht wahrten, das Shang-System geschaffen.[15]

Im Erdkönigreich, etwa in der Nähe Bin-Ers, standen Wachstationen. Gerüchten zufolge wütete Feishan in Ba Sing Se und hätte im Rahmen einer Säuberung die Mauern des Oberen Rings mit den hochgeborenen Verrätern und Spionen bedeckt, und zwar nicht mit ihrem Blut, sondern mit den Leuten selbst. Es sei ihnen gelungen, genug Verschwörer aufzustapeln, um die gesamte Fläche hübsch gleichmäßig abzudecken. Deshalb wären in 17 ÄY auf dem gesamten Kontinent die Agenten des Erdkönigs in höchster Alarmbereitschaft gewesen.[16]

Ära Jianzhus und Yi Mings[]

Das Morden um den Erdkönig herum war sehr typisch, denn in Ba Sing Ses „Krieg der Geheimnisse und Dolche“ wohnten lächelnde Prinzen tagsüber Banketten bei und fochten nachts im Geheimen Kriege miteinander aus.[17] So kam es beispielsweise vor, dass sich ein Prinz niedrigen Ranges plötzlich vom elften auf den vierten Platz der Thronfolge „vorgearbeitet“ hatte.[18]

Qoute1 (Weiß) Es gibt doch sicher nichts Wichtigeres als den Stolz und die Liebe, die wir für unser Land empfinden! Seit seiner Krönung sind diese Inseln dem Erdkönig ein Dorn im Auge. Ihr wollt das Urteil Seiner Majestät doch sicher nicht infrage stellen, oder? Qoute2 (Weiß)
— Die Meinung des Erdkönigs als Argument Huis. (Quelle)

Dem Erdkönig, der im Jahr 296 VG regierte, waren die Chuje-Inseln seit dessen Krönung „ein Dorn im Auge“, da ihr Status nicht gesichert war. Der Südliche Wasserstamm stellte nämlich Gebietsansprüche, die jedoch nicht durchgesetzt werden konnten. Hui benutzte die Meinung des Erdkönigs als nicht zu entkräftendes Argument gegen Jianzhu, um eine Debatte zu gewinnen. Die Unfehlbarkeit des Erdkönigs zählte innerlich für Jianzhu aber nicht. Er wollte insgeheim am liebsten sowohl den Erdkönig als auch Hui auf einem dieser verlassenen Atolle ausgesetzt, um zu sehen, welcher der beiden „Idioten“ – seinem Verständnis nach – den anderen zuerst auffressen würde.[19]

Jianzhu war es auch, der anstelle des Erdkönigs, denn von Ba Sing Se ging quasi keine Autorität über den Rest der Nation aus, das Erdkönigreich Anfang des dritten Jahrhunderts VG zusammenhielt und vor dem Zerfall bewahrte, und Dekrete, die normalerweise von Erdkönigen erlassen wurden, trugen sein Siegel. Da er die Machtposition nicht mit einer adligen Abstammung rechtfertigen konnte, musste er für persönliche Loyalität ihm gegenüber sorgen.[7][20][7]

Ähnlich wie der Feuerlord hatte auch der Erdkönig ein Programm zum Aufspüren und Listen von Doppelgängern.[21]

Zwischen 296 VG und 270 VG war irgendwann Erdkönig Yi Ming an der Macht, auf welchen die Erfindung der Einschienenbahn in Ba Sing Se zurück ging, weil man seiner Ansicht nach zu lange brauchte, um die Stadt zu durchqueren.[22] [23]

Verfassungsreform und Putsch[]

König und Kyoshi

Diktieren der Bedingungen für den 46. Erdkönig durch Kyoshi.

Beim Bauernaufstand von Ba Sing Se geriet der 46. Erdkönig in die Schusslinie, da wütende Bauern, welche der Auffassung waren, die Rolle des Königs wäre überholt und er würde nicht die Interessen des Volkes vertreten, den Niedergang des Erdkönigs forderten. Sie stürmten den Oberen Ring und zerstörten unbezahlbare historische Artefakte und Gebäude, einfach alles, was die „alte Regierung“ repräsentierte, einschließlich einer Statue des Erdkönigs. Jener rief Avatar Kyoshi herbei, um ihm mit der Revolution zu helfen. Jene weigerte sich, den Aufstand niederzuschlagen, was den Erdkönig sehr erzürnte, da sie dem König trotzte. Kyoshi entgegnete, er würde seinem Avatar trotzen, und bot einen „Kompromiss“ an, gegen dessen Bedingungen der Erdkönig keine Handhabe besaß: er würde dem Anliegen der Bauern Gehör verschaffen, wofür sie seine Interessen und das kulturelle Erbe Ba Sing Ses wahren würde. Dazu schuf sie eine Gruppe an Elite-Erdbändigern, das Dai Li, welches im Geheimen operieren sollte.[24]

Zu Lebzeiten Avatar Rokus herrschte Erdkönig Jialun. Jener verbrachte einen Großteil seiner Zeit damit, die von seinen Vorgängern etablierte Verfassung und Ordnung zu ändern: Den Orden der Erdweisen löste er mit der Hilfe des Dai Lis[25] auf, wodurch seine lautesten Gegner abgesetzt und dann zum Verschwinden gebracht[25] wurden. Anschließend kippte er alte Gesetze und etablierte neue, die seine Macht festigten. Einige im politischen Spiel litten unter diesen neuen Gesetzen, während andere, die die Spielregeln des Erdkönigs akzeptierten, aufblühten.[26] Konkret wurde aus der Verfassungsvereinbarung von Avatar Kyoshi und dem 46. Erdkönig durch Jialun ein aufgeblähtes Stück Gesetzgebung, von dem nur Reiche wissen konnten, wie man sie ausnutzte. Dabei ließ er es absichtlich so wirken, als ob er ein inkompetenter Anführer inmitten eines gewaltigen bürokratischen Gestrüpps wäre, während in Wahrheit er die Fäden zog. Zudem kontrollierte die Krone jede neue Technologie, denn sie beschlagnahmte sie und gab sie an Vasallen weiter, ganz nach dem Ermessen des Erdkönigs.[27]

Long Feng berät Kuei

Long Fengs Manipulation des 52. Erdkönigs.

In einer direkten Linie verliefen die Erdkönige bis zum 51. Erdkönig.[24] Als jener starb, wurde sein Sohn Kuei im Alter von vier Jahren König. Weil jener allerdings so jung war und dementsprechend keine militärischen Entscheidungen tätigen konnte, wurde mit dem Kulturminister ein Regent bestellt. Long Feng nutzte das junge Alter des Königs und das ihm als Kulturminister unterstehende Dai Li, um eine Verschwörung zu initiieren, bei der der Erdkönig vom Geschehen des Hundertjährigen Kriegs völlig im Unwissen gelassen wurde und stattdessen seine Zeit mit seltenen/exotischen Tieren verbrachte[Anm. 3] , allen voran Bosco. Als Berater träufelte Long Feng dem Erdkönig allerlei Lügen ins Ohr, um aus Kuei einen Marionettenkönig seines Gutdünkens zu machen.[1][28] Kuei wurden zwar letztlich durch das Team Avatar die Augen geöffnet und er erlang kurzzeitig die Kontrolle zurück,[3] allerdings wurde er durch einen von Feuerprinzessin Azula ausgehenden und vom Dai Li unterstützten Putsch entmachtet, wodurch das Erdkönigreich im Krieg fiel. Der rechtmäßige Erdkönig musste demnach ins Exil – als erster Erdkönig, der je Ba Sing Se verlassen hatte[3] – beziehungsweise in den Untergrund, während Azula den Thron für sich beanspruchte.[29] Als sie in dem Sommer 100 NG ihre Heimreise antrat, installierte sie Joo Dee 1 als „Oberste Verwaltungsvertretung“. Auf diese Weise sollte jene „den Willen des Feuerlords bedingungslos und ohne Fragen erfüllen“.[30]

Nach Kriegsende und einer Weltreise als einfacher Mann, bei der er lernen wollte, die echte Welt kennenzulernen und ein besserer König zu werden,[31] kehrte Kuei auf den Thron zurück und war einer der Mitbegründer der Bewegung zur Wiederherstellung der Harmonie.[32] Bei dieser und anderen Gelegenheiten öffnete er sein Herrschaftsverständnis für internationale Politik, so beispielsweise auch bei einer Auslandsreise zum Südlichen Wasserstamm in 102 NG.[33] Seine gottähnliche Position legte er faktisch ab, sodass er auch von gewöhnlichen Menschen als „Erdkönig Kuei“ angesprochen werden durfte[34]. Zuvor galt, dass Erdkönige nach ihrer Krönung persönliche Namen ablegten und lediglich mit ihrem Titel oder „Eure Majestät“ angesprochen wurden.[1]

Zusammenbruch der Monarchie[]

Hou-Ting erstickt

Königinnenmord.

Auf Kuei folgte schließlich seine Tochter Hou-Ting, die ein deutlich traditionelleres Amtsverständnis hegte, also im Palast blieb, das Dai Li wieder einsetzte und einen Personenkult um sich wiederherzustellen versuchte. Dabei fokussierte sie sich allerdings einzig auf ihren eigenen Luxus und ihre Erhabenheit, sodass ihr Volk sich großteilig von ihr abwandte.[35][36] Eine extremistische Vereinigung, der Rote Lotus, in Person des Anführers Zaheer ermordete die Erdkönigin schließlich im Jahre 171 NG und stürzte das Land in Chaos und Anarchie. Es entstand also ein Machtvakuum und das Erdkönigreich zerfiel in Einzelstaaten, äquivalent zu den Provinzen.[37][38][39]

Der designierte Thronfolger war Prinz Wu, Hou-Tings Großneffe. Allerdings musste zunächst einmal die Ordnung im Königreich wiederhergestellt werden. Der Präsident der Vereinten Republik der Nationen Raiko und das Oberhaupt der Luftnation Tenzin wollten die angesehene Suyin Beifong für diese Aufgabe übernehmen, aber sie lehnte ab. Stattdessen machte es sich Kuvira zu ihrer Mission, und nachdem sie sich dabei bewährt hatte, die Ordnung in Ba Sing Se wiederherzustellen, ernannten die anderen Weltoberhäupter sie zur Übergangsherrscherin des Erdkönigreichs für eine Dauer von drei Jahren, in denen sie das gesamte Königreich in Sicherheit wiedervereinigen sollte, während der Prinz die Zeit in Republica in Sicherheit verbrachte.[39][40]

Qoute1 (Weiß) Aufgewachsen in Zaofu unter Suyin Beifongs Herrschaft wurde mir bald klar, dass das Konzept einer Königsdynastie, in der die Macht weitervererbt wird, veraltet ist. Dass Innovation und Technologie die Entwicklung einer Nation bestimmen sollten. Es ist der Herrschaft der Königsfamilie zu verdanken, dass sich das Erdkönigreich in einem dermaßen elendigen Zustand befinden konnte. Drei Jahre hat es mich gekostet, das Land wieder auf den richtigen Weg zu führen, und ich werde nicht zulassen, dass es wieder im Chaos versinkt. Ich möchte der Welt folgende Ankündigung machen: das Erdkönigreich ist Vergangenheit und und von hier und jetzt an hat dieser Mann [Wu] keine Regierungsgewalt mehr.
Ich proklamiere die Stunde Null des Erdimperiums und ich werde nicht aufhören, auch weiterhin Sorge für sein Wohlergehen zu tragen. Ich verspreche eine neue Ära von Wachstum und Wohlstand für mein Volk.
Qoute2 (Weiß)
— Kuvira anlässlich Wus Krönung. (Quelle)
Wu wird „gekrönt“

Wus Krönung mit Königlicher Brosche.

Im Jahre 174 NG hatte Kuvira das Erdkönigreich prinzipiell unter Kontrolle gebracht und fast vollständig wiedervereinigt, indem sie die einzelnen Teile unterwarf.[41][39] Prinz Wu wurde schließlich in Republica gekrönt, allerdings ohne Krone, denn diese war bei der Ermordung Hou-Tings gestohlen worden (genau wie der Königliche Siegelring), sondern nur mit der Königlichen Brosche. Die Zustimmung des Volkes hielt sich in Grenzen. Kuvira, deren Mandat formell an jenem Tag endete, wurde von ihm für ihre Dienste mit der Kyoshi-Freiheitsmedaille geehrt und nutzte die Gelegenheit, um Wu die Regierungsgewalt abzusprechen und das „Erdimperium“ unter ihrer Führung auszurufen, anstatt ihr Amt niederzulegen. Das „Konzept einer Königsdynastie“ bezeichnete sie als „veraltet“ und gab der Königsfamilie die Schuld für die Probleme des Landes. Sie hingegen würde „auch weiterhin Sorge für sein Wohlergehen [...] tragen“ und versprach „eine neue Ära von Wachstum und Wohlstand“ für „ihr“ Volk. International wurde das Erdimperium nicht anerkannt, sie wiederum bezeichnete Wu als „Marionettenkönig“ der anderen Weltführer, den das Erdimperium „niemals akzeptieren“ würde, und drohte den anderen Weltoberhäuptern aber im Falle der Einmischung mit harten Konsequenzen.[41]

Wu blieb ein König im Exil, während Kuvira auch Zaofu unter ihre Kontrolle stellte[40][42]. Er wurde von Kuviras Unterstützern beinahe entführt, konnte aber vom Team Avatar gerettet werden.[43] Da er international weiter das anerkannte Oberhaupt war, nahm er im Rathaus von Republica an einem Treffen mit Feuerlord Izumi, Präsident Raiko, dem Oberhaupt der Luftnation Tenzin sowie der Polizeichefin Lin Beifong teil, um die internationale Antwort auf die Kuvira-Problematik zu beraten.[44] Im Vorfeld der von Kuvira initiierten Invasion in die Vereinte Republik der Nationen gewann Wu allmählich das Vertrauen einfacher Leute, weil er sich in Republica für die Evakuierung von Zivilisten einsetzte.[45][46][47]

Qoute1 (Weiß) Eigentlich würde ich lieber auf das Amt des Königs verzichten und die Monarchie als Ganzes abschaffen. [...] Ich denke wirklich, es wäre besser für das Erdkönigreich, unabhängige Staaten zu haben, die ihre Regierungen selbst wählen wie die Vereinte Republik. Qoute2 (Weiß)
— Erdkönig Wus ANkündigung, die Monarchie als Ganzes abzuschaffen. (Quelle)
Wus Rede zur Demokratischen Bewegung

Wus Rede in Republica zur Demokratischen Bewegung im Erdkönigreich.

Nachdem Kuvira besiegt war, hätte Wu seine Regentschaft als Erdkönig richtig beginnen können. Er entschied sich aber dazu, auf das Amt des Erdkönigs zu verzichten und die Monarchie zugunsten unabhängiger Einzelstaaten mit demokratisch gewählten Regierungen nach dem Vorbild der Vereinten Republik der Nationen als Ganzes abzuschaffen.[48] Er führte monatelange Gespräche und setzte die erste Gouverneurswahl im Staat Gaoling an, gefolgt von raschen weiteren Wahlen in anderen Staaten binnen eines Jahres. Die meisten Anwesenden der Menge in Republica applaudierten, insbesondere die Royalistin Yin wehrte sich jedoch verbal gegen die Abschaffung der Monarchie. Die Presse fragte nach, was mit den Staaten wäre, die bereits Kritik an dem Plan geäußert hätten, und Präsidentin Zhu Li Moon äußerte sich optimistisch, dass jene dem Beispiel Gaolings folgen würden.[49]

Wu traf im Nebligen Sumpf in einer Vision die dahingeschiedene Erdkönigin, seine Großtante Hou-Ting, welche ihn einen „schwache[n] König“ sowie „eine Schande für den Thron“ nannte und ihm vorwarf, das Königreich, das sie ihm anvertraut hätte, zerstört zu haben. Wu rechtfertigte sich damit, eine Verbesserung erzielen zu wollen, doch Hou-Ting erwiderte, Menschen wollten keine „Veränderung“ und auch keinen „Fortschritt“, sondern bräuchten „Stabilität“. Mit der Behauptung, er würde den Menschen „Freiheit“ geben, würde er sich nur selbst belügen, denn er wollte die Demokratie ihrer Ansicht nach nur, weil er „zu große Angst“ hätte, „selbst zu herrschen“. Nach ihrem Tod hätte er „das Erdkönigreich kampflos Kuvira überlassen“ und nun nach Rückerlangung der Krone wollte er „die ganze Macht erneut einfach so hergeben“, „wie jedes Mal“. Wu redete sich verzweifelt weiter ein, dass das nicht stimmte.[50]

Wu wütend vor Rhee

Unter Gehirnwäsche stehender Erdkönig erteilt wütend eine Anweisung.

Die angesetzte Wahl in Gaoling entwickelte sich aber zu einer Krise, weil Kommandant Guan das Erdimperium wiederherzustellen versuchte[51] und mittels Gehirnwäsche die Wahl manipulierte: sowohl die Wähler im Staat als auch der Erdkönig Wu wurden beeinflusst,[52][53] und letzterer erließ unter Guans Kontrolle ein Königliches Dekret, um den Wahltermin vorzuziehen.[54] Guan wurde auf diese Weise Gouverneur von Gaoling.[55] Es gelang aber letzten Endes, die Gehirnwäsche zu revertieren und Guan wieder zu entmachten. Wu sah ein, den Wandel zu sehr gegen alle Einwände forciert zu haben. Er schlug deswegen einen „neuen Weg zur Demokratie“ vor: jedes Rathaus sollte „einen eigenen Terminplan für die Wahlen, entsprechend den Wünschen der Bürger“, bekommen. Wu sollte ihnen nicht seinen Willen aufzwingen, wie Guan es bei ihm getan hätte, erklärte er. Die Veränderung des Erdkönigreichs wollte er noch immer, aber bis dahin würde er weiter als Erdkönig dienen. Dafür gab es Jubel und Hochrufe seitens des Volkes von Gaoling.[56]

Tätigkeit[]

Der Erdkönig ist eine vererbbare Position[Anm. 4] des mächtigsten Herrschers im Erdkönigreich, welcher von Ba Sing Se aus Souverän über das gesamte Erdkönigreich ist. Es entwickelte sich ein byzantinischer Regierungsapparat um ihn, und er hatte mal mehr, mal weniger Macht im Land, aber faktisch nie über das gesamte gleichzeitig[7] – mit etwaiger Ausnahme von Erdkönig Nr. 54, Wu[48][49]. Mit der Position ging auch ein Konkubinat bzw. polygames Ehesystem einher, und nur der Erdkönig und seine Frauen durften den Königlichen Schrein im Königspalast betreten.[1][57] Innerhalb von Ba Sing Se konnte er nach Errichtung des Dai Lis seine Macht gut sichern,[24] war aber beispielsweise zu frühen Regierungszeiten des 52. Erdkönigs, Kuei, faktisch nicht mehr als eine Galionsfigur, eine Marionette Long Fengs[28], aber zugleich ein Quasi-Gott für seine Untertanen, der seinen echten Namen nach der Krönung auch nicht mehr verwendete, sondern lediglich mit Titel oder „Seine Majestät“ bezeichnet wurde.[1]

Erdkönige regieren in der Regel mittels Königlicher Dekrete.[20][54]

Ausstattung[]

Die Erdkönige trugen bis einschließlich Kuei eine Stoffkrone mit den Insignien des Erdkönigreichs darauf. Am Körper waren sie mit ocker-bis-gelber, partiell grüner Tracht gekleidet mit grüner, umhangartiger Schulterpartie, einem Gürtel mit Erdkönigreichssymbol als Schnalle sowie einer Art Rock, der den Unterleib bedeckte. Um den Hals hing eine grüne Perlenkette; an den Füßen trug er spitz zulaufende, braun-beige Schuhe.[24][3] Varianten der Kleidung beinhalteten ein Zepter. Zur weiteren Ausstattung gehörte unter anderem ein Königlicher Siegelring,[41] sogar 67 verschiedene Siegel, die je nach Dokument zu verschiedenen Anlässen benutzt wurden.[1]

Bekannte Träger[]

Es gab mindestens 54 Erdkönige, darunter:

  • 22. Erdkönig
  • Zhoulai[Anm. 2]
  • 40. Erdkönig
  • Yi Ming,[Anm. 5] um 293 VG
  • 46. Erdkönig[Anm. 5]
  • Jialun, der zu Lebzeiten Avatar Rokus herrschte|Quelle=Avatar Legends – Das Rollenspiel: Grundregelwerk
  • Kuei, 52. Erdkönig (zeitweise 100 NG im Exil, anschließend Rückkehr auf den Thron; de jure ununterbrochen)
  • Azula (100 NG), nach dem Putsch des Dai Li, ohne Thronanspruch selbst ernannt
    • zeitweise Joo Dee 1 (100 NG) als „Oberste Verwaltungsvertretung“
  • Hou-Ting, 53. Erdkönig (als Erdkönigin) (Unbekannt–171 NG)
  • Kuvira (Übergangsherrscherin des Erdkönigreichs (171–174 NG) und Diktatorin (174 NG))
  • Wu, 54. Erdkönig (ab 174 NG)

Zudem war Jianzhu zeitlebens Ende des vierten Jahrhunderts VG bis zu seinem Tod im Jahr 296 VG[58] faktisch Herrscher über das Erdkönigreich mit den Befugnissen des Erdkönigs, obwohl es einen tatsächlichen Erdkönig[Anm. 5] gab (der landesweit kaum Autorität ausübte/ausüben wollte).[7][20]

Hinter den Kulissen[]

Trivia[]

  • Die Position des Erdkönigs scheint vom historischen Kaiser von China, insbesondere der Qing-Dynastie, sowie vom japanischen Tennō inspiriert zu sein. Insbesondere erwähnenswert bezüglich letzterem ist die gottähnliche Stellung, die auch in Japan existierte und als Arahitogami (wörtlich: „Kami, der als Mensch erscheint“) bezeichnet wurde. Ironischerweise war es eine Kriegsniederlage, nämlich im Zweiten Weltkrieg, die daran etwas änderte: Tennō Hirohito wies (gemäß Weisung von Douglas MacArthur) 1946 die Göttlichkeit des japanischen Kaisers in einer als „Ningen-sengen“ (人間宣言 „Erklärung der Menschlichkeit“) bezeichneten Neujahrserklärung zurück[Anm. 6] und erklärte:
Qoute1 (Weiß) Die Bande zwischen Uns und Unserem Volk beruhten immer auf gegenseitigem Vertrauen und gegenseitiger Verehrung und sind keineswegs Produkte reiner Mythen und Legenden. Sie beruhen nicht auf dem Wahn, der Tennô sei ein gegenwärtiger Gott [akitsumikami] und das japanische Volk anderen überlegen, oder es hätte gar die Aufgabe, die Welt zu beherrschen.“ Qoute2 (Weiß)
— Shōwa-tennō, 1946.
Außerdem ist es im japanischen Kaiserhaus wie beim Erdkönig so, dass persönliche Namen mit der Thronbesteigung aus der Anrede wegfallen und man amtsgerecht angesprochen oder bezeichnet wird. Im Fall des Tennō lautet die Anrede „tennō heika“ („kaiserliche Majestät“) oder „kinjō tennō“ („der gegenwärtige Tennō“). Nach seinem Tod wird er nur noch mit seiner Nengō (Regierungsdevise), das zugleich den „Totennamen“ bildet, und dem Suffix -tennō bezeichnet, während frühere Erdkönige nummeriert werden („XY. Erdkönig“).
Giuseppe Castiglione – Kaiser Qianlong, 1736

Kaiser Qianlong im Gewand, 1736.

  • Die Uniform der Erdkönige ist klar dem Zeremonialgewand vom chinesischen Kaiser Qianlong entlehnt.
  • Hundun und sein Bruder waren auch Erdbändiger und Könige, aber es ist unklar, ob sie Erdkönige waren.

Anmerkungen[]

  1. Zhoulai ist 300 Jahre vor Yangchens Zeit gestorben, wie in Stimmen der Vergangenheit erwähnt wird. Yangchen ist im Jahre 345 VG verstorben, weil Kuruk 33 Jahre alt geworden ist, wie in Der Test erwähnt wird. Dementsprechend ist Zhoulai irgendwann vor 645 VG verstorben, je nachdem, wie alt Yangchen geworden ist.
  2. 2,0 2,1 Unklar ist, welche Ordnungszahl Erdkönig Zhoulai hat, insbesondere ob er vor dem 22. bzw. dem 40. Erdkönig herrschte, danach, dazwischen oder sogar mit einem davon identisch ist.
  3. Dies ist übrigens eine der vielen Ähnlichkeiten Erdkönig Kueis mit dem Shōwa-tennō, Hirohito: während sein Land in seinem Namen im Krieg kämpfte, forschte der von seinen Generälen im Unklaren gelassene Herrscher an exotischen Nesseltierarten.
  4. Wahrscheinlich verlief diese Vererbung nach dem Prinzip der Primogenitur, das Recht des erstgeborenen Kindes.
  5. 5,0 5,1 5,2 Unklar ist, welche Ordnungszahl der Erdkönig hat, der im Jahre 296 VG regierte, und dem die Chuje-Inseln seit seiner Krönung „ein Dorn im Auge“ waren. In den folgenden Jahrzehnten bis zum Bauernaufstand (kurz nach 270 VG) ließ ein Erdkönig namens Yi Ming 293 VG die Einschienenbahn bauen, und während des Aufstands herrschte schließlich der 46. Erdkönig. Ob diese drei Könige verschieden sind oder zwei davon oder sogar alle drei dieselbe Person sind, bleibt Spekulation.
  6. Womöglich hat Hirohito damit nur eine übernatürliche Qualität für sich verneint, die er oder seine Vorgänger tatsächlich, auch nach shintōistischen Vorstellungen, nie besessen hätten, um den christlichen Vorstellungen eines Gottes, welche die Besatzer womöglich meinten, zu genügen, oder aber etwas zurückgewiesen, das ihm nicht zustand, weil es sich – im Einklang mit shintōistischer Lehre der Göttlichkeit im Sinne einer Kami-Natur (神格性, shinkaku-sei) qua Abstammung von der Sonnengöttin Amaterasu – um eine Tatsachenleugnung handelte.

Quellen[]

Einzelnachweise[]

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 The Lost Lore of Avatar Aang (Archiv von nick.com). Earth King (Abgerufen: 08.02.2022)
  2. Wie alles begann, Teil 2
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 Der Erdkönig
  4. Avatar Extras (Buch II – Erde): Der Erdkönig Nr. 54 und 55
  5. Der Test, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 20)
  6. Die Meister des Avatars, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 340)
  7. 7,0 7,1 7,2 7,3 7,4 Die Spaltung, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 125)
  8. Die Bestie, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 324)
  9. Geschichtsstunde, Der Schatten von Kyoshi (Seite 119)
  10. Die Meister des Avatars, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 325)
  11. Fragen und Meditation, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 375)
  12. Die Spaltung, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 130)
  13. Flucht, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 234)
  14. Stimmen der Vergangenheit, Der Aufstieg von Yangchen (Seite 10)
  15. Theater, Der Aufstieg von Yangchen (Seite 77 f.)
  16. Stimmen der Gegenwart, Der Aufstieg von Yangchen (Seite 24)
  17. Das Ritual, Der Schatten von Kyoshi (Seite 161)
  18. Der Eisberg, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 84)
  19. Verpflichtungen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 264–267)
  20. 20,0 20,1 20,2 Ehrliche Arbeit, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 53)
  21. Hausputz, Der Schatten von Kyoshi (Seite 294)
  22. Die Einladung, Der Schatten von Kyoshi (Seite 31)
  23. The Lost Lore of Avatar Aang (Archiv von nick.com). Einschienenbahn
  24. 24,0 24,1 24,2 24,3 Flucht aus der Geisterwelt
  25. 25,0 25,1 Avatar Legends – Das Rollenspiel: Grundregelwerk (Seite 46)
  26. Avatar Legends – Das Rollenspiel: Grundregelwerk (Seite 44)
  27. Avatar Legends – Das Rollenspiel: Grundregelwerk (Seite 54)
  28. 28,0 28,1 Mauern und Geheimnisse
  29. Ein fataler Niedergang
  30. Heimkehr, Die verlorenen Abenteuer (Seite 90 f.)
  31. Das ist nur natürlich, Die verlorenen Abenteuer (Seite 88)
  32. Das Versprechen Band 1 (Seite 8 ff.)
  33. Nord und Süd Band 3 (Seite 16 ff.)
  34. Das Versprechen Band 3 (Seite 66)
  35. Die Erdkönigin
  36. Gefahr droht
  37. Lang lebe die Königin
  38. Das Ultimatum
  39. 39,0 39,1 39,2 Nach all den Jahren
  40. 40,0 40,1 Der Feind vor den Toren
  41. 41,0 41,1 41,2 Die Krönung
  42. Die Schlacht von Zaofu
  43. Wieder vereint
  44. Jenseits der Wildnis
  45. Operation Beifong
  46. Kuviras Schachzug
  47. Der Tag des Giganten
  48. 48,0 48,1 Das letzte Gefecht
  49. 49,0 49,1 Die Ruinen des Imperiums Band 1 (Seite 12–15)
  50. Die Ruinen des Imperiums Band 2 (Seite 19 ff.)
  51. Die Ruinen des Imperiums Band 1 (Seite 26)
  52. Die Ruinen des Imperiums Band 1 (Seite 76)
  53. Die Ruinen des Imperiums Band 2 (Seite 76)
  54. 54,0 54,1 Die Ruinen des Imperiums Band 3 (Seite 10 ff.)
  55. Die Ruinen des Imperiums Band 3 (Seite 30)
  56. Die Ruinen des Imperiums Band 3 (Seite 64 ff.)
  57. The Lost Lore of Avatar Aang (Archiv von nick.com). Location: Royal Palace (Abgerufen: 22.11.2023)
  58. Die Rückkehr, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 487 i.V.m. 493)
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