Avatar-Wiki
Advertisement
Avatar-Wiki
30px-exz
Qoute1 (Weiß) Mein Vater mag ein dummer Trottel gewesen sein, doch während seiner Regentschaft fiel Regen vom Himmel, die Felder waren grün und es gab so viele Fische, dass man sie mit der Hand aus dem Wasser holen konnte. Qoute2 (Weiß)
— Feuerlord Zoryu über seinen Vater. (Quelle)

Chaeryu war der Feuerlord vor Zoryu.[3]

Geschichte[]

Liebschaft mit Huazo[]

Als Jugendlicher verliebte sich Feuerlord Chaeryu in Huazo Saowon, wodurch jene zu seiner Mätresse wurde. Die beiden reisten durch die Wildnis der Inseln der Feuernation, flohen in die Berge, um der Enge des Hofs zu entkommen. Chaeryu wollte der Natur so nah wie möglich sein, weshalb er immer so wenig wie möglich einpackte, worüber sie mit Chaeryu rangelte, da sie für etwas mehr Komfort war. Wenn es nach Chaeryu gegangen wäre, hätten sie nicht einmal Wachen mitgenommen, sondern lediglich das, was sie tragen konnten. Letztlich wurde aber jeder komfortlose Zeitvertreib der beiden wie das ruhmreichste Abenteuer, da sie jung und verliebt waren.[6]

Sie waren zwar jung und verliebt, aber dies bedeutete nichts im Vergleich zu Klan und Heimatland. Der Saowon-Klan war zu der Zeit schwach und Huazo in der Hauptstadt der Feuernation als Mätresse des Feuerlords nicht gern gesehen. Angehörige der Königsfamilie hätten ihre zukünftigen Partner auf eine bestimmte Weise kennenzulernen, und sich als Jugendliche zu verlieben, gehörte nicht dazu. Somit planten Chaeryus Minister, viele von ihnen gehörten zum Sei'naka-Klan, eine Palastgartenfeier. Chaeryu hatte zwar zuvor bereits darüber nachgedacht, seine Beziehung zu Huazo zu beenden, war aber unschlüssig. Dies änderte sich, als seine Ratgeber ihm Lady Sulan vom Keohso-Klan vorsetzten. In dem Moment, als er sie erblickte, verschwand Huazon aus seinen Gedanken. Für den Feuerlord hatte sich schließlich alles gefügt: er hatte den perfekten Vorwand, quasi die Erlaubnis, das „ultimative Opfer zu bringen“, sprich seine Liebe zu Huazo aufzugeben. Sein Grinsen wurde immer breiter, als er begriff, dass er der liebreizenden jungen Sulan den Hof machen können würde, ohne dass ihn in den Augen des Landes die geringste Schuld träfe. Er rang nicht mit sich und ließ Huazo fallen, während er bei Sulan „dieses dumme, völlig überwältigte Gesicht“ machte, welches Huazo bis dahin als allein ihr vorbehaltend begriff. Zu diesem ungünstigen Zeitpunkt war Huazo allerdings mit Chaeryus erstem Sohn, Chaejin, schwanger. Der Feuerlord war sehr verlegen, als sie es ihm sagte.[7]

Geburt von Zoryu[]

Chaeryu heiratete Sulan schließlich.[5] Sulan wurde mit einem Sohn Chaeryus schwanger. Jene wollte ein Schriftzeichen, welches „zo“, manchmal „so“ ausgesprochen wurde und „Vorfahr“ bedeutete,[Anm. 1] für den Namen ihres ungeborenen Sohnes, „Zoryu“, benutzen. Problematisch war, dass dieses Schriftzeichen generationenlang einzig und allein von den Saowon für ihre Namen verwendet wurde, aber Chaeryu verwendete das Schriftzeichen der Saowon-Familie für das Kind einer Frau aus dem Keohso-Klan, weil Sulan es sich gewünscht hatte, und Sulan wollte es, „weil sie es hübsch fand“. Chaeryu beugte sich den Launen Sulans und erzürnte auf diese Weise einen ganzen Klan.[8] Während ihrer Ehe schenkte Chaeryu seiner Gattin zudem ein Schiff, das er für ihre persönliche Verwendung in Auftrag gegeben hatte, die Sulans Lächeln. Es war aber kaum in Gebrauch gewesen.[9] Dies mochte auch daran gelegen haben, dass Sulan bei der Geburt Zoryus verstarb.[4]

Nach Sulans Tod[]

Chaeryu hatte wahrscheinlich viele uneheliche Söhne mit diversen Frauen, aber Chaejin konnte er nicht völlig ignorieren, da Huazo aus dem Hause Saowon die Mutter war. Um Lady Huazo und den Saowon-Klan nicht zu entehren, erkannte Chaeryu Chaejin offiziell als sein Kind an. Er fädelte es aber so ein, dass jener nicht offiziell zur Königsfamilie gehörte. Zoryus älterer Halbbruder, der zu Kindheitstagen noch dessen Spielgefährte war[10], befand sich in einer unklaren Position, was die Thronfolge anging, und wurde daher aus dem Palast entfernt. Er wurde zu den Feuerweisen geschickt, damit Chaeryu seinetwegen nicht in Verlegenheit geraten konnte. Der Feuerlord verbot zu Lebzeiten allen, bei Hof von der Sache zu sprechen.[11]

Während der Regentschaft Chaeryus gab es eine natürliche Fülle in der Feuernation,[3] denn es fiel viel Regen vom Himmel, die Felder waren grün und es gab so viele Fische, dass man sie mit der Hand aus dem Wasser fischen konnte.[2] Lord Chaeryu wurde daher auch „Herr der grünen Felder“ genannt.[1]

Schließlich verschied Chaeryu 297 VG[2][3] und ihm folgte sein Sohn Zoryu als Feuerlord nach.[10]

Vermächtnis[]

Nach Chaeryus Tod schickte der Saowon-Klan Chaejin zurück an den Hof, um als Verbindung zum Hohen Tempel der Feuerweisen zu dienen. Es hatte Chaejin bitter gemacht, dass Chaeryu ihn einst fortschicken ließ, und kam zurück, um sich „seine“ Krone zu holen. In einer langen Reihe von Sticheleien und Versuchen beabsichtigte er, Zoryu und dessen Autorität zu untergraben, was den Kamelien-Päönien-Krieg mit sich zog.[10] Nach Chaeryus Tod brach Unglück über die Feuernation in Form von Ernteausfällen, was den Konflikt zusätzlich anheizte.[2][3]

Wie alle Feuerlords wurde Chaeryu ein Gemälde in der Königlichen Galerie gewidmet, so er symbolisch mit der Pflanzenwelt dargestellt wurde: gebündelte Reishalme standen für eine reiche Ernte während seiner Regentschaft. Nicht geplanter Teil des Bildes war eine Vorzeichnung in der Nähe der Füße, die noch nicht mit Goldeinlegearbeiten und Orangetönen gefüllt war. Sie zeigte ein detailliertes Arrangement mit zwei Blumen in einer Vase, wobei eine große Steinkamelie darin eine kleinere Pfingstrose in den Schatten stellte, eine verpönte, weil unausgewogene Aufteilung, da im echten Leben die größere Pflanze sämtliches Sonnenlicht bekommen würde, während die kleinere eingehen würde.[12][13] Die Absicht dieser Vorzeichnung war eine politische Intrige des Saowon-Klans gegen Zoryu, denn der Klan seiner Mutter Sulan hatte das Symbol einer Pfingstrose und wurde von der Saowon-Blume in den Schatten gestellt.[14]

Aussehen[]

Chaeryus Söhne Chaejin und Zoryu kamen in Sachen Aussehen beide nach ihrem Vater, als wären sie zwei Kopien von ihm mit lediglich zueinander unterschiedlicher Breite.[15]

Persönlichkeit[]

Qoute1 (Weiß) Er wollte der Natur immer so nah wie möglich sein, deswegen hat er immer so wenig wie möglich eingepackt. Wenn es nach ihm gegangen wäre, hätten wir nicht einmal Wachen mitgenommen. Qoute2 (Weiß)
— Huazo Saowon über Chaeryus Leichtigkeit. (Quelle)

Chaeryu besaß außergewöhnliche Stärke sowie einen „unersättlichen Appetit“ beziehungsweise Lüsternheit, wenn es um sexuellen Verkehr mit verschiedenen Frauen ging.[16] Er liebte es zu Reisen. Dabei wollte er der Natur so nah wie möglich sein, ohne Komfort, um der Enge des Hofs zu entkommen. Er ließ sich von seinen Leidenschaften treiben[5] und beugte sich ungeachtet der politischen Konsequenzen unsinnigen Launen.[8] Manche empfanden Chaeryu als einen „dummen Trottel“, aber er wurde vor allem mit den reichen Ernten und dem daraus resultierenden Wohlstand in Verbindung gebracht; auch wenn er selbst dazu keinen großen Anteil gehabt haben konnte, wurde seine Person mit dieser Blüte verbunden.[2][3]

Beziehungen[]

Huazo Saowon[]

Qoute1 (Weiß) Er hätte wenigstens ein bisschen mit sich ringen können. Wenn es schon seine Pflicht war, mich fallenzulassen, dann hätte er das wenigstens mit ein bisschen mehr Würde und Wehmut tun können, statt bei Sulans Anblick dieses dumme, völlig überwältigte Gesicht zu machen, das bis dahin allein mir vorbehalten gewesen war. Qoute2 (Weiß)
— Huazo Saowon über Chaeryus Verhalten ihr gegenüber. (Quelle)

Huazo Saowon war die Jugendliebe Chaeryus. Sie stritten sich über die Menge an Komfort bei ihren Reisen durch die Wildnis, die ihnen wie das ruhmreichste Abenteuer vorkamen, da sie jung und verliebt waren. Doch Liebe bedeutete nichts im Vergleich zu Klan und Heimatland, und ohne Würde oder Wehmut ließ er sie fallen, als er begriff, dass er der liebreizenden jungen Sulan stattdessen den Hof machen können würde. Sie fühlte sich von Chaeryu würdelos abserviert. Er war peinlich verlegen, als Huazo ihm gegenüber ihre Schwangerschaft offenbarte.[7]

Chaejin[]

Qoute1 (Weiß) Dieses Land gehört mir. Der Thron ist mein Geburtsrecht, egal wie sehr mein Vater sich die Gesetze auch zurechtgebogen haben mag. Ich werde bekommen, was mit zusteht, und wenn dafür ein wenig Blut fließen muss, dann soll es so ... sein ... Qoute2 (Weiß)
— Chaejin über sein angebliches Geburtsrecht. (Quelle)

Chaejin war für Chaeryu wie ein peinliches Problem und er behandelte ihn dementsprechend: er erkannte ihn zwar offiziell als seinen Sohn an, um den Saowon-Klan nicht zu entehren, aber schloss ihn aus der Königsfamilie aus. Chaejin wurde aus dem Palast entfernt, zu den Feuerweisen geschickt und dann dessen Existenz totgeschwiegen (aus den Augen, aus dem Sinn). Dies ließ Chaejin verbittern und später zurückkommen, um sich „seine“ Krone zurückzuholen, um die er angeblich von seinem Vater betrogen worden wäre.[17]

Sulan[]

Qoute1 (Weiß) Es war eine dieser verdammten, elenden, jämmerlichen Gartenfeiern. Chaeryu hatte schon darüber nachgedacht, unsere Beziehung zu beenden, aber er war unschlüssig. Bis seine Ratgeber ihm Lady Sulan vom Keohso-Klan vorsetzten. Qoute2 (Weiß)
— Huazo Saowon über den Effekt Sulans auf Chaeryu. (Quelle)

Chaeryu fühlte sich, als hätte sich für ihn alles wunderbar gefügt, als er begriff, dass er, ohne dass ihn in den Augen seines Landes die geringste Schuld träfe, Huazo aus seinem Leben zu entfernen. Sein Grinsen wurde immer breiter, als er begriff, dass er der liebreizenden jungen Sulan den Hof machen könnte, und „dieses dumme, völlig überwältigte Gesicht“, das zuvor allein Huazo vorbehalten war, galt fortan Sulan.[18] Er gab ihren Launen nach, ungeachtet der politischen Konsequenzen,[8] und schenkte ihr sogar ein Schiff.[9] Sie führten eine Ehe bis zu Sulans Dahinscheiden bei der Geburt ihres gemeinsamen Sohnes, Zoryu.[4]

Zoryu[]

Als eheliches Kind Chaeryus fädelte er es so ein, dass Zoryu ihm als Feuerlord nachfolgte, obwohl er jünger als Chaejin war.[4] Zoryu selbst betrachtete Chaeryu mit seinem Lebensstil als „dummer Trottel“.[2]

Stammbaum[]

Yosor[SF 1]
Nachkommen
Gonryu[SF 1]
Chaejins GroßonkelUnbekanntNachkommen
UnbekanntHuazo
Chaeryu
Sulan
KoulinChaejinZoryu
Nachkommen
Zosins Großvater
Zosins Vater
ZosinZeisanRoku
Ta Min
Ilah
AzulonJinzuk
Rina
IrohOzai
Ursa
Ikem
Lu TenZukoAzulaKiyi
Izumi
IrohIzumis Tochter
  1. 1,0 1,1 Es ist nicht gänzlich sicher, ob Yosor und Gonryu tatsächlich in gerader Linie zueinander und ihren bekannten Nachfolgern stehen. Auch möglich ist beispielsweise, dass etwaige Geschwister ihnen auf den Thron folgten o.ä.


Hinter den Kulissen[]

Produktionsnotizen[]

  • In Avatar Legends – Das Rollenspiel: Grundregelwerk steht knapp geschrieben, dass die frühere Mätresse von Feuerlord Chaeryu – Lady Huazo – viele Jahre damit verbrachte, sich um alle Bedürfnisse Chaeryus zu kümmern, bis sein Tod schließlich dafür sorgte, dass Chaejin an den Hof zurückkehren konnte. Bei dieser Beschreibung geht der Zwist aufgrund der Abservierung und der Konflikt, den die Schwangerschaft Huazos sowie die Namensgebung für Zoryu auslöste, vollkommen unter.[19]

Trivia[]

  • Chaeryu weist klare Ähnlichkeiten zu König Robert Baratheon aus Game of Thrones auf. Jener hatte ebenso einen „unersättlichen Appetit“, sowohl in Bezug auf Essen als auch auf Frauen. Er schenkte vielen Frauen viele Söhne, um die er sich aber nie kümmerte, geschweige denn überhaupt wusste, wenn seine Liebschaften gebaren. Seine Frau, Cercei vom Hause Lennister (einflussreichste Familie der Königslande, Äquivalent zum Keohso-Klan), war gerissen und klug, sodass sie im Hintergrund ihre Söhne an den Thron bringen konnte. Des Weiteren gab es noch den Bastard Jon Schnee (Äquivalent zu Chaejin), der zwar nicht von Robert Baratheon abstammte, aber als Bastard vom König des Nordens bekannt war. Da er weder Anrecht auf den Thron hatte noch groß eine Rolle in der Familie spielen konnte, ging er zur Nachtwache (Äquivalent zu den Feuerweisen), eine Mauergarnison, die alle Titel und Erbschaften ablegte, um lediglich der Mauer der Sieben Königslande zu dienen.

Anmerkungen[]

  1. Bei dem Schriftzeichen handelt es sich um 祖.

Quellen[]

Einzelnachweise[]

  1. 1,0 1,1 Epilog, Der Schatten von Kyoshi (Seite 382)
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 2,6 Geschichtsstunde, Der Schatten von Kyoshi (Seite 121)
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 3,5 3,6 Die Rektorin, Der Schatten von Kyoshi (Seite 111)
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 Geschichtsstunde, Der Schatten von Kyoshi (Seite 119)
  5. 5,0 5,1 5,2 Die Gefährtin, Der Schatten von Kyoshi (Seite 262)
  6. Die Gefährtin, Der Schatten von Kyoshi (Seite 261 f.)
  7. 7,0 7,1 Die Gefährtin, Der Schatten von Kyoshi (Seite 262 ff.)
  8. 8,0 8,1 8,2 Die Gefährtin, Der Schatten von Kyoshi (Seite 264 f.)
  9. 9,0 9,1 Zweite Chance, Der Schatten von Kyoshi (Seite 302)
  10. 10,0 10,1 10,2 Geschichtsstunde, Der Schatten von Kyoshi (Seite 120)
  11. Geschichtsstunde, Der Schatten von Kyoshi (Seite 118 f.)
  12. Kulturdiplomatie, Der Schatten von Kyoshi (Seite 68)
  13. Kulturdiplomatie, Der Schatten von Kyoshi (Seite 72)
  14. Geschichtsstunde, Der Schatten von Kyoshi (Seite 127)
  15. Die Rektorin, Der Schatten von Kyoshi (Seite 116)
  16. Geschichtsstunde, Der Schatten von Kyoshi (Seite 118)
  17. Geschichtsstunde, Der Schatten von Kyoshi (Seite 119 f.)
  18. Die Gefährtin, Der Schatten von Kyoshi (Seite 263)
  19. Avatar Legends – Das Rollenspiel: Grundregelwerk (Seite 38)

Weiterführende Links[]

Advertisement