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Botenfalken (auch Brieffalken genannt[1]) sind auf die Überbringung von Briefpost abgerichtete Falken.[2]

Geschichte

Domestizierung

Bürger der Feuernation erkannten Jahrhunderte vor dem Hundertjährigen Krieg, dass die Vögel im Stande waren, Orte und Menschen zu lokalisieren, sodass sie domestiziert und als Haustiere gehalten wurden.[3]

Vor dem Hundertjährigen Krieg

Während Jianzhus Suche nach Kyoshi im Jahr 296 VG erhielt er von der Truppe, die mit einem Shirshu nach ihr suchten, mittels eines Falken die Nachricht. Das Tier hatte sich losgerissen und in den Bergen von Ba Sing Se auf Beutefang gemacht. Auf seinem Weg mit weiteren Männern dorthin hatten sie weitere Botenfalken dabei, um Hei-Ran im Zweifelsfall Nachrichten zukommen zu lassen.[4] Nachdem der Trupp die Lage in Hujiang erkannt hatte, schickte Saiful, einer der Gefährten, der allerdings im Dienste Huis stand, eine Nachricht zu diesem. Das missbilligte Jianzhu.[5]

Vor seinem Ableben hatte Jianzhu versiegtelte Briefe mit Botenfalken an alle wichtigen Personen verschickt, mit der Aufforderung, sie nicht vor seinem Tod zu öffnen. Sie beinhalteten die Nachricht, dass er bedauere, Yun als Avatar identifiziert zu haben. Alle sollten den Avatar unterstützen und sein Vermögen gehöre Kyoshi. Hiervon erfuhr sie im Südlichen Lufttempel von Jinpa.[6]

Chaejin berichtete nach den Angriff am Szeto-Fest 295 VG seiner Mutter Huazo Bericht über die Geschehnisse in der Hauptstadt der Feuernation, sodass sie diese Nachricht gleich als Vorwand nutzen konnte, in Nord-Chung-Ling mit einem großen Tross als „Schutz“ aufzuwarten.[7]

Während des Hundertjährigen Krieges

Die Feuernation unterhielt ein Netz aus Kommunikationstürmen der Feuermarine. In diesen wurden die Bewegungen der Feuermarine nach Erhalt von Nachrichten festgehalten und an andere Türme mittels Botenfalken weitergeleitet.[8]

Ein Botenfalke beim Landen.

Als 99 NG Zhao bei Shinu am Pohuai-Stützpunkt um die Yuyan-Bogenschützen als Einheit gegen den Avatar ansuchte, erreichte sie von Feuerlord Ozai ein Botenfalke. Der Brief, welchen der Botenfalke bei sich trug, war eine Beförderungsbenachrichtigung.[9]

Der Gouverneur, der die Omashu besetzenden Truppen befehligte, schickte 100 NG einen Botenfalken an die Untergrundkämpfer in dem Glauben, sie hätten sein Kind entführt, um einen Gefangenenaustausch zu arrangieren.[10]

Auch wurde ein Botenfalke eingesetzt, als die Besatzung eines Kriegsschiffes der Feuernation glaubte, dass die Flotte des südlichen Wasserstamms zerstört war.[11]

Später beobachteten zwei Soldaten auf der Ascheninsel Aang. Sie schickten eilig einen Falken, der dem Feuerlord Informationen über den totgeglaubten Avatar überbringen sollte. Dieser wurde von einem Rabenadler des Verbrutzelmannes abgefangen.[1]

Falkilein

Sokka kaufte sich in einem Postamt einen Botenfalken und nannte ihn Falkilein. Dabei wurde auch Botenfalkentraining für drei Kupferstücke angeboten. Der Falke sollte Kanna eine Nachricht überbringen, weigerte sich aber und wurde genutzt, um Nachrichten zwischen den zerstrittenen Teammitgliedern auszutauschen, was sich angesichts von Tophs Blindheit als schlechte Idee herausstellte. Der Falke geriet mehrfach in Streit mit den anderen tierischen Begleitern. Später schrieb Katara für Toph einen Brief an jene Mutter und übersandte ihn mit Falkilein. Sokka wurde nicht um Einverständnis gefragt.[2]

Nach dem Krieg

Nach dem Hundertjährigen Krieg wurden Botenfalken auch außerhalb der Feuernation eingesetzt. Yee-Li vom Offiziellen Avatar-Aang-Fan-Club der Region Ba Sing Se sandte eine Nachricht an den den Offiziellen Avatar-Aang-Fan-Club der Region Yu Dao, ihre Schwestern im Geiste, um sie über die Gefahr eines bevorstehenden Konflikts zu warnen.[12]

Als Zuko mit seiner Mutter gerade unter Deck gehen wollte, erreichte ihn ein Botenfalke, mit der Nachricht von den Kyoshi-Kriegerinnen, dass ihn ein Anschlagsversuch erwarte.[13][14]

Bei den Unruhen am Südlichen Wasserstamm überbrachte ein Botenfalke eine Nachricht der Patrioten unter der Führung Gilaks eine Nachricht an das Team Avatar, Hakoda und Malina, dass sie an der Brücke ohne Wiederkehr einen Gefangenenaustausch vornehmen wollte: Kuei gegen Hakoda.[15]

Als Aang mit seinen Freunden in Kranichfisch-Stadt zwecks Lösung mehrerer unterschiedlicher Konflikte einen mehrtägigen Stopp einlegen musste, übersandte Sokka mit einem Botenfalken an Suki in Yu Dao eine Bitte, nach Kranichfisch-Stadt zu kommen.[16]

Anatomie

Die Falken haben einen oberarmgroßen Körperbau. Die Flügelspannweite ist im Verhältnis zu ihrem Körperbau doppelt so groß.[9]

Sie haben goldgelbe Beine und Schnabel und einen dunkelbraunen Kopf sowie schwarze Krallen. Das Gefieder ist auf der Unterseite hellbraun, auf dem Rücken dunkelbrau-rötlich. Die Flugfedern sind teilweise ockerfarben.[9]

Botenfalken haben zwei lange Federn am Schnabel, einem Schnurrbart sehr ähnlich. Vom Kopf stehen über den Augen ebenfalls seitlich Federn ab. Von der Stirn gehen weitere Federn nach hinten weg. Zudem stehen am Schwanzgefieder noch mehrere lange Federn vom Körper ab.[1]

Verhalten

Botenfalken haben das angeborene Verhalten, Menschen und Orte zu lokalisieren.[3]

Manche Botenfalken sind streitlustig

Botenfalken haben durchaus ihren eigenen Willen, auch sind sie nicht alle gleich. Falkilein, Sokkas Brieffalke, stritt sich zum Beispiel des Öfteren mit Momo und auch mit Appa.[2] Der Botenfalke, der Zhao seine Beförderung überbrachte, erledigte allerdings seine Arbeit schnell und professionell.[9]

Lebensraum

Die Botenfalken stammen ursprünglich aus den Dschungeln der Feuernation[3], werden durch die Menschen in nahezu allen Regionen der Welt eingesetzt, selbst dort, wo sich die Feuernation nach dem Hundertjährigen Krieg zurückzog.[12][16] Allerdings wurden die Tiere vereinzelt auch schon zuvor im Erdkönigreich eingesetzt.[5][6]

Falkilein verweigert Flug zum Südpol

Allerdings kommen Botenfalken nur schlecht mit der Kälte der Pole zurecht[17], sodass sie nur selten dort angetroffen werden können.[15]


Nutzen

Direktnachricht an den Feuerlord, gekennzeichnet mit schwarzem Band

Gab man dem Brieffalken eine Anweisung, zu wem er fliegen soll und wo die Person zu finden war, flog der Botenfalke zu dieser Person. Die Kapsel für den Brieftransport befand sich entweder längs auf dem Rücken des Vogels[2] oder an der Brust quer[12] und war mit Gurten befestigt.[12][2]

Ihr Verhalten machte die Botenfalken bedeutsam für das Militär der Feuernation. Botenfalken waren darauf abgerichtet, Nachrichten über besonders lange Distanzen zu überbringen.[3] Wurde ein schwarzes Band an die Nachricht gebunden, zeigte es die Dringlichkeit der Nachricht, die unmittelbar an den Feuerlord adressiert war.[18] Kam es vor, dass Botenfalken ihren Dienst nicht verrichteten, dann mussten auch Militärboten eingesetzt werden. Dies war besonders bei wichtigen Angelegenheiten der Fall.[19] Für das Militär gab es die Kommunikationstürme[20] und jeder Militärposten hatte einen Botenfalken.[1]

Für die zivile Post in der Feuernation gab es private Falken oder aber man nutzte die Postämter, die einen Falkenturm besaßen. Von dort aus wurden Nachrichten per Botenfalken auf bestimmten Routen von einem Postamt zu einem anderen geschickt.[21]

Hinter den Kulissen

Produktionsnotizen

  • Für den Botenfalken existieren im Englischen zwei Bezeichnungen: Dragon Hawk[3] und Messenger Hawk.[18]
  • Ursprünglich sollte Zuko einen Botenfalken als Haustier haben, der sich mit Momo stritt, was so auch in der Pilotfolge zu sehen war.[22][23] Die Idee wurde so erstmal aufgegeben. Stattdessen wurde eine Rivalität zwischen Momo und einem Botenfalken später mit Falkilein wieder aufgenommen.

Trivia

  • Botenfalken weisen Ähnlichkeiten in ihrer Nutzung mit der Taubenpost auf. Allerdings sind Brieftauben darauf trainiert, wieder zu ihrem Heimat-Taubenschlag zurückzukehren.
  • Im Spiel Avatar: Der Herr der Elemente - Die Erde brennt sitzt Zuko auf dem Dach des Teehauses, in dem er und sein Onkel arbeiten, nachdem er Appa befreit hat. Da bekommt er einen Brief mit einem Botenfalken zugeschickt, in dem geschrieben steht: „Es ist noch nicht zu spät, Zuko. Du kannst dich noch bewähren.“[24]

Quellen

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Am Strand
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 Gauner und Fallen
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 The Lost Lore of Avatar Aang (Archiv von nick.com). Dragon Hawk
  4. Schlussfolgerungen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 359 f.)
  5. 5,0 5,1 Schlussfolgerungen, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 368 ff.)
  6. 6,0 6,1 Heimsuchung, Der Aufstieg von Kyoshi (Seite 499)
  7. Der Feuerweise, Der Schatten von Kyoshi (Seite 193)
  8. The Lost Lore of Avatar Aang (Archiv von nick.com). Fire Navy Communication Tower
  9. 9,0 9,1 9,2 9,3 Der blaue Geist
  10. Rückkehr nach Omashu
  11. Die Brücke, Die verlorenen Abenteuer (Seite 103)
  12. 12,0 12,1 12,2 12,3 Das Versprechen Band 2 (Seite 61)
  13. Rauch und Schatten Band 1 (Seite 23)
  14. Rauch und Schatten Band 1 (Seite 27 f.)
  15. 15,0 15,1 Nord und Süd Band 3 (Seite 41 ff.)
  16. 16,0 16,1 Ungleichgewicht Band 1 (Seite 43)
  17. Vergangene Leben, Der Schatten von Kyoshi (Seite 49)
  18. 18,0 18,1 The Lost Lore of Avatar Aang (Archiv von nick.com). Messenger Hawk
  19. The Lost Lore of Avatar Aang (Archiv von nick.com). Military Messengers
  20. Referenzfehler: Es ist ein ungültiger <ref>-Tag vorhanden: Für die Referenz namens A316 wurde kein Text angegeben.
  21. The Lost Lore of Avatar Aang (Archiv von nick.com). Post Office
  22. Pilotfolge
  23. Avatar: The Last Airbender—The Art of the Animated Series (Seite 30)
  24. Avatar: Der Herr der Elemente - Die Erde brennt

Weiterführende Links

Bild von Iroh.png Das Avatar-Wiki hat einige Bilder von Botenfalken
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