Avatar-Wiki
Advertisement
Avatar-Wiki
30px-exz
Qoute1 (Weiß) Dieser Bohrer ist ein Meisterstück wissenschaftlicher Genialität und roher zerstörerischer Kraft. Sobald es sich durch die Mauer gefressen hat, werden unsere Truppen ihre Stadt stürmen. Das Erdkönigreich wird endlich fallen und Ihr könnt Ba Sing Se im Namen Eures Vaters einnehmen. Nichts kann uns noch aufhalten. Qoute2 (Weiß)
Kriegsminister Qin zu Azula im Bohrer. (Quelle)

Der Bohrer der Feuernation war ein hydraulischer Bohrer, mit dem das Militär der Feuernation die Mauer von Ba Sing Se zu durchbohren versuchte, um die Stadt einzunehmen und dadurch den Hundertjährigen Krieg zu gewinnen.[3]

Geschichte[]

Entwicklung und Bau[]

Bauplan des Bohrers

Der Mechaniker arbeitet an einem Bauplan des Bohrers.

Ursprünglich wurde der Bohrer von dem Mechaniker am Nördlichen Lufttempel neben weiteren Erfindungen für die Feuernation im Zuge seiner Zusammenarbeit mit Kriegsminister Qin entwickelt.[1] Der Zweck des Bohrers war das Durchbrechen der Äußeren Mauer Ba Sing Ses. Die Arbeiter der Feuernation brauchten mehr als zwei Jahre für den Bau des Bohrers.[2]

Einsatz[]

Bei der Schlacht um den Bohrer wurde die Maschine schließlich eingesetzt. Kriegsminister Qin und Prinzessin Azula leiteten die Operation zur Durchbrechung der Äußeren Mauer vom Kontrollraum aus. Avatar Aang bemerkte den Bohrer und warnte General Sung, welcher das Terra-Team anwies, mit Hilfe von Erdbändigen Steine auf den Bohrer zu werfen, was diesem nichts anhaben konnte. Nachdem die Eliteeinheit auf Anordnung Azulas von Mai und Ty Lee ausgeschaltet wurde, übernahm das Team Avatar die Bekämpfung der Maschine.[3]

Sie schmiedeten den Plan, den Bohrer von innen auszuschalten, dort, wo sich seine Schwachpunkte befanden. Dazu verschafften sich Aang, Sokka und Katara Zutritt in die Maschine, während Toph draußen blieb, um besser sehen zu können. Sokka entwendete eine Konstruktionszeichnung von einem Ingenieur und sie nahmen im Anschluss die Stahlträger in Angriff, welche den inneren Mechanismus mit der äußeren Panzerung verbanden. Würden sie durchsägt, bräche die gesamte Maschine zusammen. Um die Kraft besser aufzuteilen, wurden die Stahlträger, nachdem der erste Katara und Aang in Richtung Erschöpfung getrieben hatte, nicht vollständig durchtrennt, sondern nur durch Ansägen geschwächt, damit Aang auf der Oberseite des Bohrers den finalen Schlag ausführen und der Bohrer zusammenbrechen konnte. Dieser Plan gelang trotz des Widerstands von Team Azula, während das Terra-Team von der Mauer aus weitere Steine auf den Bohrer warf. Zudem implodierte durch aufgebauten Druck Kataras, welche das Abwasser mit Wasserbändigen im Inneren des Bohrers hielt, unterstützt von Tophs Erdbändigen, die ganze Maschine und sie wurde zerstört, bevor sie sich vollständig durch die Mauer bohren konnte. Der Weg durch den Bohrer war verstopft, sodass die Feuernation ihn nicht benutzen konnte, um hinter die Mauer zu gelangen.[3]

Überreste und Vermächtnis[]

Überreste des Bohrers

Überreste des Bohrers.

In der Folge wurde der Bohrer rundum entlang der Äußeren Mauer eingemauert. Als Team Avatar später Erdkönig Kuei beweisen wollte, dass Long Feng und das Dai Li sich gegen ihn verschworen und den Hundertjährigen Krieg vor ihm verheimlicht hatten, benutzten sie den Bohrer als Beweis dafür. Long Feng versuchte, den Bohrer als „Bauprojekt“ abzutun und die Insignien der Feuernation mit einem Import zu erklären, was ihm allerdings nicht gelang, weshalb er festgenommen wurde.[4]

Nach dem Ende des Hundertjährigen Kriegs bauten die Freiheitskämpfer und weitere Demonstranten aus dem Erdkönigreich im Vorlauf der Schlacht um Yu Dao eine kleinere Version des Bohrers der Feuernation, um die Stadtmauer von Yu Dao zu durchbohren.[5][6] Auch Gilak und seine Patrioten des Südlichen Wasserstamms nutzten einen ähnlichen Bohrer, um auf das Fest zu Ehren der Partnerschaft mit den Erdigen Feuerbetrieben zu gelangen, sodass das Vermächtnis des Bohrers in der gesamten Welt nachhallte.[7]

Aufbau[]

Außenkonstruktion[]

Bohrer der Feuernation

Bohrer der Feuernation.

Der Bohrer verfügte über große Räumlichkeiten, war insgesamt größer als Dörfer. Er hatte ein Metallgehäuse,[2] wodurch nur schwer Beschädigungen zugefügt werden konnten, und besaß eine ringförmige Form. Vorne befand sich die Bohrmaschine, welche auf ihrer Haube mehrere Löcher hatte, um die ausgegrabenen Steine aufnehmen und verarbeiten zu können. Im hinteren Teil befanden sich Abschnitte, in denen sich vorne ein Kontrollraum für Schaffner und andere befand, von dem aus man einen Blick auf den Bohrer hatte. In den hinteren Abteilen befanden sich Räume für Ingenieure.[3]

Innenkonstruktion[]

Konstruktionszeichnung des Bohrers

Konstruktionszeichnung des Bohrers.

Kontrollraum des Bohrers

Kontrollraum des Bohrers.

Im Inneren des Bohrers befanden sich mehrere Unterstützungsbalken aus Metall, welche das Gehäuse mit der inneren Maschine verbanden.[2] Die Balken waren über Metallstege erreichbar. Außerdem gab es Rohre, die als eine Art von Abflusskanal für den verarbeiteten Bohrschlamm dienten.[3] Im Innenraum konnte eine ganze Brigade von Ingenieuren Platz finden, welche für Reparaturen und das Putzen der Rohrleitungen nötig waren.[2] Darunter befand sich auch ein Maschinenraum, worin Leute arbeiteten, die oberkörperfrei mit einer Schutzmaske die Hebel bedienten und Kontrollinstrumente bewachten.[3]

Funktionsweise[]

Fortbewegung und Dampfausstoß[]

Die Bohrschraube drehte sich im Uhrzeigersinn. Der Bohrer bewegte sich als Kettenfahrwerk fort. Oben wurde Dampf ausgestoßen. Dabei fuhren die sich überlappenden Segmente zusammen, stießen den Dampf aus und wurden anschließend langsam wieder auseinandergezogen. Dieser Prozess geschah ein Mal von hinten nach vorne durch. Währenddessen blieb die Maschine stehen und dornige, der Verankerung dienenden Teile an den unteren Seiten fuhren in die Erde, Segment für Segment, sprich erst fuhren die Dornen in die Erde (mit leichtem Ausstoß aus den Düsen), dann wird in dem Segment oben der Dampf abgegeben. Im Anschluss konnte das Führerhäuschen, also der Kontrollraum, nach vorne oben hochklappen. Die Schraube drehte sich während des gesamten Prozesses weiter.[3]

Bohrprozess[]

Beim Durchbohren von Erde mit einem rotierenden Bohrkopf, an dem Bohrmeißel befestigt waren, der Fels gebrochen. Die Steine wurden nach hinten abtransportiert und mit Wasser zu Bohrschlamm verarbeitet. Sie wurde in die Rohre weiterverteilt und anschließend aus dem hinteren Teil des Bohrers durch die Rohre wieder nach draußen abgegeben.[2] Durch den Bohrschlamm wurden die Rohre eingeschmiert, wodurch die ausgehobenen Steinstücke durch die schlammigen Rohre wieder hinausfließen konnten.[8] Außerdem sorgte die Flüssigkeit für die Hitzereduzierung, sodass die bei den Reibungen der Steine entstehende Hitze zu keiner Schmelzung oder Fehlfunktion führen konnte.[2]

Hinter den Kulissen[]

Produktionsnotizen[]

Bohrer der Feuernation Konzeptzeichnungen

Konzeptzeichnungen für den Bohrer.

  • Der Bohrer wurde realen Tunnelbohrmaschinen nachempfunden.[9]
  • Die Entwicklung des Bohrers zählt zu den schönsten Herausforderungen, die Bryan Konietzko als Art Director hatte.[10]
  • Der Bauplan des Bohrers, den Sokka las, war nicht maßstabsgetreu.[11]

Trivia[]

  • Es ist nicht ersichtlich, wie der Antrieb des Bohrers genau funktionierte, aber denkbar ist, dass er wie andere Maschinen der Feuernation aus der Zeit dampfbetrieben war.

Quellen[]

Einzelnachweise[]

  1. 1,0 1,1 Luftakrobaten
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 2,6 The Lost Lore of Avatar Aang (Archiv von nick.com). Gear: Fire Nation drill (Abgerufen: 05.05.2020)
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 3,5 3,6 Bedrohlicher Bohrer
  4. Der Erdkönig
  5. Das Versprechen Band 3 (Seite 29)
  6. Das Versprechen (Seite 179 (Premium))
  7. Nord und Süd Band 2 (Seite 35ff.)
  8. Avatar Extras (Buch II – Erde): Bedrohlicher Bohrer Nr.70
  9. Avatar Extras (Buch II – Erde): Bedrohlicher Bohrer Nr.33
  10. Avatar – Der Herr der Elemente: Das Artwork der Animationsserie (Seite 109)
  11. Avatar Extras (Buch II – Erde): Bedrohlicher Bohrer Nr.52

Weiterführende Links[]

Bild von Iroh Das Avatar-Wiki hat einige Bilder vom Bohrer der Feuernation
Advertisement