Die vier Hauptelemente. Davon beherrscht jeder Bändiger einen (außer dem Avatar).

Das Konzept von Avatar gründet in Vielem auf dem Bändigen. Es handelt sich dabei um Kampfkünste (engl. Martial Arts), bei der mittels der eigenen körperlichen Energie (Chi) die Elemente nach dem eigenen Willen bewegt und geformt werden.

Dabei können durchaus auch alltägliche Dinge durch Bändigen erleichtert werden. Die Techniken werden also nicht nur zum Kampf eingesetzt. Es gibt insgesamt fünf Elemente.

Elemente und ihre Kampfkunst

Grundsätzlich gilt dabei, dass die Bändigungsarten meist in der entsprechenden Nation unterrichtet werden und dort zum Einsatz kommen: Wasserbändiger in den Wasserstämmen, Erdbändiger im Erdkönigreich, Luftbändiger bei den Luftnomaden und Feuerbändiger in der Feuernation. Diese vier Bändigungsarten basieren auf die Hauptelemente Wasser, Erde, Luft und Feuer, die durch eine Bewegungsabfolge mit Händen, Beinen und Körper geformt und bewegt wird. Diese Kampfkunst spiegelt das Können des Bändigers wider.

Außerhalb der Nationen in entlegenen Gebieten leben die Bändiger in einem Sumpfwasserstamm und Sonnenkrieger in einer antiken Tempelstadt. Wenige Bändiger können mit kurzen Bewegungen das Element formen. Äußerst tallentierte Bändiger können sogar mit ihren Gedanken bändigen wie z. B. Yakone. Während ein Individuum auf das Bändigen eines Elements beschränkt ist, kann der Avatar alle Elemente bändigen, auch das letzte Element[1].

Die letzte Bändigungsart ist das Energiebändigen, welcher nur vom Avatar erlernt werden kann. Das entsprechende Element ist die körpereigene Energie (Chi). Das Bändigen der vier Elemente nutzt Chi, welcher durch den Körper fließt, um das entsprechende Element in der Umgebung zu beherrschen. Das Energiebändigen hingegen beeinflusst Chi, um beispielsweise das Bändigen eines Individuums zu rauben oder zu geben.

Spezielle Bändigungsarten

Bei den speziellen Bändigungsarten (siehe Tabelle unten) handelt es sich nicht um autonome Bändigungsarten, sondern um Weiterentwicklungen, die nur wenigen, sehr weit entwickelten oder spezialisierten Bändigern möglich sind. Sie erfordern ein zusätzliches Maß an Selbstbeherrschung, Konzentration und spiritueller Einsicht.

Für einen Wasserbändiger ist es zum Beispiel auch möglich, Pflanzen zu bändigen, da diese zum großen Teil aus Wasser bestehen. Als Erdbändiger ist es auch möglich, verschiedene Mineralien wie Kohle, Sand oder Kristall zu bändigen. Eine besonders schwierige Kunst stellt das Metallbändigen dar, das lange Zeit als unmöglich galt, bis Toph Beifong herausfand, dass in Metall immer noch gewisse mineralische Bestandteile vorhanden sind.

In der Serie kommen nach und nach mehrere spezielle Bändigungsarten hinzu, wie zum Beispiel das Hitze- oder Blutbändigen, welche erst im dritten Buch vorgestellt werden. Der Avatar erlernt zwar vorrangig die Hauptelemente Luft, Wasser, Erde und Feuer, kann sich aber bei entsprechender Veranlagung und Training auch einige der speziellen Varianten aneignen, wie Korra beim Erlernen des Metallbändigens zeigte.

In Die Legende von Korra sind durch die Ausbreitung der speziellen Bändigungsarten neue Arbeitsplätze entstanden. So kann man als Heiler als Sanitäter arbeiten, als Blitzbändiger kann man im Stromkraftwerk arbeiten und als Metallbändiger kann man als Polizist arbeiten.

An einigen Naturelementen (Wolken, Schlamm) überschneiden sich die Bändigungsmöglichkeiten, weshalb sie von Bändigern verschiedener Ausrichtungen gleichermaßen kontrolliert werden können. Am besten gelingt diese Kontrolle jedoch durch die Zusammenarbeit der verschiedenen Bändiger.

Tabelle der Bändigungsarten

In folgender Tabelle sind die Bändigungsarten in der Serie nach dem Avatar-Zyklus von Aang geordnet. In der zweiten Spalte neben der Hauptbändigungsart stehen die speziellen Bändigungsarten, nach dem Erscheinen in der Serie geordnet. Kursiv geschrieben sind die speziellen Bändigungsarten, die jeder normale Bändiger beherrscht. Die anderen Bändigungsarten können nur von sehr talentierten Bändigern ausgeführt werden.

Hauptbändigungsarten Spezielle Bändigungsarten
Erdbändigen
Feuerbändigen
Luftbändigen
Wasserbändigen

Eine besondere Stellung nimmt das Energiebändigen ein, da es zu keiner der vier Hauptbändigungarten zuzuordnen ist. Es ist eine sehr alte Bändigungsform, die schon in der Zeit vor den Avataren genutzt wird. Einzig der Avatar und die gigantischen Löwenschildkröten sind in der Lage, diese Bändigungsform zu nutzen.

Die vier Grundbändigungsarten:

Ursprung

250px-Iroh painting.png Das Avatar-Wiki hat einige Bilder von Bändigen

Vor der Zeit des Avatars, in Raavas Ära, gab es noch keine Nationen, und die Menschen lebten in Städten auf Löwenschildkröten. Wenn sie in die Wälder jagen gingen, erhielten sie von ihrer Löwenschildkröte (via Energiebändigen) die Fähigkeit, ein Element kontrollieren zu können. Wenn sie in die Stadt zurückkehrten, nahm sie ihnen diese Fähigkeit wieder. Nur wer diese grundlegende Fähigkeit hat, kann auch lernen, ein Element zu bändigen. Jeder Mensch kann aber auch nur die Fähigkeit für ein Element haben.[2]

Nachdem Wan zum ersten Avatar geworden war und die Geister von der Menschenwelt trennte, verließen die Menschen ihre Städte. Diejenigen unter ihnen, die die Fähigkeit erhalten hatten, lernten von den natürlichen Bändigern, wie man die Elemente bändigt (so etwa Wan von einem Drachen das Feuerbändigen).[3]

Vererbung

Die Gene sind nicht die einzigen Faktoren, die darüber Einfluss haben, ob ein Mensch bändigen kann.

Es scheint, dass die Fähigkeit vererbt wird – allerdings kann trotzdem auch ein Bändiger ein Kind kriegen, dass nicht bändigen kann und umgekehrt, da das "Gen" nicht dominant ist bzw. sich nicht immer durchsetzt. Dies war etwa bei Katara und Aang der Fall, die mit Bumi einen Nichtbändigersohn bekamen. Genauso gut ist es möglich, dass zwei Nichtbändiger wie Kataras Eltern Kya und Hakoda ein Bändigerkind bekommen.

Durch die Trennung der Nationen war es lange Zeit unklar, wie die Vererbung von Bändigungsfähigkeiten bei der Vermischung von Nationen von sich geht. In Die Legende von Korra stellte sich jedoch heraus, dass Kinder verschiedener Nationen die entsprechenden Veranlagungen beider Eltern erben. So hatten Aang und Katara mit Kya und Tenzin einen Luft- und eine Wasserbändigerin. Ähnliches gilt für Mako und Bolin. Jedoch gilt auch hier die Beschränkung auf ein Element.

Die Fähigkeit zu Bändigen ist nicht nur genetisch bedingt, sondern auch epigentisch und kulturell - also von äußeren Einflüssen. So konnte der Nichtbändiger Bumi im Erwachsenalter bändigen, als die Geisterportale geöffnet wurden[4]. Es ist möglich, dass ein Bändiger mit wenig erblichen Anlagen zum Bändigen, durch harte Arbeit und ausgeprägtem Spiritualität ein fähiger Bändiger wird. Dass Kultur eine wichtige Rolle einnimmt, spiegelt sich in der Nationen wider. Prozentual betrachtet, haben Luftnomaden, die unter den Nationen eine sehr ausgeprägte spirituelle Kultur haben, die meisten Bändgier. Im Gegensatz dazu hat das Erdkönigreich den geringsten Prozentsatz an Bändiger, weil sie keine ausgeprägte spirituelle Kultur haben.[5]

Einzelnachweise

  1. Der Junge im Eisberg
  2. Die Legende von Korra, Buch II – Geister, Wie alles begann, Teil 1 & Teil 2
  3. Avatar - Der Herr der Elemente, Buch I – Wasser, Die Belagerung des Nordens, Teil 1.
  4. Die Legende von Korra, Buch III – Veränderung, Frischer Wind
  5. Robert Moscoe (April 6, 2007). An Avatar Spring Break with Mike and Bryan. Avatarspiritmedia.net.
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