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Wenn ein Avatar stirbt, wird er dem Zyklus folgend in der nächsten Nation wiedergeboren. Vor Avatar Aang gab es schon über 100 andere Avatare, die in abwechselnder Reihenfolge (s.u.) existierten.

Anfang und Ende

Der erste avatar

Wan im Avatar-Zustand. Power. On.

Der erste Avatar-Zyklus begann mit Avatar Wan und endete mit Avatar Korra, der zweite begann mit Avatar Korra und ist noch nicht beendet. Der Avatar ist im Avatar-Zustand am mächtigsten, aber auch am verwundbarsten. Dieser Avatar-Zyklus wird aufhören, sollte ein Avatar im Avatar-Zustand sterben, denn dann wird er nicht mehr wiedergeboren.[1]

Im Avatar-Zustand beherrscht er alle Elemente, ob sie schon gelernt wurden oder nicht. Dabei vereinigt sich die Kraft der Avatare mit der des Geist des Lichtes, Raava. Durch Meditation kann ein Avatar mit seinen Vorgängern Kontakt aufnehmen.[1]

Bündnis

Raava

Raava und Wan treffen sich zum ersten Mal.

Der Avatar-Zyklus ist ein Bündnis zwischen dem ersten Avatar Wan und Raava: Wan hat das Gleichgewicht der bekannten Welt gelöst, indem er Vaatu von Raava trennte. Wan und Raava konnte gemeinsam Vaatu besiegen und im Baum der Zeit versiegeln. Um das Gleichgewicht dauerhaft zu sichern, wandert Raava nach dem Tod eines Avatars in den neugeborenen Avatar.[1]

Mit der Reihenfolge des Avatar-Zyklus verhält es sich wie mit den Jahreszeiten[2]:

Feuer Luft Wasser Erde

(WinterFrühlingSommerHerbst)

Reinkarnation

Das Konzept der Reinkarnation/Wiedergeburt entstammt dem Buddhismus, die dieses vom upanishadenischen Hinduismus übernommen haben[3]. Ob der Mensch nach seinem Tod als Tier, Mensch, Dämon, Stein oder hoffentliches Interessanteres wiedergeboren wird, hängt vom Karma-Guthaben ab. Hat der Mensch ins einem Leben viele gute Taten vollbracht, häuft er sich positives Karma auf sein Karma-Konto. Bei schlechten Taten sammelt er trivial negatives Karma. Wird der Mensch als Mensch wiedergeboren, erhöht sich dessen Chance, den Kreislauf der Reinkarnation zu durchbrechen. Das Prinzip der Reinkarnation findet sich auch in der Natur wider: Eis wird zum Wasser, welches wiederrum zu Dampf wird. Molekühle verschwinden nicht, sondern sie verändern ihre Struktur.[4]

Der Hinduismus und Buddhismus unterscheidet sich darin, was wiedergeboren wird. Im Hinduismus wird der Mensch mit Vernunft, Gefühlen und Wünschen wiedergeboren. Damit ist die Seele unsterblich (Atman). Im Buddhismus hingegen gibt es keine Klarheit. Auch wenn die breite Auffassung darin besteht, dass die Seele sterblich ist, so ist die Grenze zwischen Hinduismus und Buddhismus fließend. In einigen buddhistischen Strömungen kann es eine unsterbliche Seele geben.[5]

Wan alt

Wan kurz bevor er stirbt. Raava wird sein Körper verlassen und wird in ein neuen Avatar wohnen.

So kann der Wunsch das Leid anderer fühlender Wesen zu mindern wiedergeboren werden (Bodhisattva-Gelübde). Der Mensch, in der diesen Wunsch innewohnt, heißt Dalai Lama, der auf das Nirwana verzichtet.[6] Der Avatar-Zyklus beruht auf diesen Prinzip. Hierbei ist der Avatar der Dalai Lama und der Bodhisattva-Geist, welcher den Wunsch weiterträgt, ist Raava. In der Serie wird der Avatar durch eine Kommission aufgesucht, was auch bei dem Dalai Lama der Fall ist.

Was sind die markanten Unterschiede zwischen Hinduismus und Buddhismus? Im Letzteren gibt es kein Kastensystem wie in Indien. Der Buddhist konzentriert sein Leben auf das jetzige Leben und versucht durch gute Taten und Meditation in das Nirwana zu gelangen oder zumindest als Mensch wiedergeboren zu werden.[5] Der Hinduist ist auf das Jenseits fixiert. So wird versucht durch drei bzw. vier Wege die Wiedergeburt zu überwinden (Samsara): den Weg des Wissens (Jnana Yoga), den Weg der Tat (Karma-Yoga), den Weg der Gottesliebe (Bhakti-Yoga) und den Weg mit speziellem Yogaübungen und Meditation (Raja Yoga / Königsyoga)[7]. Die Übergänge von Hiduismus zu Buddhismus ist fließend. Dies soll nur eine grobe Zusammenfassung sein.

Der Begriff Avatar ist die Ableitung des indischen Wortes Avatara. Es bezeichnet die Fleischwerdung eines Gottes oder seine Kraft in der Gestalt eines Menschen oder Tieres[8]

Ausbildung

Die Ausbildung des Avatars in den verschiedenen Bändigungsarten sollte ebenfalls diesem Zyklus folgen und nicht durcheinander gebracht werden. Aang als geborener Luftbändiger musste deshalb als nächstes das Wasserbändigen, daraufhin das Erdbändigen und durfte danach erst das Feuerbändigen lernen. Die drei Staffeln von Avatar – Der Herr der Elemente heißen entsprechend der Bändigungsart, die gerade gelernt wird. Da Korra aus dem Südlichen Wasserstamm stammt, hat sie zunächst Erd - und Feuerbändigen erlernt, bevor sie mit dem Training des Luftbändigens begann.

Trivia

Tenzin wurde nach dem 14. Dalai Lama Tenzin Gyatso, der seit dem 20. Februar 1940 amtiert, benannt.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Die Legende von Korra, Staffel 1, Buch II - Geister, Episode 8 - Wie alles begann, Teil 2
  2. Der Herr der Elemente, Buch I - Wasser, Episode 3 - Der südliche Lufttempel
  3. Helmut Zander. Geschichte der Seelenwanderung in Europa. Alternative religiöse Traditionen von der Antike bis heute. Primus-Verlag. Darmstadt 1999. S. 25 und 31–34
  4. Hans Wolfgang Schumann. Seelensucher gegen Seelenleugner – Die Wiedergeburtslehren der indischen Religionen, in Perry Schmidt-Leukel (Hrsg.): Die Idee der Reinkarnation in Ost und West. München: Diederichs 1996. S. 14–28; hier S. 23–26.
  5. 5,0 5,1 'Wiedergeburt': Die Unterschiede zwischen Hinduismus und Buddhismus. Buddhismus im Alltag (27. Februar 2017).
  6. Martin Brauen (Hrsg.): Die Dalai Lamas. Tibets Reinkarnationen des Bodhisattva Avalokiteshvara. Völkerkundemuseum der Universität Zürich, Arnoldsche Verlagsanstalt, Stuttgart 2005, ISBN 3-89790-219-2.
  7. A.M. Boyer: Etude sur l'origine de la doctrine du samsara. Journal Asiatique, (1901), Volume 9, Issue 18, S. 451–453, 459–468.
  8. The Hindu procession of the ten Avatars is itself, as it were, a parable of evolution. Letters on Yoga. Vol. I. The Purpose of Avatarhood. 13. März 2007.
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